Donnerstag, 9. September 2010

UFO-Forscher Lt. Col. Wendelle C. Stevens verstorben

Wendelle C. Stevens (1923-2010) | Copyright/Quelle: ufophotoarchives.org

Tucson/ USA - Der ehemalige Lt. Colonel der US Air Force, Wendelle C. Stevens gilt vielen als Pionier und seinen Kritikern als einer der umsrittensten Vertreter der UFO-Forschung. Im Alter von 87 Jahren ist Stevens gestern an den Folgen eines Atemstillstands verstorben.

Zweifelsohne zählte Stevens zu den weltweit bekanntesten und dienstältesten UFO-Forschern. Geboren wurde er 1923 in Round Prairie im US-Bundesstaat Minnesota und trat 1941 der US Army bei. Zudem diente Stevens später als Luftattaché der US Air Force in Südamerika, trat 1963 aus der Armee aus und arbeitete bis 1972 für "Hamilton Aircraft".

Während seiner Dienstzeit arbeitete Stevens nach eigenen späteren Aussagen für ein hochgeheimes Militärprojekt, bei dem mittels unterschiedlicher Messinstrumente an Bord von Aufklärungsflugzeugen ungewöhnliche Phänomene, darunter auch unidentifizierte Flugobjekte, in der Arktisregion erforscht wurden. Nachdem es Stevens später nicht mehr gelang, an die Ergebnisse und Dokumente dieses Projekts zu kommen, begann er seine eigenen Untersuchungen über unidentifizierte Flugobjekte (UFOs), die er 54 Jahre lang fortsetzte. Als erster Direktor stand er in der Folge der UFO-Forschungsorganisation "Aerial Phenomena Research Organization" (APRO) vor.

In die Kritik geriet Stevens besonders für seine unterstützende Einschätzung der Ereignisse und Behauptungen des Schweizer UFO-Kontaktlers Eduard "Billy" Meier, den selbst einige von Stevens Mitstreitern für einen ausgewiesenen Schwindler halten, während andere immer noch zumindest einen Teil der von Meier als Beweise vorgelegten Foto- und Filmaufnahmen für authentisch halten.

Auch für seine Einschätzung eines UFO-Absturzereignisses, dass sich im Juli 1948 nahe Laredo in Texas ereignet haben soll, erntete Wendelle C. Stevens Kritik auch aus den eigenen Reihen. In seinem Buch über den "UFO-Crash at Aztec" führte er aus, dass es sich damals um den Absturz eines US-amerikanischen Experimentalflugzeugs gehandelt habe und ein angeblich vor Ort gefundener Körper, der eines großen Rhesusaffen war. In einem Interview von 2009 erläuterte er hierzu, dass er zwar der festen Überzeugung sei, dass viele UFO-Abstürze auf außerirdische Raumschiffe zurückzuführen seien, dass es sich bei dem Laredo-Objekt jedoch um ein Geheimprojekt gehandelt habe, dass vom Raketentestgelände White Sands im US-Bundesstaat New Mexico gestartet worden sei.

Ebenso bekannt wurde Stevens für seine Sammlung von UFO-Fotos, die weltweit zu den umfangreichsten Bildarchiven zum Thema zählt. Als Ergebnis seiner Untersuchungen veröffentlichte Stevens mehr als 22 Bücher, die in zahlreiche Sprachen übersetzt wurden. 1987 erhielt er auf dem "First World UFO Forum" in Brasilia eine Auszeichnung für sein ufologisches Lebenswerk. Selbst war Steven Mitbegründer und Direktor des "International UFO Congress".

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / openminds.tv / ufophotoarchives.org
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