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Dienstag, 2. November 2010

Haben russische Forscher das Tunguska-Rätsel gelöst?

Foto umgeknickter Bäume in der Tunguska-Region von 1927 | Copyright: Public Domain

Moskau/ Russland - Am 30. Juni 1908 ereignete sich über der sibirischen Tunguska-Region eine gewaltige Explosion, bei der auf einer Fläche von mehr als 2.000 Quadratkilometer geschätzte 60 Millionen Bäume wie Streichhölzer umgeknickt wurden. Seither rätseln Wissenschaftler und Forscher über die Natur dieser Katastrophe und führen von Meteoriten, Kometen, einer Atomexplosion, Schwarzen Löchern bis hin zum Absturz, bzw. vorzeitigen Selbstzerstörung eines außerirdischen Raumschiffs unterschiedlichste Erklärungstheorien zu Felde. Jetzt wollen russische Wissenschaftler das Geheimnis von Tunguska ein für allemal gelöst haben. Bislang hat die Meldung jedoch noch einen Schönheitsfehler.

Die russische "Pravda" (pravda.ru) zitiert einen russischen Wissenschaftler namens Vladimir Alexeev, der gemeinsam mit Forschern des sogenannten "Troisk Innovation and Nuclear Research Institute" (TRINITY) im vergangenen Sommer die Theorie eines Meteoriten vor Ort überprüfen und nach dessen Trümmern suchen wollte.

Anm. d. Redaktion: Bevor wir jedoch mit der Meldung fortfahren, möchten wir darauf hinweisen, dass es uns trotz intensiver Recherche nicht gelungen ist, weder den Inhalt der Pravda-Meldung noch den darin genannten Forscher (V. Alexeev, ein leider selbst in akademischen Kreisen relativ weit verbreiteter Name) eindeutig identifizieren bzw. bestätigen. Aus diesem Grund bitten wir unsere Leser darum, die folgenden Informationen (noch) mit Vorbehalt zu bewerten. Zumal die Seriosität der Informationsquelle aufgrund zahlreicher anderer reißerischer und rein spekulativer Inhalte unserer Meinung nach eher schwer einzuordnen ist. Wir werden natürlich umgehend berichten, sobald weitere Informationen vorliegen...

Laut "Pravda.ru" untersuchte das Team das vermeintliche Epizentrum der Explosion vor 102 Jahren mit einem Bodenradar (GPR), das es den Wissenschaftlern ermöglichte, bis in eine Tiefe von rund 100 Metern zu "blicken".

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Gezielt untersuchten die Forscher auch den sogenannten Suslov-Krater, der - gemeinsam mit zahlreichen weiteren, ähnlich geformten Löchern in der Region - bereits zuvor im Verdacht stand, meteoritischen Ursprungs zu sein und damit Aufschluss über die Ursache des Tunguska-Ereignisses zu geben. Die zitierten neuen Untersuchungsergebnisse bestätigten nun zumindest die Einschätzung, dass es sich hierbei um das Ergebnis eines Einschlags eines Himmelskörpers handelt.

Der Grund des schlotförmiges Lochs besteht demnach aus verschiedenen Schichten: Abgedeckt von einer jungen Permafrostschicht, fanden sich zahlreiche zerstörte Schichten und schlussendlich auch Trümmer des kosmischen Brockens. Erste Analysen der Bodenradardaten stützen jedoch die Ansicht, dass es sich hierbei nicht um Fragmente eines Meteoriten sondern um einen großen Eisbrocken handelt, der (wahrscheinlich) einst Teil eines Kometenkerns war.

Zudem sollen die Forscher Spuren einer "nichtirdischen Substanz" im Harz von Bäumen im vermeintlichen Epizentrum der damaligen Explosion gefunden haben. Diese Substanz sei kosmischem Staub sehr ähnlich, welcher wiederum Teil von Kometenkernen ist. Auch dieser Fund mache deutlich, dass in Tunguska also ein Komet die Erde getroffen habe.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / pravda.ru


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