Donnerstag, 2. Dezember 2010

Trümmer aus dem All könnten Kugelblitze erzeugen

Feuerkugel über Brisbane am 16. Mai 2006 | Copyright/Quelle: Queensland University of Technology, qut.edu.au

Brisbane/ Australien - Basierend auf seinen Untersuchungen von sogenannten Feuerkugeln, die im Mai 2006 den Himmel über dem südöstlichen Queensland erhellt hatten, glaubt ein australischer Physiker eine Erklärung für einen zeitgleich vor Ort beobachteten Kugelblitz gefunden zu haben. Zugleich glaubt er, mit seinem Modell auch zahlreiche angebliche UFO-Sichtungen erklären zu können.

In seiner Studie, die im Fachmagazin "Proceedings of the Royal Society A" erschienen ist, erläutert Dr. Stepehen Hughes von der "Queensland University of Technology" (QUT), zunächst, dass es sich bei den mindestens drei Feuerkugeln um Fragmente des erdnahen Kometen "73P/Schwassmann-Wachmann 3" gehandelt habe, der die Erde am 16. Mai 2006 passierte.

"Feuerkugeln können ionisierte leitende Pfade erzeugen und im Prinzip auch Elektrizität in Höhen zwischen 80 und 20 Kilometern leiten können. Es ist möglich, dass sie einen leitenden Pfad bis zur Erde erzeugen, wie er solange sichtbar wäre, bis er auf die Oberfläche trifft und hier eine Kugelform annehmen würde, wenn die Ladung vom Boden zurück fließt", erläutert Hughes. "Sollte dieser Vorgang zutreffen und Meteore flüchtige Verbindungen zwischen dem Boden und der Ionosphäre erzeugen, so könnte dies auch zahlreiche UFO-Sichtungen erklären."

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Bei den beobachteten grünen Feuerkugeln handele es sich um Gesteinsmeteore von mindestens einem Kilogramm Gewicht, deren grünes Aufleuchten entsteht, wenn Sauerstoffatome bei Eintritt in die Erdatmosphäre ionisiert werden.

"Neben diesen astronomischen Erscheinungen hoch am Himmel, gab es aber auch eine Sichtung einer merkwürdigen, grünleuchtenden Kugel von etwa 30 Zentimetern Durchmesser, die dabei beobachtet wurde, wie sie kurz nach dem Vorbeiflug der Feuerkugeln sanft die Hügel der 'Great Dividing Range' (einem Höhenrücken rund 120 Kilometer westlich von Brisbane) herunterrollte", so Hughes. Eine Untersuchung der Gegend habe keinerlei ungewöhnliche Merkmale aufgezeigt. Dass es sich also bei der Erscheinung um ein direktes Fragment des Kometen gehandelt haben könnte, schießt der Forscher auch aus diesem Grund aus.

"Kugelblitze sind sehr seltene Ereignisse, aber über die Jahre haben sich zahlreiche Berichte darüber angehäuft und es wurden ebenso viele Erklärungsversuche vorgelegt: Von Mini-Tornados, über brennenden Siliziumstaub, elektrische Knoten bis hin zu Mini-Schwarzen Löchern", kommentiert der Physiker.

Zumindest für den im Zusammenhang mit den Feuerkugeln beobachteten Kugelblitz in der "Great Dividing Range" glaubt Hughes also in der flüchtigen elektrischen Verbindung zwischen der Erdoberfläche in der Ionosphäre (der Atmosphärenschicht zwischen 80 und 600 Kilometern Höhe) gefunden zu haben.

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