Montag, 1. Februar 2010

Jungbrunnen Stammzellenforschung: Forscher belegen Vampirmythos

"Der Jungbrunnen", Gemälde von Lucas Cranach d. Ä | Copyright: Public Domain

Cambridge/ USA - Die Vorstellung, durch junges Blut sich selbst verjüngen zu können oder gar ewige Jugend zu erlangen, ist ein allbekanntes Motiv des Vampirglaubens. Jetzt haben Stammzellenforscher im Experiment mit Mäusen die medizinische Entsprechung für den Aberglauben entdeckt - wenn auch nur im übertragenen Sinn. Ihre Entdeckung könnte tatsächlich dazu führen, den Alterungsprozess zu verlangsamen.

Bekanntestes Beispiel für den Vampirmythos ist der Fall der sogenannten ungarischen "Blutgräfin" Erzsébet Báthory (Elisabeth Bathory, 1560-1614), die nach dem Tod ihres Ehemannes im Blut von mehr als sechshundert jungfräulichen Dienstmädchen gebadet haben soll, um sich so jung zu halten - eine Unterstellung, die ihr zwar nie nachgewiesen wurde, aber dennoch maßgeblich zur Entstehung des Vampirmythos in Osteuropa beitrug.

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Wissenschaftlern des "Harvard Stem Cell Institute" am "Joslin Diabetes Center" ist es nun gelungen, ältere Mäuse tatsächlich zu "verjüngen", in dem sie die Tiere mit Blut von jüngeren Mäusen behandelten. Mit bestimmten Faktoren aus dem Blut von jungen Mäusen brachten die Forscher alte Stammzellen im Blut der Mäuse dazu, sich wie junge Stammzellen zu verhalten. Zusätzlich erschien das Gewebe der Mäuse nach der Behandlung auffallend "jünger", so die Forscher. Im Gegensatz zum Vampirmythos hat das Trinken oder Baden in jüngerem Blut auf diesen Prozess jedoch keine Wirkung.

Die Entdeckung erlaube neue Einsichten in den Alterungsprozess blutbildender Systeme und weise neue Wege in der Behandlung altersbedingter Erkrankungen. Ihre Ergebnisse haben die Forscher im Fachjournal "Nature" veröffentlicht.

"Das Erstaunliche an der Entdeckung ist, dass altersbedingte Veränderungen in den Stammzellen umkehrbar sind und das durch Signale, wie sie vom Blut selbst transportiert werden. Das bedeutet, dass das Blutsystem selbst einen potentiellen therapeutischen Weg für die Behandlung altersbedingter Funktionsstörungen beinhaltet", so Amy J. Wagers von der Harvard-Fakultät für Stammzellenforschung und regenerative Biologie.

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / hsci.harvard.edu / joslin.org


Schneeringe auch in Sachsen-Anhalt

Schneeringe in einem schneebedeckten Feld in Sachsen-Anhalt | Copyright: Olaf Parnieske

Zäckwar/ Deutschland - Schon mehrfach haben wir über das kuriose Naturphänomen der sogenannten "Schnee-Ringe" berichtet, wie es vornehmlich in Skandinavien, Nordamerika und den Alpenregionen bekannt sind. Jetzt wurden die "Snow-Rollers" auch in Sachsen-Anhalt entdeckt.

UPDATE vom 02. Februar 2010 (s. unten)

Wie "grenzwissenschaft-aktuell.de"-Leser Olaf Parnieske berichtet, entdeckte er die Schnee-Ringe am 29. Januar 2010 gegen 20 Uhr im Burgenlandkreis, Gemeinde Lanitz. Die Aufnahmen selbst stammen vom Nachmittag danach (30.01.2010).

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Aufgrund früherer Beobachtungen kann Herr Parnieske die Entstehungsdauer der Schneering auf rund fünf Stunden begrenzen und fügt hinzu: "Das Komische an der Sache ist, dass durch den Wind nur die Ringe entstanden sind und keine sonstigen Verwehungen oder andere typische durch Schneetreiben verursachte Aufhäufungen in der direkten Umgebung zu finden waren."


Bei den auch als Schnee-Doughnuts bekannten Erscheinungen handelt es sich normalerweise lediglich um solide Schneewalzen. Die Art und Weise ihrer Entstehung kann sich jeder ableiten, der schon einmal einen Schneemann gebaut hat. Die größten bislang dokumentierten "Snow Rollers“ hatten Durchmesser von bis zu 60 Zentimeter mit Löchern von rund 16 Zentimetern. Doch wie entstehen die kreisrunden Löcher in den normalerweise ebenfalls kreisrunden Schneewalzen?

Angesichts von Schnow-Rollern, die 2007 im North-Cascades-Nationalpark, im zwischen Amerika und Kanada entdeckt wurden (...wir berichteten), erläuterte der Lawinenexperten Mike Stanford vom "Washington State Department of Transport", dass der Bildungsprozess meist mit Schneeklumpen beginne, die von Baumwipfeln und oder Felsüberhängen rollen und auf diesem Weg nach dem Schneeballprinzip weitere Schneemengen aufrollen. Unter ganz bestimmten Umständen führen dann wohl die wirkenden zentrifugalen Kräfte dazu, dass sich der Kern nicht wie gewöhnlich mehr und mehr verdichtet, sondern sich das markante Loch bildet.

Laut Stephen Davenport von der englischen "Meteo Group“ zeigten Untersuchungen an "Snow Rollers" in Illinois durch den "National Weather Service", dass die Gebilde auch durch starke Winde im Flachland entstehen können. Dieser Vorgang treibt die Schneewalzen so lange übers Land, bis diese zu schwer werden, um vom Wind bewegt werden können.

UPDATE vom 02. Februar 2010
Schneeringe auch in Thüringen
Nach unserer Meldung über die Schnee-Roller in Sachsen-Anhalt hat uns "grenzwissenschaft-aktuell.de"-Leserin Sandra Hädrich Fotos ihrer Entdeckung auf einem Schneefeld bei Escherode in der Gemeinde Niedertrebra im Kreis Weimarer Land in Thüringen zugemailt. Auch sie geht davon aus, dass die Rollen über Nacht entstanden sind. Entdeckt hat sie das kuriose Naturphänomen am 30. Januar 2010.

Copyright: Sandra Hädrich

+ + + WEITRE MELDUNGEN ZUM THEMA + + +
Erneut Schnee-Ringe dokumentiert
28. Januar 2009

Kurioses Naturphänomen: Ringe aus Schnee
8. Januar 2008

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de
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