Samstag, 1. Mai 2010

Mini-Magnetfeld des Mondes entdeckt

Heller Mondoberfläche in der Mondregion Reiner Gamma im Oceanus Procellarum | Copyright: NASA

Kiruna/ Schweden - Forscher des "Schwedischen Intituts für Weltraumphysik" (Institutet för rymdfysik, IRF) haben ein minimales Magnetfeld auf der Oberfläche des Mondes entdeckt. Bislang ging die Wissenschaft davon aus, dass der Mond über keine Magnetosphäre mehr verfüge. Dieses Magnetfeld könnte ausreichen, um zukünftigen Mondmissionen Schutz vor dem schädlichen Sonnenwind zu bieten.

Wie die Forscher um Martin Wieser im Fachjournal "Geophysical Research Letters" berichten, entdeckten sie die Mini-Magnetosphäre des Erdtrabanten durch Messungen von energiereichen neutralen Atomen mit dem schwedischen Satelliten-Instrument SARA (Sub-keV Atom Reflecting Analyzer) an Bord der indischen Raumsonde Chandrayaan-1.

Die 360 Kilometer durchmessende Region könnte zukünftig als Standort für eine Mondstation dienen, da Mondastronauten auch Schutz vor den gesundheits- und technologiegefährdenden Auswirkungen des hochenergetischen Sonnenwindes finden müssen.

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"Man kann sich dieses Magnetfeld in etwa wie einen kleinen Sonnenschirm vorstellen", erläutert Wieser, "der gegen eine bestimmte Reihe von Auswirkungen des Weltraumwetters schützen kann."

Titelbild der Ausgabe 37 der " Geophysical Research Letters": Messergebnisse des schwedischen SARA-Instruments belegen die Mini-Magnetosphäre auf dem Mond

Im Vergleich zum Magnetfeld, dass die Erde vollständig umgibt, ist das nun entdeckte Magnetfeld des Mondes jedoch sehr schwach. Die Forscher entdeckten die Mini-Magnetosphäre aufgrund der geringeren Anzahl von Wasserstoffatomen, die von der Oberfläche des Erdtrabanten gestreut wurden. Normalerweise streut der Sonnewind, wenn er auf die nicht durch eine Atmosphäre geschützte Oberfläche des Mondes trifft, Wasserstoffatome zurück in All. Überall dort, wo ersichtlich weniger dieser Atome nachzuweisen sind als an anderen Orten, wird die Mondoberfläche wahrscheinlich von einen magnetischen Feld abgeschirmt.

Innerhalb der so geschützten Zone ist zudem auch der die Oberfläche bedeckende Mondstaub heller als in sonstigen Regionen. Die Forscher führen diesen Umstand auf Verwitterungsprozesse zurück, wie sie ebenfalls durch den seit Ewigkeiten auf den Mond einwirkenden Sonnenwind hervorgerufen wurden.

Was das lunare Magnetfeld jedoch erzeugt, ist immer noch ungewiss. Einige Forscher vergleichen seine Stärke mit den heutigen Resten des Magnetfeldes des Mars. Allerdings, so erläutert Jasper Halekas vom "Space Science Laboratory" an der "University of California" in Berkeley die aktuellen Ergebnisse, handele es sich bei der Magnetosphäre des Mars um die Reste eines einst globalen und stärkeren Magnetfeldes, das vom Kern des Planeten erzeugt wurde. "Ein derart geschmolzener Dynamo im Innern des Mondes ist indes eher unwahrscheinlich – kann aber auch nicht gänzlich ausgeschlossen werden."

Eine andere Möglichkeit, so berichtet "discovery.com", wäre, dass das Magnetfeld des Mondes von großen Einschlägen auf der genau gegenüberliegenden Mondseite erzeugt wurde. Wie genau dies vor sich gehen könnte, darüber sind sich die Mondforscher immer noch unklar, "allerdings scheint es einen Zusammenhang zwischen großen Einschlagskratern und magnetischen Anomalien auf dem Mond zu geben", so Wieser.

Während das Magnetfeld eine zukünftige Mondbasis zwar vor den Auswirkungen des Sonnenwindes schützen könnte, führt dieses zugleich jedoch möglicherweise auch dazu, dass die so abgeschirmte Region zu den trockensten Gebieten auf dem Erdtrabanten zählt, was wiederum die Nutzung von Mondwasser als Lebensmittel und Energiequelle erschweren würde. Der Grund für diese Annahme liegt in einer Theorie, die das Vorhandensein von Wasser gebunden im Mondboden (...wir berichteten) zu erklären versucht. Diese geht davon aus, dass das Mondwasser durch die Interaktion von Protonen des Sonnenwinds mit der Mondoberfläche entsteht, wenn sich im Mondboden Wasserstoffatome bilden. Geschützt durch das Magnetfeld währe auch dieser Vorgang minimiert oder gar nahezu ausgeschlossen.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / rf.se / news.discovery.com

Forscher untersuchen irdischen Mars-Tümpel

Der Don Juan Tümpel in der Antarktis | Copyright: University of Georgia

Athens/ USA - In dem sogenannten Don-Juan-Tümpel in der Antarktis haben Wissenschaftler einen chemischen Prozess nachgewiesen, bei dem Distickstoffmonoxid, also Lachgas, entsteht, ohne dass hierfür Mikroben verantwortlich sind. Normalerweise entsteht Lachgas in der Natur jedoch nur auf diese Weise. Die Erkenntnis, dass das Gas jedoch auch in Abwesenheit jeglichen Lebens auf natürliche Weise entstehen kann, hat auch Auswirkungen für die Klimaforschung und die Suche nach außerirdischem Leben - gleicht der Tümpel doch wahrscheinlich Wasserpfützen im Marsboden.

Der Don Juan befindet sich in einem der seit Millionen von Jahren eisfreien antarktischen Trockentäler (Dry Valleys). Sein heute auf einer Fläche von 1000 x 400 Meter verteiltes knöcheltiefes Wasser ist 18 Mal salzhaltiger als Meerwasser. Aus diesem Grund gefriert der Tümpel selbst bei den vorherrschenden Temperaturen von bis zu minus 40 Grad auch nie ein.

Als der Tümpel 1961 entdeckt wurde, fanden Polarforscher in seinem Wasser dennoch Bakterien und Mikroalgen. Um diese ökologische Nische zu untersuchen und nach mikrobiologischen und biochemischen Nachweismethoden für Leben unter Extrembedingungen zu suchen, untersuchten Forscher um Samantha Joye "Franklin College of Arts and Sciences" an der "University of Georgia" den Tümpel und stießen dabei auf eine Überraschung: "Der Boden und die Lauge des Don Juan, aber auch die den Tümpel umgebenden Gesteinsarten, ähneln jenen, wie sie auch schon auf dem Mars entdeckt wurden. Damit handelt es sich hier um einen idealen Ort, um mikrobiologische Aktivität in extremen Umweltbedingungen zu erforschen", so Joye. Ihre Ergebnisse haben die Forscher in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins "Nature Geoscience" veröffentlicht.

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Weitere Untersuchungen mit sterilisierter Ausrüstung und in ebensolchen Anzügen, erbrachten jedoch keinerlei Hinweise auf Leben oder dessen Stoffwechselprodukte. Die Forscher vermuten, dass der seit seiner Entdeckung gesunkene Wasserspiegel des Don Juan und der damit einhergehende Anstieg des Salzgehalts, die noch 1961 vorgefundenen Organismen hat absterben lassen.

Doch obwohl keine Lebensformen mehr vorhanden waren, konnten die Forscher Distickstoffmonoxid nachweisen. Dieses entsteht neben zahlreichen anderen Produkten wie etwa Wasserstoff, offenbar durch eine Reihe von Reaktionen zwischen der Salzlauge des Tümpels und dem Gestein. "Während wir keine Biogase, wie etwa Wasserstoffsulfid oder Methan, nachweisen konnten, gab es aber eine hohe Konzentration von Lachgas, das ebenfalls normalerweise als Indikator für die Aktivität von Mikroben gilt", so Joye.

Auch für Klimaforscher könnte ein derart nichtbiologischer Prozess der Entstehung von Distickstoffmonoxid von Interesse sein, handelt es sich bei Lachgas doch um ein starkes Treibhausgas. Sollte Distickstoffmonoxid also auch an anderen Orten der Arktis auf diese Weise und möglicherweise sogar in größeren Mengen freigesetzt werden, so müssten etwa Modelle zur Klimaerwärmung in Folge von Treibhausgasen dieser Erkenntnis angepasst werden.

Auch für die Suche nach Leben auf fremden Himmelskörpern eröffnet sich durch die Entdeckung der Wissenschaftler im Don Juan ein neuer Ansatz - hat die Marssonde Phoenix an ihrer Landestelle doch auch auf dem Roten Planeten wahrscheinlich kleine Mengen flüssigen Wassers knapp unter der Oberfläche nachgewiesen. Zukünftige Missionen könnten mit verbesserten Sensoren ausgestattet werden, um weitere derartige Pfützen ausfindig zu machen und darin nach Spuren von einstigem oder sogar noch immer vorhandenem Leben zu suchen.

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Auch gewöhnliche Marsmineralien könnten Mikrofossilien erhalten haben
30. April 2010

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / uga.ed

Kalmücken-Präsident: "Ich war in einem UFO"

Kirsan Nikolajewitsch Iljumschinow | Copyright: GFHund / GNU FDL

Elista/ Kalmückien - In einer TV-Talkshow offenbarte das Oberhaupt der Republik Kalmückien, Kirsan Nikolajewitsch Iljumschinow, im Jahre 1997 an Bord eines außerirdischen Raumschiffs gewesen zu sein.

Wie der schillernde Politiker, der zugleich Präsident des Weltschachverbandes FIDE ist, in der Sendung berichtete, begann sein Kontakt zu den Außerirdischen an einem Samstag im September 1997 - schon damals berichtete auch die BBC davon.

Zugetragen habe sich alles in Moskau, kurz nachdem er sich in seiner dortigen Wohnung zum Schlafen hingelegt hatte. Plötzlich habe sich die Balkontür geöffnet und er sei - telepathisch - hinausgebeten worden. Hier habe eine halbtransparente Röhre vom Balkon direkt in ein wartendes Raumschiff geführt.

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Die in gelbe Raumanzüge gekleidete Besatzung des UFOs habe von ihm zunächst zwar Proben entnommen, ihm dann aber eine freundliche Führung durch das Innere ihres Schiffes gestattet. Auch hier sei mittels Gedankenübertragung kommuniziert worden.

Auf die Frage des Kalmücken-Chefs, warum sich die Besucher nicht öffentlich und im Fernsehen zeigen würden, antworteten diese, dass die Menschheit für einen solchen Schritt noch nicht bereit sei.

Abschließend unterstrich der Präsident, dass er selbst felsenfest daran glaube, dass sich das beschriebene Ereignis tatsächlich so zugetragen habe. Als Zeugen benannte er seinen Fahrer, einen Assistenten und einen weiteren Minister seiner Regierung, die ihn am nächsten Morgen vergeblich in seiner Wohnung suchten, hier jedoch nur seine Kleidung und sein Telefon gefunden hätten, während die Balkontür, im obersten Stock, offen gestanden sei.

Ganz plötzlich sei Iljumschinow dann nach einer halben Stunde, in der sich seine Mitarbeiter vergebens bemüht hatten, den Aufenthaltsort ihres Präsidenten ausfindig zu machen, aus dem Schlafzimmer gekommen und habe nach einem Rührei verlangt, zitiert "Russland-Aktuell" (aktuell.ru) den Politiker. Danach habe er von seinem "Traum" erzählt. Zumindest für die Anwesenden war schlussendlich die Einsicht, dass Iljumschinow wieder aus dem UFO zurückgekehrt sei, die "logischste" Erklärung.

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / aktuell.ru
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