Der salzige Mono Lake | Copyright: Mila Zinkova/ GNU FDLWashington/ USA - Nach der Ankündigung einer wichtigen "astrobiologischen Entdeckung" durch die NASA, deren Hintergründe auf einer Pressekonferenz heute Abend bekannt gegeben werden sollten (...wir berichteten), wurde weltweit hitzig darüber diskutiert, um was für eine Entdeckung es sich handeln könnte. Britische Medien behaupten nun, dass die Forscher über die Entdeckung von bislang unbekannten Lebensformen in einem alkalischen Salzsee berichten werden, wie es die Wahrscheinlichkeit, dass es auch in nach bisherigen Standards unwirtlichen Welten inner- und außerhalb unseres Sonnensystems Leben geben könnte.
Bei den mikrobiologischen Lebensformen handele es sich um eine gänzlich neue und bislang unbekannte Form von Leben auf der Erde. Leben, wie es bislang nicht für möglich gehalten wurde, berichtet u.a. die britische "The Sun" und beruft sich dabei auf die an der heutigen Pressekonferenz teilnehmende Astrobiologin Dr. Felisa Wolfe-Simon. Seit dem Frühjahr suchte die Wissenschaftlerin im Mono Lake nach unbekannten Lebensformen und wurde offenbar fündig (...wir berichteten).
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Der Mono Lake (s. Abb.), ein alkalischer Salzsee im kalifornischen Yosemite-Nationalpark, weist eine der weltweit höchsten Salzkonzentrationen auf. Obwohl seine Ufer ein komplexes Ökosystem aufweisen, galt sein Wasser galt bislang als absolut lebensfeindlich.
Aus dem Nachweis von Leben im Mono Lake ergeben sich dramatische Schlussfolgerungen und Konsequenzen nicht nur für Leben auf der Erde, sondern auch für Leben auf anderen Himmelskörpern im Sonnensystem, die bislang als lebensfeindlich galten.
Genauere Informationen und weitere Hintergründe werden au der heutigen Pressekonferenz bekannt gegeben (...wir berichteten). Wir werden natürlich umgehend berichten...
Allerdings: Schon 2008 hatten Forscher im den Boden des Mono Lake bedeckenden bunt schillernden Biofilm Purpur- und Cyanobakterien entdeckt, die eine bislang unbekannte Form der Photosynthese mit Hilfe von Arsen verwenden: Alleine durch die Zugabe von Arsen gedeihen diese auch ohne Licht und mit Licht Arsen-III-Verindungen zu Arsen-V oxidierten. Bislang waren lediglich Arsen-V-produzierende Bakterien bekannt, die zu diesem Vorgang Sauerstoff benötigten. In den Quellen und warmen Tümpeln des Mono Lakes ist dieser jedoch nicht vorhanden. Somit muss die Geschichte dieser Art des Stoffwechsels neu geschrieben werden (..wir berichteten).
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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / telegraph.co.uk / thesun.co.uk


