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Samstag, 4. Dezember 2010

WikiLeaks: Julian Assange kündigt Hinweise auf UFOs in den noch zu veröffentlichenden Cablegate-Dokumenten an

Kollage: WikiLeaks-Gründer Julian Assange | Copyright: WikiLeaks, wikileaks.ch / http://213.251.145.96

London/ England - Gegenüber der britischen Tageszeitung "The Guardian" hat der ebenso gefeierte wie kritisierte und umstrittene Gründer der Internet-Nachrichten-Plattform "WikiLeaks" Leserfragen beantwortet und erklärt, untere anderem seien in den noch zu veröffentlichenden Dokumenten der eigentlich geheimen Diplomaten-Depeschen der US-Regierung auch Hinwiese auf UFOs zu finden.


Auf die Frage, ob er jemals Dokumente angeboten bekommen habe, die sich auf UFOs oder Außerirdische beziehen, belächelt Assange zunächst die "Weirdos", also "merkwürdigen Typen", die ihm gegenüber immer wieder erklären, die hätten Beweise für UFOs gefunden.
"Bislang hat jedoch keine dieser Informationen unseren Anforderungen zur Veröffentlichung entsprochen." Diese fordern, dass entsprechende Dokumente nicht aus der eigenen Feder der Übermittler stammen und aus Originalmaterial (von Behörden und Regierungsstellen) bestehen müssen.

"Dennoch", so fügt Assange hinzu, "ist es sicherlich Wert zu erwähnen, dass sich in einigen Teilen der noch zu veröffentlichenden Cable-Gate-Archiven auch Verweise auf UFOs finden."

Welcher Art diese "Hinweise" sind und wann diese Dokumente veröffentlicht werden, geht aus dem Interview nicht hervor.


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- Die Vollständigen Antworten von Assange auf die Guardian-Leserfragen finden Sie HIER

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / guardian.co.uk

Studie belegt erstmals: Lesenlernen verändert das Gehirn

Archiv: Lesendes Mädchen, Gemälde von Charles Edward Perugini | Copyright: Public Domain

Paris/ Frankreich - Zum ersten Mal ist es einem internationalem Forscherteam gelungen nachweisen, dass Lesenlernen das Gehirn verändert. Die Ergebnisse belegen den massiven Einfluss von Bildung auf das menschliche Gehirn, insbesondere den visuellen Kortex und den für Sprache zuständigen Bereich.

Wie das Team unter Stanislas Dehaene vom "Collège de France" und Laurent Cohen von der "Université Pierre et Marie Curie" im der Fachzeitschrift "Science" berichten, haben sie im Rahmen ihrer Studie mit Hilfe der funktionellen Magnetresonanztomografie (fMRT) die Gehirntätigkeit von mehr oder weniger alphabetisierten Erwachsenen gemessen, während sie verschiedenen Stimuli ausgesetzt waren: gelesene oder geschriebene Sätze, gelesene Wörter, Gesichter, Häuser, Objekte, etc.

Die Daten gewannen die Forscher mit Hilfe von 63 Probanden, von denen 10 Analphabeten waren, 22 im Erwachsenenalter das Lesen erlernt hatten und 31 eine ganz normale Schulbildung durchlaufen haben. Die Studie wurde gleichzeitig in Portugal und Brasilien durchgeführt. Bis vor einigen Jahrzehnten kam es in diesen Ländern noch häufig vor, dass Kinder aufgrund ihres sozialen Status nicht die Schule besuchen konnten.

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Das Ergebnis: Wurden den Probanden geschriebene Sätze vorgelegt, zeigten die Lesekundigen im Gegensatz zu den Analphabeten eine erhöhte Aktivität mehrerer Gehirnregionen. Die betreffenden Areale sind für die Verarbeitung visueller und sprachlicher Informationen zuständig.

Die visuellen Areale, die bei den Lesekundigen die geschriebenen Worte dekodieren, haben bei den Analphabeten eine ähnliche Funktion: die visuelle Erkennung von Objekten und Gesichtern.

Der visuelle Kortex organisiert sich teilweise neu, wobei die Worterkennung in Konkurrenz zu anderen Leistungen des visuellen Kortex - der Gesichter- und Objekt-Erkennung - tritt. Gehirne besonders flüssig Lesender brauchen für die Gesichtserkennung nur einen geringen Aufwand.

Die meisten Auswirkungen des Lesenlernens auf den Kortex fanden die Forscher bei den Probanden, die eine ganz normale Schulbildung durchlaufen haben, die gleichen wie bei den Probanden, die erst als Erwachsene das Lesen erlernt haben. Das Gehirn ist also plastisch genug, dass auch das Lesenlernen im Erwachsenenalter noch zu ähnlichen Ergebnissen führt wie in der gewöhnlichen Schulzeit.

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Quellen: cea.fr / grenzwissenschaft-aktuell.de / diplomatie.gouv.fr

Forscher: Marsmeteorit ALH84001 ist kein Beweis für außerirdisches Leben

Der Mars-Meteorit Allan Hills (ALH) 84001 | Copyright: NASA

San Diego/ USA - Im Streit um de Beweiskraft mikroskopischer Strukturen in dem Marsmeteoriten mit der Bezeichnung "ALH84001" als Beleg für einstiges mikrobiologisches Leben auf dem Roten Planeten, haben US-Forscher nun eine einfache rein chemische Erklärung für die angeblichen Marsmikroben gefunden. Bestätigt sich die Arbeit der Forscher, könnten die Strukturen im Marsmeteoriten nicht länger als Beweis für außerirdisches Leben betrachtet werden.

Kugelförmige Karbonateinschlüsse in einer kettenartigen Anordnung, wie sie im Innern des Meteoriten gefunden wurden, galten trotz kontroverser Diskussionen (...wir berichteten, s. Links) vielen Forschern als Beweis für einstiges mikrobiologisches Leben auf dem Mars.

In ihrer im Fachmagazin "Proceedings of the National Academy of Sciences" veröffentlichten Studie ist es Chemikern um Robina Shaheen an der "University of California at San Diego" nun jedoch gelungen, derartige Strukturen auf der Erde nachzuweisen, ohne, dass an deren Entstehungsprozess biologische Organismen beteiligt sind. "Was auf der Erde möglich ist", so die Forscher, "könnte sich auch auf dem Mars ereignen".

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Die Vorlage für die Experimente, die Karbonatstrukturen in "ALH84001", besitzen einen ungewöhnlich hohen Anteil an Sauerstoff-17 (Ein Sauerstoffatom besitzt 8 Protonen und für gewöhnlich 8 Neutronen; Sauerstoff-17 verfügt hingegen über 9) Ähnliche Verhältnisse entdeckten die Forscher nun jedoch auch in Karbonaten in Staubpartikeln, Aerosolen und Schmutz auf der Erde.

Zeigt diese Struktur im Innern des Marsmeteoriten ALH 84001 die Hinterlassenschaften eines Mars-Bakteriums? | Copyright: NASA

Eine Erklärung hierfür sehen die Wissenschaftler in atmosphärischem Ozon, das mit sauerstoffreichen Mineralaerosolen in Staub und anderen Quellen Sauerstoffperoxyd und Karbonate mit der besagten Sauerstoff-Isotopen-Anomalie bildet.

Weitere Analysen zeigten dann, dass auch die Strukturen im Marsmeteoriten auf der Grundlage von Aerosolen in der Marsatmosphäre entstanden sein könnten. Tatsächlich hatte auch der NASA-Marsrover "Phoenix" in der staubigen Atmosphäre des Mars entsprechende Karbonatpartikel nachgewiesen. "Wir glauben deshalb, dass der gleiche Mechanismus auch auf dem Mars vor sich geht", so Shaheen. Doch auch wenn die Forscher glauben, dass die Strukturen in "ALH84001" also nicht biologischen Ursprungs sind, bedeute dies nicht, "dass Leben auf dem Mars unmöglich sein".

Der nun nachgewiesene chemische Vorgang könnte jedoch nicht nur neue Aufschlüsse über den einstigen und heutigen Mars erlauben, die Erkenntnisse seien auch auf die Erde übertragen und von Interesse, so der Planetenwissenschaftler Mark Thiemens. Es könnte notwendig werden, bisherige Modelle der chemischen Prozesse auf der Erde neu zu überdenken. So gehen bislang die meisten Wissenschaftler davon aus, dass die Vermischung großer Mengen von Gasen die Chemie der Atmosphäre antreibt. Besonders durch die zunehmende Erwärmung der Erde, werde auch die Atmosphäre staubiger, wodurch die beschriebene Aerosolchemie in Gang gesetzt werden könnte. "Die chemische Umwandlung von Aerosolen kann schon sehr viel früher zu Wolkenbildung führen als dies bislang bekannt war und das hätte großen Einfluss etwa auf den Wasserkreislauf und die Wahrscheinlichkeit von Regen", erläutert Shaheen gegenüber "Space.com".

Anhand der neuen Erkenntnisse könnten Forscher auch in der Vergangenheit der Erdatmosphäre und ihrer Sauerstoffanteile blicken, wenn beispielsweise geologisch altes Gestein oder Eisbohrkerne untersucht werden können.

"Mit der Entdeckung haben wir einen neuen Weg gefunden, die Erdatmosphäre zu Zeiten zu analysieren, wie dies uns bislang nicht möglich war", erläutert Thiemens. "Was passierte mit den Ozon- und Sauerstoffpegeln vor 65 Millionen Jahren als die Dinosaurier und zahlreiche andere Arten plötzlich ausstarben? Welche Arten starben zuerst? Verschwand die Nahrungskette vor den Dinosauriern? Was passierte vor 251 Millionen Jahren, als 85 Prozent des damaligen irdischen Lebens ausgelöscht wurde und bislang niemand genau weiß, warum? Es gibt keine Aufzeichnungen darüber, was damals in der Atmosphäre passiert ist. Wenn wir aber Informationen darüber finden, was mit dem Sauerstoff passiert ist, kann man Fragen wie diese beantworten."

Auch auf die Frage nach dem Ursprung komplexer Lebensformen könnten Urzeit-Karbonate neue Antworten erlauben: "Will man den Ursprung und die Evolution komplexen Lebens verstehen, so spielt Sauerstoff hierfür eine wichtige Rolle", so Thiemens. Besonders die Zeit vor rund 500 Millionen Jahren, als die Erde vollständig eingefroren war, und es außer Algen und Bakterien noch keine höheren Lebensformen gab, sei vor diesem Hintergrund interessant: Danach begann die Entwicklung des Lebens und alles war (und ist) von Sauerstoff abhängig. Was damals jedoch tatsächlich passierte, ist bis heute noch unbekannt.


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