Nanoröhren in extremer Vergrößerung (Illu.) | Copyright: NASAGreenbelt/ USA - Wissenschaftler der NASA haben ein neues Material entwickelt, das schwärzer als schwarz ist und mit dem zukünftig wissenschaftliche Messungen durchgeführt werden, durch welche bislang kaum sichtbare astronomische Objekte wie beispielsweise lichtschwache erdgroße Planeten, die ferne Sterne umkreisen, sichtbar gemacht werden können. Mit Hilfe des neuen Nanomaterials könnten bald also auch Astrobiologen die Suche nach bewohnbareren Exoplaneten verfeinern.
Wie die Ingenieure und Forscher vom "Goddard Space Flight Center" der NASA berichten, handelt es sich um mehrfach beschichtete Nanoröhren aus Kohlenstoff deren Durchmesser 10.000 Mal dünner ist als ein menschliches Haar. Zwar gibt es für derartige Materialien aufgrund ihrer elektrischen Eigenschaften und großer Belastbarkeit eine Vielzahl von Anwendungen, die NASA-Wissenschaftler wollen das neue Material jedoch hauptsächlich wegen seiner das Streulicht unterdrückenden Eigenschaften nutzen - absorbiert das Material doch 99,5 Prozent von Licht, welches auf es auftrifft. Dieser Umstand ist auch der Grund dafür, weswegen das menschliche Auge das Material als pechschwarz wahrnimmt, da nur noch geringste Teile des Lichts reflektiert werden.
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Vergleichs-Simulation: Astronomische Abbildung einer Galaxie mit der bisherigen Farbe (l.) und unter Anwendung des neues Materials (r.) | Quelle: NASAMit dieser Absorptionsrate übertreffen die Nanoröhren bisherige Farbmaterialien, die bei der NASA für technische Geräte zum Einsatz kommen. Zudem ist das Material robust genug, um auch für Anwendungen im Weltraum eingesetzt zu werden. Es kann also in idealer Weise in zukünftigen Teleskopen und Observatorien genutzt werden, wenn es darum geht, lichtschwache erdgroße Exoplaneten zu entdecken, auf welchen dann auch Leben existieren könnte. Auch zur Beobachtung ferner Galaxien kann das Material zur um 40 Prozent verbesserten Kontrastdarstellung verwendet werden, da Streulicht im Innern der optischen Instrumente selbst absorbiert werden kann.
Quellen. grenzwissenschaft-aktuell.de / nasa.gov




