https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de


Freitag, 10. Dezember 2010

Kirche erkennt erste und bislang einzige Marienerscheinung in den USA an

Schwester Adele Brise (r.), 1831-1896 | Copyright/Quelle: shrineofourladyofgoodhelp.com

Champion/ USA - Im Namen der katholischen Kirche hat der US-Bischof David Ricken nun offiziell die Marienerscheinungen von Champion im US-Bundesstaat Wisconsin aus dem Jahre 1859 als erste und bislang einzige Marienerscheinung in den USA als solche anerkannt.

Ein Jahr und acht Monate nach der ersten Marienerscheinung von Lourdes, soll am 9. Oktober 1859 der in Belgien geborenen Nonne Adele Brice in Champion im ländlichen Brown County im US-Bundesstaat Wisconsin die Jungfrau Maria in einem Baum erschienen sei. Hierbei soll es sich um die erste von insgesamt drei Erscheinungen gehandelt haben.

Wie Ricken auf einer Messe an dem vor Ort Errichteten "Shrine of Our Lady of Good Help" erklärte, erkenne die katholische Kirche die Erscheinungen und Botschaften gegenüber Schwester Adele im Oktober 1859 "als von übernatürlichem Charakter an" und erklärte, die Ereignisse seien es Wert, von gläubigen Christen verehrt zu werden.

www.grenzwissenschaft-aktuell.de
+ + + HIER können Sie unseren täglichen Newsletter bestellen + + +

Wie die einäugige Nonne nach den Erscheinungen gegenüber einer Ordensschwester berichtete, habe die in einem strahlenden Weiß gewandete Erscheinung erklärt, sie sei die "Königin der Himmel und bete für Bekehrung der Sünder". Von Adele erwarte die dasselbe. Zugleich solle sie um sich herum die Kinder versammeln und ihnen alles Nötige beibringen, was sie für ihre Erlösung wissen müssen. In der Folge tat Brise, wie ihr von der Erscheinung aufgetragen wurde, gründete eine katholische Schule und ein Kloster der "Third Order Franciscan Women" in Champion.

Schon kurz nach Bekanntwerden der Marienerscheinungen begannen erste Pilger zum in Champion errichteten Heiligenschrein zu reisen, an dem es seither zu zahlreichen Wunderheilungen gekommen sein soll. Auch der Umstand, dass das Anwesen rund um den Schrein von einem die sonstigen Umgebung zerstörenden Großfeuer im Jahre 1871 verschont wurde, trug zur bis heute andauernden Anziehungskraft des Ortes besonders für US-amerikanische Pilger bei.

WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA
Tausende Zeugen: Allnächtliche Marien-Lichterscheinung in Kairo
28. Dezember 2009
Erneut Wunderheilung in Lourdes
28. August 2009
Physiker: "Gnadenbild der 'Lieben Frau von Guadalupe' ist wissenschaftlich nicht erklärbar"
14. August 2009
Marienerscheinung in Burundi zieht Pilgerscharen an
4. Februar 2010
Papst Pius XII. beobachtete Sonnenwunder
12. November 2008
Vor 90 Jahren: Die erste Marienescheinung in Fatima
14. Mai 2007

Kontroverse im Vatikan: "Marienwunder von Medjugorje" Himmels- oder Teufelswerk?
12. Juni 2008

Vatikan erkennt Marienerscheinung zu Laus an
8. Mai 2008


Bücher zum Thema:

- - -

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / shrineofourladyofgoodhelp.com

Astronomen entdecken Exoplaneten, den es eigentlich nicht geben sollte

Die direkte Abbildung der vier Planeten ("b" bis "e") um den Stern "HR 8799" | Copyright: NRC-HIA, C. Marois & Keck Observatory

Victoria/ Kanada - Im Planetensystem um den fernen Stern "HR 8799", in dem bislang bereits drei Planeten waren und direkt abgebildet werden konnten, hat ein Team internationaler Astronomen einen weiteren, vierten Planeten entdeckt. Wie schon die drei bislang bekannten Planeten um den Stern, so besitzt auch der neu entdeckte Himmelskörper das bis zu Zehnfache der Masse des Jupiters, wodurch sich das Planetensystem nicht mit bisherigen theoretischen Entstehungsmodellen in Einklang bringen lässt.

Wie die bislang bekannten drei Planeten um "HR 8799" (...wir berichteten: 1, 2), so kann auch der nun entdeckte vierte Planet "HR 8799e" direkt beobachtet werden. Sein Zentralgestirn befindet sich rund 128 Lichtjahre von der Erde entfernt und ist aufgrund seiner hohen Leuchtkraft von dieser aus selbst mit bloßem Auge am Nachthimmel zu erkennen.

Wie die Astronomen um Dr. Christian Marois vom "Herzberg Institute of Astrophysics" "National Research Council Canada" (NRC) im Fachjournal "Nature" berichten, besitzen alle vier Planeten in etwa die gleiche Größe und eine Masse vom Fünf- bis Zehnfachen der Masse des Jupiters, dem größten Planeten im Sonnensystem. Der neu entdeckte vierte Planet umkreist seinen Stern jedoch dichter als alle bislang bekannten Planeten des Systems. In unser Sonnensystem übertragen würde "HR 8799e" die Sonne zwischen den Umlaufbahnen des Saturn und des Uranus umkreisen.

www.grenzwissenschaft-aktuell.de
+ + + HIER können Sie unseren täglichen Newsletter bestellen + + +

"Schon 2008 haben wir mit der Entdeckung des Planetensystems um 'HR 8799' einen astronomischen Meilenstein erreicht", so Marois. "Die Aufnahmen dieses neuen und innersten Planeten sind der Höhepunkt von zehn Jahren der immer weiter optimierter Beobachtungen und Analysen. Verglichen mit bisherigen Methoden sind wir nun in der Lage, auch Planeten zu entdecken, die immer dichter um ihren Stern platziert und zugleich immer weiter von unserem eigenen Sonnensystem entfernt sind."

Mit der Entdeckung des neuen Planeten bestärkt sich die bisherige Vermutung, dass es sich bei dem Planetensystem um "HR 8799" um ein System handeln könnte, dass dem Sonnensystem grundsätzlich sehr ähnlich ist. Es handelt sich sozusagen um eine Maxiversion des Sonnensystems. "Neben vier bekannten Gasriesen, beinhalten beide Systeme zwei Trümmergürtel, die aus kleinen Fels- und Eispartikeln und einer Menge kleinster Staubpartikel bestehen", erläutert der ebenfalls an der Entdeckung beteiligte Astrophysiker Ben Zuckerman von der "University of California Los Angeles" (UCLA). Die Masse im "HR 8799"-System ist jedoch deutlich größer als im Sonnensystem. Alleine die zusammengenommene Masse der vier Gasriesen, liegt wahrscheinlich um das Zwanzigfache höher als die der entsprechenden Planeten des Sonnensystems.

Die Kräfte der vier Gasriesen ziehen vermutlich sehr stark aneinander, weswegen derzeit noch nicht gesagt werden könne, ob dieses System auch mehrere Milliarden Jahre lang existieren kann oder schon nach einigen Millionen Jahren auseinanderfällt. Erst langwierige Beobachtungen der Planetenbahnen innerhalb der kommenden Jahre, werden diese Frage beantworten können.

An animation demonstrating plausible orbits of the HR 8799 planets through one complete period (~465 years) of HR 8799b, the outermost planet.  For each orbit of HR 8799b, HR 8799c and HR 8799d will orbit twice, and HR 8799e will orbit four times.
Animation der möglichen Umlaufbahnen der Planten um "HR 8799". Der äußerste Planet "HR 8799b" benötigt rund 465 Jahre für die Umrundung seines Zentralgestirns | Copyright: LLNL & Q. M. Konopacky

Derweil rätseln die Astronomen jedoch über die Frage, woher die vier Planeten stammen. Zumindest ist keines der bisherigen Planetenentstehungsmodelle in der Lage, ihre Existenz bzw. Positionen zu erklären. Alle vier Planeten scheinen in etwa gleich alt und aus demselben Material zu bestehen. Besonders der innerste Planet umkreist seinen Stern zu weit innen, als dass er aus einem gravitativen Kollaps der protoplanetaren Gas- und Staubscheibe um seinen damals noch jungen Stern entstanden sein könnte. Die Positionen der drei anderen Gasriesen liegen hingegen zu weit draußen, als dass sie langsam aus ursprünglich kleineren Planetenkernen durch die Anziehung von Gasen aus ihrer Umgebung angewachsen sein könnten. Alle vier Planeten sind zudem zu massereich, um zunächst in vorherberechenbaren Positionen weiter innen oder weiter außen entstanden und erst später an ihre heutigen Positionen gewandert zu sein.

Mit einem derzeit am "Gemini Observatory" entwickelten Instrument, dem "Gemini Planet Imager" erhoffen sich die Astronomen durch das Blockieren des Sternenlichts schon bald weitere direkte Entdeckungen und Charakterisierungen von sternnahen Planeten wie "HR 8799e" zu machen. Schon im kommenden Jahr soll der "Gemini Planet Imager" am "Gemini South Telescope" in Chile installiert werden. Dann, so ist sich Dr. Marois sicher, könne mit einer Welle neuer exoplanetarer Entdeckungen gerechnet werden: "'HR 8799e' ist erst der Anfang und nur die Spitze des Eisbergs."

WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA

Erstmals fremdes Planetensystem genau beschrieben

21. August 2009
Erstmals eindeutige Direktaufnahmen von Exoplaneten

13. November 2008


Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / nrc-cnrc.gc.ca
Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de
(falls nicht anders angegeben)


Für die Inhalte externer Links übernehmen wir keine Verantwortung oder Haftung.


WEITERE MELDUNGEN finden Sie auf unserer STARTSEITE