Bildkombination auf Aufnahmen der Weltraumteleskope "Hubble" und "Chandra" | Copyright: NASA,ESA,HubbleHeritageTeam(STScI/AURA) & NASA/CXC/SAO/J. HughesWashington/ USA - Mit den Weltraumteleskopen "Hubble" und "Chandra" haben Astronomen eine gigantische Gasblase innerhalb unserer Nachbargalaxie, der Großen Magellanschen Wolke, entdeckt. Was auf den ersten Blick wie eine friedliche Christbaumkugel im All wirkt, offenbart bei genauem Hinsehen gewaltige Unruhen im Innern der filigranen Außenschale.
Anhand der Beobachtungsdaten der Weltraumteleskope, wie sie von 2006 bis 2010 zusammengestellt wurden, schlussfolgern Astronomen der NASA, dass es sich um das Überbleibsel einer Supernova handelt, die sich vor rund 400 Jahren ereignet hatte. "SNR B0509-67.5", so die Katalogisierungsnummer des kosmischen Objekts, befindet sich rund 160.000 Lichtjahre von der Erde entfernt.
Wellen in der Oberfläche der Außenhülle verraten Schwankungen in der Dichte des interstellaren Gases oder werden noch immer von Nachwirkungen der einstigen Sonnenexplosion verursacht. Insgesamt hat die kosmische Christbaumkugel einen Durchmesser von 23 Lichtjahren und dehnt sich mit mehr als 18 Millionen Kilometern pro Stunde aus.
Mit einem Alter von rund 400 Jahren, war die Supernova wahrscheinlich am südlichen Sternenhimmel um das Jahr 1600 selbst mit bloßem Auge sichtbar. Dennoch sind bislang keine Aufzeichnungen über das Ereignis, etwa in Form von historischen Berichten über einen "neuen Stern am Himmel", bekannt.
WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA
Astrofotografie: Gott malt mit Sternenstaub
17. Oktober 2010
Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / nasa.gov / spacetelescope.org



