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Dienstag, 18. Januar 2011

Japanische Forscher: Geklontes Mammut schon in vier Jahren möglich

Archiv: Das Wollhaarmammutkalb "Dima" wurde im Permafrost in der einstigen Mammutsteppe von Beringia gefunden | Copyright: NOAA

Kyoto/ Japan - Japanische Wissenschaftler zeigen sich zuversichtlich, schon in wenigen Jahren mittels Klonen ein lebendiges Mammut präsentieren zu können. Frühere Versuche, die Eiszeit-Elefanten wieder zum Leben zu erwecken, waren an technischen Problemen immer wieder gescheitert. Diese seien nun überwunden.

Mit einem Zellkern aus Haut- oder Muskelzellen im sibirischen Permafrost tiefgefrorener Mammutkörper will Professor Akira Iritani von der Universität Kyoto die Eiszeitwesen durch Klonen wieder beleben, berichtete die japanische Zeitung "Yomiuri Shimbun". Hierzu soll der gewonnene Zellkern in die Eizelle eines afrikanischen Elefantenweibchens implantiert werden, das dann sozusagen als Leihmutter dienen soll. Afrikanische Elefanten sind die nächsten heute noch lebenden Verwandten der Mammuts.

"Die bisherigen technischen Probleme sind gelöst. Alles was wir nun noch benötigen sind gute Proben weichen Gewebes eines gefrorenen Mammuts", so Iritani gegenüber dem britischen "Daily Telegraph". Die Chance, dass eine Befruchtung erfolgreich verläuft, sieht der Wissenschaftler bei rund 30 Prozent.

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Sobald dieses genetische Material vorliegt, hofft Iritani schon innerhalb der nächsten vier Jahre ein gesundes Mammut erzeugen zu können. Hierbei greift der Klon-Forscher auf eine Technik zurück, mit der es seinem Kollegen Teruhiko Wakayama schon 2008 gelungen war, eine gesunde Maus aus gefrorenen Zellen einer schon seit 16 Jahren verstorbenen Maus zu klonen.

Sollte schon im kommenden Sommer in Sibirien geeignetes Klonmaterial gefunden werden, wird es wohl noch zwei Jahre dauern, die Leihmutter erfolgreich zu befruchten. Bis zur Geburt des ersehnten Mammuts werden dann noch weitere bis zu 22 Monate vergehen, wie sie der Schwangerschaftsdauer afrikanischer Elefanten entsprechen.

Die ausgestorbene Elefantengattung der Mammuts bevölkerte während des Pliozäns und Pleistozäns mit verschiedenen Arten die Weiten Nordamerikas, Europas, Asiens und Afrikas. Noch bis vor 4.000 Jahren gab es lebende Exemplare auf der Wrangel-Insel im sibirischen Eismeer.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / yomiuri.co.jp / telegraph.co.uk
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