Freitag, 29. April 2011

Neuer Wind in der deutschen UFO-Forschung - Ein Rückblick auf die Tagung deutscher UFO-Forscher

Podiumsdiskussion auf der DEGUFO-Tagung 2011 v.l.: Ingbert Jüdt (DEGUFO, GEP, Gfa), Reinhard Nühlen (DEGUFO), Robert Fleischer (Exopolitik Deutschland) | Copyright/Quelle: exopoitik.org

Erfurt/ Deutschland - Jedes Jahr treffen sich in Erfurt Fallermittler der drei deutschen UFO-Forschungsvereine DEGUFO, GEP und MUFON-CES, um neueste Erkenntnisse auszutauschen. Ein zentraler Diskussionspunkt war in diesem Jahr unter anderem auch die deutsche Exopolitik-Bewegung. Die Auseinandersetzung mit dem "Newcomer" in der deutschen UFO-Szene, offenbarte tiefe Gräben, aber auch Potenzial zu mehr Zusammenarbeit zwischen den Vereinen - ein Umbruch in der deutschen UFO-Forschung steht an.

In seinem Vortrag "Disclosure - Staatliche Vertuschung oder Manipulation der UFO-Szene?" diskutierte der Soziologe Ingbert Jüdt (DEGUFO, degufo.alien.de; GEP, Gesellschaft für Anomalistik, GFA, gfa.alien.de) "eine alternative Perspektive auf die Exopolitik-Bewegung" und warf zugleich die Frage auf, ob die Forderung nach Freigabe von UFO-Informationen nicht ein wenig zu weit gedacht sei. "Traditionelle UFO-Forschung hat ein anderes Anliegen als die Exopolitik. Wer weiß denn, ob das alles Außerirdische sind?", so Jüdt und betonte so die Ergebnisoffenheit der UFO-Forschung im Gegensatz zur Grundlage der Exopolitik. Diese geht fest von der Existenz außerirdischer Besucher auf der Erde und mache somit die "in den Massenmedien geführte hypothetische Debatte über deren Existenz überflüssig".

Robert Fleischer von "Exopolitik Deutschland" (exopolitik.org) machte deutlich, dass das UFO-Phänomen bereits in vielen Ländern offiziell durch Militär oder Zivilstellen registriert wurde. So lägen dank der vier staatlich geführten UFO-Studien bereits mehr als genug wissenschaftliche Ergebnisse vor, die die Existenz eines echten UFO-Phänomens beweisen. Diese gelte es zur Kenntnis zu nehmen - auch in Deutschland. "Unsere zentrale Grundlage der Legitimation ist nicht, ob die Amis irgendwas im Hangar haben, sondern die Existenz des Phänomens an sich und die Tatsache, dass wir als Menschheit überhaupt nicht darauf vorbereitet sind - und dass es so aussieht, als müssten wir uns in Zukunft damit auseinandersetzen.“

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"Warum sollten wir den Informationen von bestimmten Stellen nicht vertrauen? Wir können das nicht immer wieder neu aufrollen und auch noch den letzten Skeptiker überzeugen, das hält die Forschung auf und wird in der Wissenschaft auch nicht so praktiziert.“, sagte Natale Cincinnatti von der "Gesellschaft zur Erforschung des UFO-Phänomen e.V." (gep.alien.de). in der anschließenden Podiumsdiskussion, an der sich die UFO-Forscher der deutschen UFO-Forschungsgruppen DEGUFO, GEP und MUFON-CES beteiligten.

Fleischer beobachtet derzeit einen Umbruch in der deutsche UFO-Forschung: "Die Jungen, gut vernetzt und informiert, nehmen nach und nach den Platz der traditionellen Fallermittler ein, die nur ihren eigenen Ergebnissen vertrauen. Jahrzehntelange Streitigkeiten der Vereine haben die deutsche UFO-Forschung schon viel zu lange aufgehalten." Passend hierzu war denn auch der Vortrag von Marius Kettmanns (MUFON-CES, mufon-ces.org) über "Neue Impulse für die UFO-Forschung".

Ein erster Schritt in diese Richtung, ein Entwurf für einen vereinsübergreifeneden Fragebogen für UFO-Sichtungszeugen, wurde denn auch sogleich auf der Tagung vorgestellt und diskutiert.

"Wenn ich mich als UFO-Zeuge bei einer Organisation melde und sehe, die anderen haben ganz andere Methoden, frage ich mich, warum divergiert das so stark? Wenn ich aber sehe, dass drei Vereine denselben Fragebogen nutzen, erhöht das für mich als Sichtungszeuge natürlich die Glaubhaftigkeit dieses Vereins, weil ich sehe, da steckt Vorarbeit dahinter, die haben auch gemeinsam schon was gemacht.", so der UFO-Forscher Danny Ammon von der GEP. Noch ist der Fragebogen nicht fertig und soll in einem nächsten Schritt durch das "Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene" (IGPP) in Freiburg geprüft werden.

Exopolitik-Bericht zur DEGUFO-Tagung 2011 in Erfurt

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- Die Vorträge der DEGUFO-Tagung 2011 und die Podiumsdiskussion in voller Länge finden Sie ab Mitte Mai im "Exomagazin" auf "exopolitik.org".

- Einen ausführlichen Rückblick des "Dabeigewesenen" T.A. Günter auf die DEGUFO-Taguung finden Sie HIER

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