Mittwoch, 18. Mai 2011

Mysteriöse Ausrichtung planetarer Nebel im galaktischen Zentrum entdeckt

Der auch als Schmetterlingsnebel bezeichnete längliche planetarische Nebel "Minkowski 2-9" im Sternbild Schlangenträger | Copyright: NASA

Manchester/ England - Britische Astronomen sind bei Beobachtungen von länglichen planetaren Nebeln im galaktischen Zentrum auf ein bislang unerklärliches Phänomen gestoßen, scheinen sich doch zahlreiche gasförmigen Überreste einstiger Sterne parallel zur galaktischen Eben auszurichten und somit einem mysteriösen Muster zu folgen.

Wie Bryan Rees von der "University of Manchester" im vergangenen Monat auf dem Treffen der "National Astronomy Meeting" in Llandudno berichtete, untersuchte er die Ausrichtung von 44 solcher Nebel und verglich seine Beobachtungen mit früheren ähnlichen Studien.

Entsprechende Nebel, so vermuten Astrophysiker entstehen durch das Zwischenspiel von Doppelsternsystemen. Während der alternde Stern seine Gase ins All bläst, werden diese vom verbleibenden Stern eingefangen und beginnen diesen zu umkreisen, wodurch sich der planetare Nebel entlang der Ebene, auf der sich die beiden Sterne umkreisen ausdehnt. Eine gemeinsame Ausrichtung mehrer solcher Strukturen, wäre also ein mehr als ungewöhnliches Phänomen.

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Eine Erklärung könnte jedoch daraufhin deuten, dass auch die Rotationsebenen dieser binären Sternsysteme sich durch eine noch unbekannte Kraft in der Galaxis orientieren. Hierfür könnten ehemals starke magnetische Felder im Bereich des zentralen Bereichs der Milchstraße (Bulge) verantwortlich sein.

Kritiker hingegen vermuten, dass es sich um einen Beobachtungsfehler handelt oder, dass anders verlaufende Ausrichtungen wahrscheinlich ebenso häufig zu finden seien, wenn man nur lange genug danach suchen würde.

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / ras.org.uk / jstor.org / newscientist.com
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