Mittwoch, 18. Mai 2011

"Operation UFO": Kontroverse um angeblichen UFO-Massenhoax durch "Anonymous"

Angeblicher Aufruf zu "Operation UFO" | Quelle: blogs.villagevoice.com

www - Nicht nur unter UFO-Forschern und -Fans wird derzeit ein angeblicher Aufruf von Internetaktivisten des Kollektivs "Anonymous" diskutiert, die dazu aufruft, am kommenden Sonntag weltweit die gleiche angebliche fingierte UFO-Sichtung zu melden. Neben für einem "guten Lacher", soll die Aktion offenbar auch UFO-Forscher, -Gläubige, deren Organisationen und Foren vorführen. Doch wer steckt wirklich hinter der Aktion?

Bei "Anonymous" handelt e sich nicht um eine hierarchisch organisierte Gruppe, sondern vielmehr um ein mittlerweile sogar weltweit agierendes Kollektiv von Internetaktivisten, die zu ihren geplanten Aktionen mittels Mitteilungen auf sogenannten Imageboards, Internetseiten auf welchen jeder ohne Anmeldung Bilder und Texte einstellen kann, aufrufen. Hervorgegangen ist die Bewegung aus Protestaktionen gegen "Scientology".

Besonders bekannt wurden die Aktionen des Kollektivs im Dezember 2010, als Internetseiten jener Firmen und Geldinstitute, die durch Sperrung von Konten dem Whistleblower-Portal "Wikileaks" die Unterstützung entzogen hatten, mittels einer weltweit koordinierten Serverüberlastungen die entsprechenden Internetseiten kurzzeitig zum Erliegen brachten.

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Der aktuelle Aufruf soll zunächst auf dem Imageboard "4chan" erschienen sein, berichtet und zitiert "blogs.villagevoice.com" (s. Abb.). Das entsprechende "Internetplakat" nimmt in Anspruch, von "Anonymous" zu stammen und erklärt, dass es Zeit sei, "um sich zusammen zu tun, um unter den Idioten dieser Welt Angst zu verbreiten und all das nur für einen guten Lacher."

Inhalt der "Operation UFO", so die Beschreibung der weiteren Schritte, ist es, am 22. Mai um 20:00 Uhr (Eastern Time) eine fingierte UFO-Sichtung in Form eines aus acht gelben Lichtern am Himmel bestehenden Dreiecks an weltweite UFO-Internetseiten zu übermitteln. Als nächstes solle man sich zurücklehnen und genüsslich beobachten, wie die entsprechenden UFOs weltweit gemeldet werden. "Optional und für einen Extralacher" wird das Anlegen eines Kornkreises oder einer anderen Form von UFO-Landestelle vorgeschlagen. Der Aufruf endet mit der Forderung: "Lasst uns die Welt überzeugen" und ist mit dem Motto der Bewegung "Wir sind Anonymous – Wir sind eine Legion" (We are Anonymous – We are Legion) überschrieben.

Während der Aufruf unter UFO-Forschern für Kritik sorgt, wird gerade auf entsprechenden Internetseiten und -Foren über den Wirklichen Hintergrund des Aufrufs diskutiert und die anonymen Internetaktivisten als wirkliche Quelle in Frage gestellt. Gerade vor dem Hintergrund, dass seit den "Cyber Operations" im Umfeld der Wikileaks-Kampagne auch die US-Behörden (FBI) gegen das Kollektiv bzw. gegen dessen Mitglieder wegen "Internetkriminalität" ermittelt, vermuten zahlreiche Beobachter, dass es sich um eine von den US-Behörden fingierte und "Anonymous" zugeschriebene Aktion handelt, um die Aktivisten gerade in der Internetgemeinde, in der sich auch zahlreiche UFO-Interessierte finden, zu diskreditieren.

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / blogs.villagevoice.com
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