Freitag, 3. Juni 2011

161. Jahrestagung homöopathischer Ärzte: Gesundheitsministerin fordert stärkere Einbeziehung der Homöopathie in das Gesundheitssystem

Das Logo der Veranstaltung | Copyright/Quelle: homoeopathie-kongress.de

Aachen/ Deutschland - Auf dem jährlich und heuer schon zum 161. Mal stattfindenden Homöopathie-Kongress des "Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte " (DZVhÄ) treffen sich derzeit rund 600 Teilnehmer aus vielen Ländern Europas, darunter neben Ärzten aller Fachrichtungen vor allem auch Apotheker, Tierärzte, Zahnärzte, Studenten, aber auch Hebammen und Laien, um sich in spezifischen Veranstaltungen fortzubilden. Zur Eröffnung des Kongresses forderte die NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens eine stärkere Einbeziehung der Homöopathie in das Gesundheitssystem.

Barbara Steffens, Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen, eröffnete am Donnerstag den ärztlichen Homöopathie-Kongress des DZVhÄ in Aachen. Sie forderte in ihrer Rede eine stärkere Einbeziehung der Homöopathie in das Gesundheitssystem, "weil immer mehr Patientinnen und Patienten und immer mehr Ärztinnen und Ärzte die Homöopathie und andere komplementäre Verfahren anwenden."

NRW-Gesundhetsministerin Barbara Steffens (Die Grünen) | Coypright/Quelle: barbara-steffens.de

Auch müsse verstärkt die Forschung in diesem Bereich unterstützt werden, aber mit Studiendesigns, die für die Homöopathie Sinn machen, so die Ministerin.


Die zentrale Fragestellung der Jahrestagung lautet "Homöopathie grenzenlos? Grenzerfahrungen der ärztlichen Homöopathie in Wissenschaft und Praxis“

"Grenzen - das klingt nach Trennlinien, gar nach Konflikt. Und richtig, einem konstruktiven Streit wollen wir ganz im Sinn des 'aude sapere' von Hahnemann nicht ausweichen", erläutert die Pressemitteilung des DZVhÄ (dzvhae.de). "Darüber hinaus klingt Grenzen auch nach Standortbestimmung, Selbstreflexion und Orientierung. 'Quo vadis Homöopathie?' Unter dieser Fragestellung beleuchten wir die Entwicklung der Homöopathie von den Quellen bei Hahnemann und seinen unmittelbaren Schülern bis zu den gegenwärtigen Strömungen unserer Heilkunst.

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Einige aus dem reichen Spektrum der homöopathischen Schulen scheinen auf den ersten Blick so unvereinbar miteinander, dass man kaum noch glauben mag, dass sie sich auf dieselbe Wurzel berufen. Ohne das Trennende auszublenden, wollen wir uns auf die Suche machen, ob teilweise hinter den Differenzen nicht auch unterschiedliche Interpretationen derselben Prinzipien finden (...)."

Die Veranstalter wünschen sich von dem Kongress, "mit unseren Kolleginnen und Kollegen aus Belgien, Niederlande, Luxemburg, Frankreich und Großbritannien in Austausch zu kommen". Hierzu wurden gezielt Referenten eingeladen, "die bei uns (in Deutschland) - zu Unrecht - weitgehend unbekannt sind, obwohl sie in ihren Ländern einen glänzenden Ruf genießen. Auch werden wir Vertreter der Homöopathieverbände miteinander ins Gespräch bringen, so dass wir alle ein wenig mehr über die 'eigentümlichen' Besonderheiten der Homöopathie unserer Nachbarn lernen werden."

Vor ganz anderen Grenzen, so die Organisatoren des Kongresses weiter, stehen homöopathische Ärzte aber auch immer wieder in ihrer Praxis in der konkreten Therapie. "Hier von erfahrenen Kollegen zu lernen, die wertvollen Hinweise, die man – kaum wieder zu Hause – auch schon einsetzen kann ist 'eo ipso' das Kernstück jeden Kongresses. Wie weit können wir mit unserer Kunst gelangen, wo empfiehlt es sich zum Wohle unserer Patienten mit Vertretern anderer Therapiekonzepte zu kooperieren, wo haben diese wiederum ihre Grenzen... Diese Fragen sollen an konkreten Fällen aus der täglichen Praxis und auch an Fällen aus Grenzbereichen des Lebens ausgelotet werden."

Die 161. Jahrestagung des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) findet noch bis zum 04. Juni 2011, im Tagungscenter "Eurogress" in Aachen statt.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / dzvhae.de / homoeopathie-kongress.de
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