Sonntag, 12. Juni 2011

Geschändeter "heiliger Dornbusch" von Glastonbury treibt wieder aus

Neue Triebe am 2010 geschändeten "heiligen Dornbusch" von Glastonbury | Copyright: A. Müller, grenzwissenschaft-aktuell.de

Glastonbury/ England - Im vergangenen Dezember sorgte die Nachricht darüber, dass Unbekannte die Krone des "heiligen Dornbuschs" von Glastonbury, auf dem Wearyall Hill abgesägt hatten (...wir berichteten), für Empörung sowohl unter Gläubigen, Touristen und den Bewohnern des Kleinstädtchens - galt der Weißdorn doch als Sprössling jenes Dornbusches, der einst dem Stab des Onkels Jesus Christus entsprungen sein soll, als dieser hier im Jahre 63 an Land gegangen sein und die erste Kirche auf englischem Boden gegründet haben soll. Das Überleben des Dornbuschs scheint jedoch gesichert, entsprießen dem kronenlosen Stumpf derzeit doch erneut mehrere kleine Triebe.

Der Legende nach soll es sich bei dem Busch um einen Sprössling jenes Weißdorns handeln, der dem Stab des Josef von Arimathäa entsprossen war, der hier 30 Jahre nach dem Tod von Jesus Christus an Land gegangen sein soll und in Glastonbury die erste Kirche auf englischem Boden gegründet haben soll. Die Erzählung will weiterhin wissen, dass es sich bei dem Stab ursprünglich um den Stab Jesu Christi gehandelt haben soll. Noch heute gilt der Weißdornbusch als eines der Wahrzeichen von Glastonbury und zieht jedes Jahr Tausende von Besuchern an. Im vergangenen Dezember dann wurde dann von Unbekannten die Krone und mit ihr sämtliche Triebe und Äste abgesägt.

Der mystische Dornbusch von Glastonbury vor der Schändung. Im Hintergrund ist der "Glastonbury Tor" zu erkennen. | Copyright: Martin Keitel, www.martinkeitel.net

Der klägliche Stumpf des Weißdornbusches unmittelbar nach der Schändung am 9. Dezember 2010 | Copyright: A. Müller, grenzwissenschaft-aktuell.de

Der ursprüngliche Busch war bereits im Mittelalter Ziel vieler christlicher Pilger, wurde jedoch im englischen Bürgerkrieg (1642 bis 1649) abgehackt. Erneut ausgepflanzt wurde einer der angeblich zahlreich gezogenen Stecklinge des "Glastonbury Holy Thorn" dann 1951 auf dem Wearyall Hill. Seither ist auch dieser Eingriffelige Weißdorn (Crataegus monogyna) Ziel christlicher aber auch paganistischer Pilger. Eine Untersuchung zeigte tatsächlich, dass der ursprüngliche Busch aus dem Nahen Osten stammte. Bislang blühte der "Heilige Dornbusch" alljährlich sowohl im Frühjahr als auch ein ungewöhnliches weiteres Mal zur Weihnachtszeit - für viele Gläubige ein weiteres Zeichen seiner übernatürlichen Herkunft und Qualität.

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Bei einem aktuellen Besuch von "grenzwisseschaft-aktuell.de"-Herausgeber Andreas Müller vor Ort, konnten nun Berichte bestätigt werden, wonach aus dem Stumpf des Weißdorns unmittelbar unterhalb der Schnittstellen vereinzelt neue Triebe gewachsen sind. Für viele Gläubige und Anwohner stellt dieser Umstand erneut einen weiteren Beweis für die besondere Herkunft und Kräfte des Baumes dar.

Neben dem Dornbusch auf dem Wearyall Hill, soll es in Glastonbury zahlreiche weitere Ableger des einstigen "heiligen Dornbuschs" geben. Zwei weitere Exemplare sind - zum einen auf dem Geländer der Abteiruinen der Glastonbury Abbey und zum anderen innerhalb der Gartenanlage "Chalice Well" - auch für die Öffentlichkeit zugänglich.

Weitere angebliche Sprößlinge des "Holy Thorn" in der "Glastonbury Abbey" (l.) und in "Chalice Well" (r.) | Copyright: A. Müller, grenzwissenschaft-aktuell.de

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