Samstag, 18. Juni 2011

Offizielle UFO-Untersuchungskommission der argentinischen Luftwaffe nimmt Arbeit auf

Das Logo der UFO-Untersuchungskommission der argentinischen Luftwaffe | Copyright/Quelle: CEFAE, fuerzaaerea.mil.ar

Buenos Aires/ Argentinien - Nachdem Anfang Juni die argentinische Luftwaffe "Fuerza Aérea Argentina" (FAA) offiziell die "Forschungskommission zur Untersuchung von Luft- und Weltraumphänomenen" (Comisión de Investigación de Fenómenos Aeroespaciales, CEFAE) vorgestellt hatte (...wir berichteten), präsentierte nun die Presseabteilung der CEFAE auf der Webseite der Luftwaffe, die Mitglieder, Ziele sowie Kontaktdaten zur Einreichung von Sichtungsberichten unidentifizierter Flugobjekte.

Die Mission der Forschungsgruppe sei "die Dokumentation, Analyse und Erforschung unidentifizierter Phänomene auf ordentliche, systematische und ehrliche Weise mittels vorhandener Kontrollsysteme des Luftraums unter nationaler Gerichtsbarkeit."

Gegründet wurde die Kommission "aufgrund der Zunahme von Hinweisen durch die Bevölkerung auf Sichtungen unidentifizierter Luft- und Weltraumphänomenen durch den Generalstabschef der argentinischen Luftwaffe gemäß Resolution Nr. 414. Ziel ist die Mitwirkung bei der Suche nach wissenschaftlichen und technischen Erklärungen für diese nicht identifizierten Luft- und Weltraumphänomene."

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Weiter heißt es auf der Webseite: "Die Kommission ist zusammengesetzt aus vollzeitbeschäftigten Mitarbeitern der argentinischen Luftwaffe und ausgewiesenen Spezialisten aus verschiedenen Forschungsbereichen, welche eine wertvolle Unterstützung bei der Analyse aus verschiedenen Fachrichtungen beitragen sollen. Das vorliegen echter Informationen, die das beobachtete Phänomen mit höchster Genauigkeit beschreiben, sind von grundlegender Bedeutung für unsere Untersuchungen. Dafür ist die Zusammenarbeit mit unseren Bürgern sehr wichtig.

Zu diesem Zweck hat die Kommission eine E-Mailadresse eingerichtet: fenomenosaerospaciales_sg@faa.mil.ar und bittet zugleich um Angabe persönlicher Daten, sodass die Zeugen persönlich kontaktiert werden können, sofern dies für die Untersuchung notwendig sei."

Die Mitglieder der argentinischen UFO-Kommission | Copyright: El Universal Grafic

In einem Interview mit dem mexikanischen Journalisten Yohanan Díaz sagte Andrea Perez Simondini, eine der fünf zivilen Mitglieder und Sprecherin der Kommission, die große Leistung der neuen Kommission bestehe "in der Anerkennung der Phänomene, wie sie überall in unserem Land gesichtet werden, durch die argentinischen Luftwaffe. Das Ziel besteht nun darin zu beweisen, dass mit wissenschaftlichen Mitteln und Methoden die erforderlichen Beweise für die Existenz eines außerirdischen Phänomens gefunden werden können. Dafür müssen wir einem Weg der Verantwortung und Übereinkunft folgen."

"Für den Anfang wird die Kommission Fälle von qualifizierten Zeugen wie Piloten, Fluglotsen, spezialisiertem Flugzeugpersonal, usw. untersuchen. Außerdem wird jede Luftwaffenbasis einen Fragebogen erhalten, sodass das Personal jedes Erlebnis melden kann.", beschreibt Perez die ersten Schritte der Kommission.

Andrea Perez ist auch Leiterin der CEFORA (Comision de Estudios Fenomeno Ovni Republica Argentina) und damit der Dachorganisation mehrerer argentinischer UFO-Gruppen und Forscher, die im Jahr 2009 gegründet wurde. Ziel dieser zivilen Gruppe ist die Freigabe argentinischer UFO-Akten. Im vergangenen Jahr stellte CEFORA einen förmlichen Antrag an Präsidentin Cristina Fernandez-Kirchner. Bisher wurden die Akten jedoch nicht freigegeben.

Mit der Einrichtung des FAA-Forschungskomitees sehen argentinische UFO-Forscher und Exopolitiker, die für die Deklassifikation von geheimen UFO-Informationen durch Militär und Regierung eintreten, eine ihrer Hauptforderungen erfüllt, die sie nicht zuletzt durch die Gründung der CEFORA (...wir berichteten) und der Übergabe einer Petition zur Veröffentlichung staatlichen UFO-Dokumente an die argentinische Staatspräsidentin Cristina Fernandez de Kirchner (...wir berichteten) unterstrichen.

Die Situation in Deutschland
Während, wie in zahlreichen zahlreichen andere Staaten UFO- bzw. "unidentifizierte Luft- und Raumfahrtphänomene" von offizieller Seite und zudem transparent untersucht und dokumentiert werden, behauptet die deutsche Bundesregierung von jeher, an der Erforschung entsprechender Phänomene nicht interessiert zu sein.

Doch nicht nur UFO-Forscher bezweifeln dies seit langem. Eine erst kürzlich bekannt gewordene Einschätzung von keiner geringeren Institution als dem wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages kommt zu dem Schluss, dass "die Tatsache, dass sowohl Großbritannien als auch Frankreich sich mit der Fragestellung nach der Existenz von UFOs und außerirdischen Lebensformen beschäftigten und dies - nach vorheriger Geheimhaltung - in den letzten Jahren sogar via Internet veröffentlicht haben, die Vermutung nahe legt, dass sich auch deutsche Behörden oder Ministerien mit dieser Fragestellung befasst haben bzw. befassen" (...wir berichteten: 1, 2).

WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA
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19. Februar 2010
Im Interview: Robert Fleischer über mögliche und wahrscheinliche staatliche UFO-Forschung in Deutschland

2. März 2010

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