Mittwoch, 15. Juni 2011

Sonde entdeckt rätselhaften dunklen Fleck auf Asteroiden Vesta

Auf diesen Bildern des Asteroiden Vesta, die am 1. Juni aufgenommen wurden, ist in der Äquatorregion ein dunkler Fleck zu sehen. Im Laufe des Beobachtungszeitraums dreht sich der Asteroid, so dass der Fleck in dieser Bilderabfolge von links nach rechts wandert. | Copyright: NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA

Lindau/ Deutschland - Mehr und mehr nähert sich derzeit die NASA-Raumsonde "Dawn" ihrem Ziel, dem Asteroiden Vesta. Auf den neusten Aufnahmen haben Astronomen nun einen rätselhaften dunklen Fleck in der Äquatorialregion des Asteroiden entdeckt.

Vesta selbst umkreist die Sonne auf einer Umlaufbahn jenseits des Marsorbits im sogenannten Asteroidengürtel. “In unseren Aufnahmen wird Vesta nun immer schärfer", kommentiert der wissenschaftliche Leiter des Kamerateams, Dr. Andreas Nathues vom MPS (dawn.mps.mpg.de), die neuen Aufnahmen. In dieser frühen Anflugphase dienen die Bilder in erster Linie hauptsächlich der Navigation.

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Die aktuellen Aufnahmen stammen vom 1. Juni 2011 und zeigen den Asteroiden aus einer Entfernung von rund 483.000 Kilometern. Forscher des "Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung" (MPS) haben die Bilder ausgewertet und darauf unter anderem schon den bereits bekannten gewaltigen Krater auf der Südseite des Asteroiden identifiziert. Zudem ist auf den Bildern ein dunkler Fleck in der Äquatorialregion zu sehen.

Videoanimation der Einzelaufnahmen vom 1. Juni 2011

Klicken Sie auf die Bildmitte, um das Video zu starten


Der dunkle Fleck hat einen Durchmesser von etwa 100 Kilometern. “Was dieser Fleck genau ist, werden wir erst in einigen Wochen wissen, wenn wir dem Asteroiden deutlich näher gekommen sind“, erklären Dr. Vishnu Reddy und Dr. Lucille Le Corre vom MPS, die die Aufnahmen ausgewertet haben. Ältere Aufnahmen des Weltraumteleskops Hubble hatten bereits eine ähnliche Struktur erkennen lassen.

“In den jüngsten Bildern der 'Dawn Framing Camera' entspricht ein Pixel 45 Kilometern auf Vestas Oberfläche", erklärt Dr. Holger Sierks, der als Co-Investigator an der Dawn-Mission beteiligt ist. Die Auflösung reiche somit langsam an die der besten Hubble-Aufnahmen heran. "In den nächsten Wochen werden wir Vesta genauer zu Gesicht bekommen als je zuvor", so Sierks.

Spätestens aus der Umlaufbahn mit einem Abstand von knapp 200 Kilometern, wird dann ab dem 16. Juli 2011 das Rätsel um dunklen Flecks sicherlich gelüftet werden können. Ab diesem Zeitpunkt umkreist die Sonde Vesta etwa ein Jahr lang, bevor sie zum Asteroiden Ceres reisen wird, den sie 2015 erreichen und erforschen soll.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / dawn.mps.mpg.de
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