Montag, 11. Juli 2011

Britische Ingenieure entwickeln Roboterwurm

Der "Robot Worm" | Copyright: leeds.ac.uk

Leeds/ England - Englische Wissenschaftler haben einen großen Roboterwurm entwickeln, der sich schlängelnd an Hindernissen vorbei bewegen kann. Vorbild für den Roboter war der Fadenwurm Caenorhabditis elegans, der seine schlängelnden Bewegungen mittels eines sehr einfachen Nervensystems erzeugt.

Das Team um Dr. Jordan Boyle hofft, dass der Roboter zukünftig für Forschungs- und Rettungszwecke eingesetzt werden wird. "Eine zukünftige Version des Roboters könnte beispielsweise durch unregelmäßige Lücken und Löcher in beschädigte oder brennende Gebäude vordringen." Zudem sollen verschiedene Ausführungen, etwa mit unterschiedlichen Außenhäuten, unterschiedlichste Umweltbedingungen meistern und sich sogar schwimmend und schleichend durch Wasser und Schlamm fortbewegen können.

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Der "Robot Worm" in Aktion

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Die aktuelle Prototyp-Version des Roboters ist 2000 Mal größer als der nur ein Millimeter lange Fadenwurm und verfügt im Gegensatz zu diesem über ein inneres Skelett und gleicht damit zugleich auch einer Schlange.

Auf diese Weise und durch zahlreiche innere Federn, bewegt sich der Roboterwurm etwa durch einen Hindernisparcours auf gänzlich andere Weise wie bisherige flexible, Bodenroboter. "Schlangen- oder wurmartige Roboter werden bislang durch eine 'idelae Wellenform' vorwärtsgetrieben - ihre Bewegungen sind also bereits vorgegeben. Stoßen sie auf ein Hindernis, wird das Antriebssystem dazu angewiesen, die Richtung zu ändern und einen anderen Weg einzuschlagen. (...) Im Gegensatz dazu ist unser Roboter an den Hindernissen selbst nicht interessiert, sondern bewegt seinen Körper einfach weiter, bis das Hindernis umwunden ist. Unser Roboter passt sich also blind jedem Hindernis an, das ihn am Vorwärtskommen hindert." Aus diesem Grund ist die Chance auch sehr gering, dass der neue Roboterwurm stecken bleibt. Dennoch soll er in späteren Versionen mit weiteren intelligenten Sensoren ausgestattet werden, um auch solche Situationen meistern zu können.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / leeds.ac.uk
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