Mittwoch, 20. Juli 2011

Kirche untersucht mögliches Hostienwunder in South St. Paul

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South St. Paul/ USA - Eine zu Boden gefallene bereits geweihte Hostie sorgt in der katholischen Gemeinde von South St. Paul im US-Bundesstaat Minnesota für Aufsehen und Spekulationen um ein sogenanntes Hostienwunder.

Der eigentliche Vorfall ereignete sich bereits am 19. Juni 2011, als eine bereits geweihte Hostie während einer Messe in der St. Augustine Catholic Church zu Boden gefallen war.

Nach dem römisch-katholischen Glauben wandelt sich die ursprünglich profane Hostien-Oblate durch die sogenannte Wandlung in den wahrhaftigen "Leib Christi". Den so konsekrierten Hostien wird aufgrund dieses Umstandes in der katholischen aber auch in der orthodoxen Kirche höchster Respekt und Verehrung entgegengebracht.

Fällt, wie aktuell in St. Augustine, eine derart geweihte Hostie zu Boden, sodass sie nicht mehr vom Priester selbst verzehrt werden kann, ist es für gewöhnlich Brauch, diese Hostie in einem liturgischen Gefäß, einem sogenannten Vasculum, so lange in Wasser aufzubewahren, bis sich die Oblate darin aufgelöst hat und fortan also nicht mehr als "'Leib' Christi" bezeichnet werden kann.

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Für gewöhnlich benötigt dieser Auflösungsprozess nur relativ kurze Zeit. Immer wieder kommt es jedoch vor, dass sich die Hostie nicht auflöst und sich das Wasser, in dem sie liegt, zudem rot färbt. Ob dann jedoch ein wirkliches Hostienwunder vorliegt, oder für den Vorgang eine natürliche Erklärung gefunden werden kann, obliegt dann einer Untersuchung durch die Kirche selbst.

"Die Kirche und die Erzdiözese betrachten den Vorfall bislang noch mit großer Vorsicht", so ein Sprecher der Diözese am vergangenen Freitag. "Die Kirche geht nicht von Wundern aus, wenn es sich um Ereignisse und Prozesse handelt, für die eine natürliche Erklärung gefunden werden kann." Obwohl man anerkenne, dass Gott sich auch auf außergewöhnliche Weise wirke, gehe die Kirche ebenso davon aus, dass er sich auch in Gewöhnlichen, durch das Priestertum der Kirche und durch die Gesetze der von im selbst geschaffenen Natur, offenbart.

Noch eine Woche nach dem Verbringen der Hostie in dem Vasculum hatte sich die Hostie noch immer nicht vollständig aufgelöst. Stattdessen hatte sich das sie umgebende Wasser blutrot gefärbt, berichtet u. a. die "Star Tribune".

Derzeit werde der verbliebene Rest der Hostie von Biologen eingehend untersucht, da sich heutzutage selbst die katholische Kirche gegenüber Berichten von Hostien- bzw. Eucharistiewundern meist kritisch zeigt. Tatsächlich gibt es für den beobachteten Vorgang auch eine mögliche natürliche Erklärung, wenn etwa das Bakterium Serratia marcescens zu roten blutähnlichen Erscheinungen führen kann und sich gerade dann besonders gut entfaltet, wenn es mit in Wein getränkten Oblaten in Berührung kommt, eine gerade im späten Mittelalter übliche Aufbewahrungsweise konsekrierter Hostien.

Hostienwunder haben gerade in der römisch-katholischen Kirche eine lange Tradition, wenn der eigentlich nicht sinnlich wahrnehmbare Akt der Wandlung von der profanen Oblate in den wahrhaftigen "Leib Christi" (Konsekration) durch materielle Manifestationen sichtbar zu werden scheint.

Meist handelt es sich dabei um Blutspuren, die sich auf wundersame Weise auf den Hostien zeigen sollen. In selteneres Fällen, sollen sich konsekrierte Hostien auch schon vor den Augen der Priester und Gläubigen in Fleisch oder der Wein in Blut verwandelt haben. Erst Im Frühjahr 2009 soll sich eine solche Wandlung einer Hostie in ein Stück menschliches Fleisch im polnischen Sokolka zugetragen haben. Das Wunder, während dessen sich die Hostie um verschlossenen Vasculum in ein Stück eines menschlichen Herzens verwandelt haben soll, wurde mittlerweile eingehend von Medizinern untersucht, für echt erklärt und von der katholischen Kirche als echtes Hostienwunder anerkannt (...wir berichteten).

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / staugustine-holytrinity.org / startribune.com
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