Sonntag, 10. Juli 2011

Konferenz der "Zoological Society of London": Kryptozoologie - Wissenschaft oder Pseudowissenschaft

Hist. Darstellung einer Seeschlange von Olaus Magnus aus "Historia de Gentibus Septentrionalibus", (Rom 1555) | Copyright: Public Domain

London/ England - Auf einer Konferenz diskutieren Mitglieder des "Institute of Zoology" (IoZ) an der altehrwürdigen Londoner Zoologische Gesellschaft (Zoological Society of London, ZSL) die Frage, inwieweit die Kryptozoologie, also die Erforschung wissenschaftlich noch nicht, jedoch von der Folklore und Augenzeugen beschriebener, unbekannter Tierarten wie Bigfoot, der Yeti oder das Ungeheuer von Loch Ness, von Bedeutung für die Wissenschaft ist oder es sich dabei um eine fragwürdige Pseudowissenschaft handelt.

"Kann die Kryptozooologie als Wissenschaft betrachtet werden?", so die Fragestellung die Konferenz am 12. Juli 2011, die Teil der Veranstaltungsreihe "Communicating Science" ist und drei Vorträge, Diskussionen sowie ein abschließendes Dinner beinhalten wird.

Der Grundtenor des Treffens steht dieser Frage zumindest offen gegenüber und könnte eine neue Ära im Umgang der wissenschaftlichen Gemeinde der mit Kryptozoologie einläuten. "Auch wenn viele Zoologen die Kryptozoologie noch immer als fragwürdig abstempeln, so zeigen aktuelle Forschungsergebnisse doch, dass vermeintlich ausgestorbene Tierarten noch Jahre nach ihrem vermeintlichen Aussterben wieder auftauchen können und dass unser Wissen selbst über den Bestand großer Tierarten noch nicht erschöpft ist", so die Presseeinführung der Gesellschaft. "Berichte über Seeungeheuer können beispielsweise statistisch ausgewertet werden und aktuelle vermeintliche Sichtungen Rückschlüsse auf das tatsächliche Aussterbedatum ermöglichen. Ist also die Zeit gekommen, um die Kryptozoologie aus Versenkung zu holen?"

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Das Treffen beinhaltet drei Vorträge darüber, wie kryptozoologische Daten in einer strikten statistischen Weise ausgewertet werde können (Michael Woodley), über die Wahrscheinlichkeit, dass prähistorische Tiere bis heute überlebt haben (Charles Paxton von der "University of St. Andrews") und zur Frage, wie die theoretische Ökologie zu kryptozoologischen Untersuchungen beitragen kann (Darren Naish von der "University of Portsmouth" und Autor des "Tetrapod Zoology Blog.

Geleitet werden Treffen und Diskussionen von Henry Gee, einem der Chefredakteure der Fachzeitschrift "Nature" - nicht zuletzt diese Personalie unterstreicht ein weiteres Mal die Bedeutung der Konferenz in der wissenschaftlichen Gemeinschaft. Schon im vergangenen Jahr hatte sich Gee öffentlich zu seiner Meinung bekannt, dass sogenannte Kryptide, wie Bigfoot und der Yeti tatsächlich mehr sein könnten, als bloße Legenden und Hirngespinste (...wir berichteten).

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / zsl.org
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