Freitag, 8. Juli 2011

Künstliche Sonne in Greifswald: USA beteiligen sich an deutschem Fusionsprojekt Wendelstein 7-X

Das Außengefäß von Wendelstein 7-X mit zahlreichen Stutzen. Blau eingezeichnet sind fünf Zusatzspulen zur präzisen Einstellung des Plasmarandes, die vom Princeton Plasma Physics Laboratory beigestellt werden | Copyright: IPP

Greifswald/ Deutschland - Mit der Fusionsanlage "Wendelstein 7-X" forschen Wissenschaftler des "Max-Planck-Institut für Plasmaphysik" an der Entwicklung eines Fusionsreaktors, der - ähnlich wie die Sonne - aus der Verschmelzung von Atomkernen Energie gewinnen soll. Mit über 7,5 Millionen Dollar in Form von Bauelementen und technischer Ausrüstung werden sich die USA nun am Aufbau der Anlage in Greifswald beteiligen.

Für den Präsident der "Max-Planck-Gesellschaft" (MPG) Peter Gruss bestätigt das Engagement der US-amerikanischen Fusionsinstitute in Princeton, Oak Ridge und Los Alamos "die hohe wissenschaftliche Leistung des 'Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik' (IPP) und die Bedeutung des experimentellen Ansatzes in Greifswald." Es zeige aber auch das große Interesse der Vereinigten Staaten an der Fusionsforschung. Denn die Mittel, die hier fließen, stammen aus dem "Innovative Approaches to Fusion"-Programm des amerikanischen Energieministeriums.

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Um die Kernfusion erfolgreich zu erreichen, "muss es in einer entsprechenden Anlage gelingen, den Brennstoff - ein dünnes ionisiertes Wasserstoffgas, ein "Plasma" - nahezu berührungsfrei in einem Magnetfeldkäfig einzuschließen und anschließend auf Zündtemperaturen über 100 Millionen Grad aufzuheizen", erläutert die Pressemitteilung der MPG. "Die Fusionsanlage Wendelstein 7-X, die zurzeit im 'Max-Planck-Institut für Plasmaphysik' in Greifswald entsteht, wird nach der Fertigstellung die weltweit größte und modernste Anlage vom Bautyp 'Stellarator' sein. Ihr Magnetfeld macht auf einfache Weise Dauerbetrieb möglich."

"Wir sehen diese Dreijahresperiode", so erklärten die beteiligten US-Forschungsinstitute, "als Schritt in eine solide Partnerschaft mit dem Forschungsprogramm von Wendelstein 7-X, die Physiker und Ingenieure vieler US-Einrichtungen in eine Forschung einbinden wird, die wesentliche Bedeutung für das weltweite Fusionsprogramm besitzen wird".

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Quellen: mpg.de / grenzwissenschaft-aktuell.de
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