Mittwoch, 20. Juli 2011

RadioAstron: Russland startet Weltraum-Radioteleskop

Konzeptstudie des RadioAstron-Satelliten | Copyright: asc.rssi.ru/radioastron

Baikonur/ Kasachstan - Mit einer Trägerrakete vom Typ "Zenit-2SB" ist am Montagmorgen das Weltraumradioteleskop "RadioAstron", auch "Spektr-R" genannt, Kosmodrom im kasachischen Baikonur ins All gestartet. Gemeinsam mit Radioteleskopen auf der Erde kann der Satellit eine Gesamtkapazität erreichen, die einem effektiven Reflektordurchmesser vom 30-fachen Erddurchmesser entsprechen würde.

Selbst verfügt RadioAstron über einen Reflektordurchmesser von vergleichsweise kleinen 10 Metern und wird die Erde zukünftig auf einer exzentrischen Umlaufbahn von maximal 350.000 Kilometern Entfernung alle 9,5 Tage umrunden.

Im Netzwerk mit erdgebundenen Teleskopen soll das Weltraumteleskop mit internationaler Beteiligung und unter Federführung des "Astro Space Center" am "Lebedew-Institut für Physik" an der russischen "Akademie der Wissenschaften" nach den Verfahren der Radiointerferometrie höchstaufgelöste Beobachtungen in vier Frequenzbereichen zwischen 1,35 und 92 Zentimetern Wellenlänge ermöglichen.

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Hauptaufgaben des Projekts werden die Erkundung von Galaxiekernen, supermassereicher Schwarzer Löcher, von Pulsaren, Teilchenbeschleunigungen, Magnetfeldern und kosmischen Strahlen, aber auch die Entstehung von Sternen und die Suche nach Dunkler Materie und Energie sein. Zudem will Russland mit dem Satelliten auch Lücken in seiner Überwachung der Sonnenaktivität schließen. Ob das Netzwerk auch für die Suche nach außerirdischen Signalen (SETI) eingesetzt werden soll, ist bislang noch nicht bekannt.

Nach einer ausführlichen Testphase soll das Weltraumteleskop in einigen Monaten unter anderem mit den Radioteleskopen von Green Bank im US-Bundesstaat West Virginia, dem deutschen Radioteleskop Effelsberg in Nordrhein-Westfalen und dem 305 Meter durchmessenden Radioteleskop von Arecibo auf Puerto Rico zusammengeschaltet werden.

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