Donnerstag, 25. August 2011

Künstliches Leben könnte Marskolonien unterstützen

Archiv: Sonnenuntergang, betrachtet durch die Kohlendioxidschwangere Marsatmosphäre. | Copyright: NASA

San Francisco/ USA - Synthetische Lebensformen, die dazu konzipiert werden sollen, Kohlendioxid (CO2) aus der Marsatmosphäre als Ausgangsmaterial zur Produktion unterschiedlicher Materialien zu verwenden, könnten eines Tages dabei behilflich sein, menschliche Kolonien auf dem Mars zu errichten und diese zu unterhalten.

Wie der Genetiker Craig Venter auf der TEDxNASA@SiliconValley-Konferenz berichtete, arbeite er und sein Team derzeit an der Herstellung künstlicher Zellen, die aus atmosphärischem Kohlendioxid Nahrungsmittel, Treib- und Kunststoffe und andere Produkte erzeugen sollen.

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Schon seit Jahren ist Venter mit seinem Team mit er Erzeugung künstlichen Lebens beschäftigt und berichtete erst im vergangenen Jahr von der erstmaligen Herstellung des ersten synthetischen Organismus (...wir berichteten).

Schon auf der Erde könnte die Nutzung derartiger Zellen gewaltige Konsequenzen mit sich bringen, nicht zuletzt wenn mit den synthetischen Mikroben das Treibhausgas aus der Atmosphäre gefiltert und zu nützlichen Materialien umgewandelt werden könnte. Mit einer Atmosphäre, die hauptsächlich aus Kohlendioxid besteht, wäre auch der Mars, gerade vor dem Hintergrund der Pläne seiner zukünftigen Besiedlung, eine ideale Umgebung für die Anwendung der künstlichen Zellen, berichtet "Space.com". "Dieser Prozesse würden es ermöglichen, nahezu alle benötigten Stoffe aus der kohlenstoffhaltigen Atmosphäre des Mars zu gewinnen".

Die Erzeugung künstlicher Lebensformen, bzw. von Lebensformen, die durch synthetische genetische Manipulation gewünschte Aufgaben verrichten, könnten - so Venter - schon in nicht allzu ferner Zukunft zahlreiche grundlegende Probleme der Energie-, Nahrungsmittel-, und Wassergewinnung sowie medizinischer Versorgung lösen.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / space.com

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