Samstag, 13. August 2011

Mysteriöser schwarzer Planet entdeckt

Künstlerische Darstellung des tiefschwarzen Exoplaneten "TrES-2b" vor dem Hintergrund seines Sterns. | Copyright: David Aguilar (CfA)

Cambridge/ USA - Astronomen haben den bislang dunkelsten Exoplaneten entdeckt. Der entfernte jupitergroße Gasplanet reflektiert weniger als ein Prozent des Lichts seines Sterns, wodurch er schwärzer als Kohle und jeder andere bekannte Himmelskörper unseres eigenen Sonnensystems erscheint. Einzig seine hohen Temperaturen sorgen dafür, dass der Gasriese noch ein leichtes rötlich-bernsteinfarbenes Leuchten von sich gibt.

Wie die Forscher um David Kipping vom "Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics" (CfA) im Fachjournal "Monthly Notices of the Royal Astronomical Society" berichten, gibt es aufgrund zu hoher Temperaturen in der Atmosphäre um den Planeten "TrES-2b" keine Wolken, wie sie etwa auf Jupiter noch mehr als ein Drittel des Sonnenlichts reflektieren.

"TrES-2b" umkreist seinen rund 750 Lichtjahre von der Erde entfernten Stern "GSC 03549-02811" im Sternbild Drache, in einem Abstand von nur fünf Millionen Kilometern, weswegen er auf eine Temperatur von mehr als 1.000 Grad aufgehitzt wird - zu heiß also, als dass beispielsweise Ammoniakwolken entstehen könnten. Stattdessen enthält die exotische Atmosphäre stark lichtabsorbierende Chemikalien wie verdampftes Natrium und Kalium, sowie gasförmiges Titanoxid. Trotz des Nachweises dieser atmosphärischen Gase noch nicht, die extreme Schwärze des Planeten.

www.grenzwissenschaft-aktuell.de
+ + + HIER können Sie unseren täglichen Newsletter bestellen + + +

Die Hellig- bzw. Dunkelheit von "TrES-2b" bestimmten die Wissenschaftler mit Hilfe des Weltraumteleskops "Kepler", das speziell für die Helligkeitsmessung ferner Sterne konzipiert ist, mit der Wissenschaftler im Umfeld dieser Sterne nach dortigen Planeten suchen, wie sie beim perspektivischen Vorbeiziehen vor ihrer "Sonnenscheibe" (sog. Transits) zu minimalen und in regelmäßigen Abständen wiederkehrenden Helligkeitsschwankungen führen.

Anhand der Beobachtungen vermuten die Forscher, dass der Planet seinen Stern in gebundener Rotation umkreist, diesem also - ähnlich wie der Mond der Erde - immer dieselbe Seite zeigt.

WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA

NASAs Top-5 der Horror-Planeten
2. November 2009


Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / ras.org.uk / cfa.harvard.edu
Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de
(falls nicht anders angegeben)


Für die Inhalte externer Links übernehmen wir keine Verantwortung oder Haftung.


WEITERE MELDUNGEN finden Sie auf unserer STARTSEITE