Montag, 1. August 2011

"Roter Drache" soll auf dem Mars nach Leben graben

Künstlerische Darstellung der Landung des "Red Dragon"-Moduls auf dem Mars | Copyright: SpaceX.com

Mountain View/ USA - Gemeinsam mit der privaten Raumflugfirma "Space Exploration Technologies" (SpaceX) planen NASA-Wissenschaftler derzeit eine Mission, deren Landeeinheit schon ab 2018 auf dem Roten Planeten nach im dortigen Boden vergrabenen Lebensspuren suchen könnte.

An Bord der derzeit von "SpaceX" (spacex.com) geplanten Raumkapsel "Dragon" (Drache) soll technischer Hardware der NASA zum Mars transportiert werden. Schon 2018 könnte die Reise beginnen und soll dann lediglich rund 400 Millionen Dollar kosten. "Was wir suchen, ist ein preisgünstiges Transportsystem, dass unsere wissenschaftliche Ausrüstung erfolgreich auf den Mars bringt - wie, das ist uns eigentlich egal", zitiert "Space.com" Chris McKay vom "Ames Research Center" der NASA.

Derzeit noch ohne offizielle Bezeichnung, läuft das Projekt unter dem Arbeitsnamen "Red Dragon" (Roter Drache) und wird im Rahmen des Discovery-Programm der NASA, dessen Ziel eine Reihe von auf jeweils 425 Millionen Dollar Gesamtkosten gedeckelte wissenschaftliche Weltraummissionen sind, entwickelt.

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Während die aktuelle Mars-Mission der NASA schon im kommenden September die mobile Lande- und Laboreinheit "Curisoty" zum Roten Planeten transportieren soll, um dort herauszufinden, ob der Mars einst in der Lage war, lebensfreundliche Bedingungen lange genug aufrecht zu erhalten, dass sich Leben entwickelt haben könnte, soll der "Rote Drachen" auf dem Mars direkt nach Beweisen für dieses Leben suchen.

"Wir versuchen Moleküle im Boden nachzuweisen, die Beweise für Leben sind. Beispielsweise DNA oder Perchlorate" so McKay. "Das wonach wir suchen ist also der Beweis für Leben durch den Nachweis von Biomolekülen."

Hierzu soll sich das "Red Dragon"-Modul rund einen Meter in den Marsboden vorgraben und hier im Boden vergrabene Eislager beproben und untersuchen. Als Landeort der Mission ziehen die Wissenschaftler derzeit zwei Orte auf dem Mars in Betracht. Zum einen die Landestelle der Landeeinheit der Phoenix-Mission" oder aber die Landestelle der "Viking 2"-Sonde aus dem Jahr 1976. An beiden Orten konnten anhand der Missionen im Boden lagernde Eisflächen ausfindig gemacht werden.

Die Dragon-Raumkapsel selbst wird derzeit von "SpaceX" im Auftrag der NASA konzipiert und soll ab 2015 vornehmlich den Transport von Waren und später auch von Personen etwa von und zur internationalen Raumstation ISS ermöglichen. MIt Hilfe der ebenfalls von dem Unternehmen entwickelten Schwerlastrakete "Falcon Heavy" soll die Kapsel dann zum Mars reisen.

Mit der Beteiligung privater Firmen an zukünftigen Raumfahrtmissionen erhofft sich die NASA hauptsächlich eine Kostenreduzierung der derzeit noch enorm hohen Kosten. Mit "Red Dragon", so hoffen die Forscher, könnten diese Kosten um etwa die Hälfte reduziert werden.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / space.com / nasa.gov / spacex.com
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