Freitag, 23. September 2011

Satellitenabsturz: NASA präzisiert Absturzvorhersage

Ansichten des sich langsam zur Erde taumelnden Erdbeobachtungssatelliten UARS. (Klicken Sie auf die Bildmitte, um zu einer vergrößerten Darstellung zu gelangen.) | Copyright: Thierry Legault Emmanual Rietsch, astrophoto.fr

Washington/ USA - Die NASA hat ihre Vorhersage zum Absturz des Erdbeobachtungssatelliten "UARS" am morgigen Freitag präzisiert. Wo genau die erwarteten Trümmer niedergehen werden, kann jedoch immer noch nicht genau gesagt werden. Nur eines scheint sicher: Nordamerika ist außer Gefahr. Mittlerweile liegen erste Aufnahmen des taumelnden Satelliten vor.

Wie die NASA auf der Seite zum "Upper Atmosphere Research Satellite" berichtet, wird dessen Wiedereintritt für den morgigen Freitagnachmittag (Eastern Daylight Time) also für Freitagabend gegen 22 Uhr mitteleuropäischer Zeit erwartet. Zudem könne allerdings schon jetzt gesagt werden, dass die Trümmer nicht auf der nordamerikanischen Landmasse niedergehen werden.

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Die französischen Astrofotograf Thierry Legault (astrophoto.fr) und Emmanual Rietsch haben den Satelliten in den vergangenen Tagen verfolgt und eine Serie faszinierender Aufnahmen erstellt, die wir hier auf "grenzwissenschaft-aktuell.de" mit freundlicher Genehmigung des Fotografen zeigen können. Gemacht wurden die Aufnahmen am 15 September 2011 mit einem 14-Zoll-Teleskop von Dunkerque aus. Die Aufnahmen belegen eindrucksvoll das taumelnde Verhalten des außer Kontrolle geratenen, kleinbusgroßen und 6,5 Tonnen schweren Satelliten.

Legaults und Rietschs Videoaufnahmen des taumelnden Satelliten | Copyright: Thierry Legault Emmanual Rietsch, astrophoto.fr

Klicken Sie auf die Bildmitte, um das Video zu starten


Laut Aussagen der NASA besteht der Satellit aus etwa 26 Komponenten, die groß genug sind, um den Wiedereintritt und Höllenritt durch die Erdatmosphäre zu überstehen und die Erdoberfläche zu erreichen. Das größte dieser Teile wiegt 150 Kilogramm.

In Anbetracht der Tatsache, dass es rund sieben Milliarden Menschen auf der Erde gibt, so erläutert der Chefwissenschaftler des "Orbital Debris Program" der NASA Nick Johnson, und der Großteil der Erdoberfläche von Wasser bedeckt ist, liege die geschätzte Wahrscheinlichkeit, dass überhaupt ein Mensch getroffen wird bei 1:3.200. Die Wahrscheinlichkeit dass ein bestimmter Mensch von den Trümmern getroffen werde schätzt die NASA auf 1 zu 21 Billionen.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / nasa.gov / astrophoto.fr
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