Mittwoch, 12. Oktober 2011

Weitere Informationen zu den Ergebnissen der Orang-Pendek-Expedtion

Das Logo der Sumatra-Expedition des CFZ 2011 | Copyright: cfz.org.uk

London/ England - Ende September von der Suche nach dem "kleinen Yeti Sumatras" aus den Regenwäldern des Kerinchi-Seblat-Nationalpark zurückgekehrt (...wir berichteten, s. Links), hat Richard Freeman, zoologischer Direktor des britischen "Centre for Fortean Zoology" (cfz.org.uk) in einem Zeitungsartikel weitere Informationen zu den Ergebnissen der Forschungsreise zusammengefasst und zugleich auch schon Pläne für nächste Expeditionen vorgestellt.

Der im Regenwaldboden gefundene Handabdruck (...wir berichteten), so der Forscher im "The Guardian", unterscheide sich mit seiner nahezu dreieckigen Handfläche, dem kurzen Daumen und den verhältnismäßig dicken und wurstigen Fingern deutlich von der eher dünn- und langfingrigen Handanatomie von Orang-Utans. "Der Handabdruck gleicht viel eher dem eines kleinen Gorillas, aber mit einer etwas runderen Handfläche."

Die bisherige Durchsicht von hunderten von Fotos der automatischen Kamerafallen habe keine Treffer, also Aufnahmen des "kleinen Waldmenschen", ergeben.

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Stattdessen erfuhren die Forscher von einer weiteren kleinen und ungewöhnlichen Kreatur, die laut Augenzeugen und Legenden die Regenwälder des Nationalparks bewohnen soll: Beim sogenannten "Orang-Kardil" (kleiner Mann) soll es sich um eine kleine Menschenart handeln, die gerade einmal knapp einen Meter Groß werde, sich aber deutlich vom etwas größeren und eher affenartigen Orang-Pendek unterscheiden soll. Laut den Berichten sollen Orang-Kardils nackt aber mit Ausnahme des Kopfes nahezu haarlos sein und im Regenwald mit vergifteten Pfeilen jagen. Bei den Anwohnern entsprechender waldnaher Gebiete, gilt der "Orang-Kardil" auch als Lebensmitteldieb. Aus einigen Erzählungen gehen sogar tragische Ereignisse hervor, die sich beim Zusammentreffen von Menschen mit Orang-Kardil ergeben hatten und in welchen sowohl menschliche Jäger noch 1981 ein Exemplar der "kleinen Männer" getötet haben, dann jedoch im Gegenzug von Orang-Kardils ermordet worden sein sollen.

Derartige Berichte bringt Freeman in seinem Artikel zum einen in eine mögliche Verbindung mit den Fossilienfunden des sogenannten Floresmenschen (Homo floresiensis) auf der indonesischen Insel Flores und kommt zum anderen daran anschließend zu der Frage, ob es sich bei dem affenartigen, jedoch aufrecht gehenden Orang-Pendek und dem eher menschenartigen Orang-Kardil auch, wie dies viele Forscher mittlerweile vom Floresmenschen annehmen, um überlebende Australopithecinen handeln könnte. "Zwar gab es meines Wissens schon seit einigen Jahrzehnten keine konkreten Berichte mehr über Orang-Kardils", so Freeman, "doch sind die Wälder Sumatras ach sehr dicht und tief und kaum jemand dringt für gewöhnlich in ihr Inneres vor."

Berichte der Anwohner eines teilweise landwirtschaftlich genutzten Gebietes an der Grenze zum Dschungel, an dem eine Gruppe der Kryptozoologen ihr "Camp A" aufgestellt hatte (...wir berichteten), gaben den Forschern Hinweise darauf, dass die dort immer wieder gesichteten Orang-Pendeks, offenbar auf Nahrungssuche, zusehends ihre Scheu vor dem Menschen zu verlieren scheinen. "An diesem Ort erscheint mir die Wahrscheinlichkeit, dass wir zukünftig eine Nahebegegnung mit einem Orang-Pendek haben werden und die Wesen dann auch auf Film festhalten können, am größten."

Zu diesem Zweck, so blickt Freeman voraus, sollen schon im kommenden Jahr hier permanente Kamerafallen installiert werden, die dann einmal im Monat überprüft werden sollen.

Gipsabguss des entdeckten Handabdrucks | Copyright: Adam Davies, extreme-expeditions.com

Die in der Nähe des Handabdrucks gefundenen Haare seien bereits für DNA-Analysen zu den Experten Prof. Bryan Sykes, Prof. Todd Disotell, Dr. Tom Gilbert und Lars Thomas geschickt worden. Erste konkrete Ergebnisse werden jedoch erst in einigen Wochen bzw. Monaten erwartet. Kopien des Handabdrucks sollen schon bald von führenden Primatologen untersucht und entsprechend eingeordnet werden.

Auf zukünftigen Expeditionen wollen die Forscher dann auch tiefer in den Regenwald vordringen: "Neben dem Orang-Pendek gibt es hier möglicherweise noch zahlreiche andere die für Kryptozoologen interessante Kreaturen. So berichten Anwohner immer wieder über gewaltige Pythons und eine sehr aggressive Raubkatze, deren Aussehen dem von prähistorischen Säbelzahntigern gleicht und die vor Ort als 'Cigau' bezeichnet wird."

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