Sonntag, 23. Oktober 2011

Zwei späte Kornkreise in England und den USA

Saarbrücken/ Deutschland - Während die zunächst letzten Kornkreise 2011 im August entdeckt wurden und im September überhaupt keine Meldungen über neue "Zeichen im Korn" bei Kornkreisforschern eingingen, wurden Anfang und Mitte Oktober doch noch zwei späte Exemplare, zum einen in England und zum anderen in den USA entdeckt.

Luftbild: Späte Kornkreisformation im East Field in Wiltshire, England. | Copyright/Quelle: cropcircleconnector.com

Obwohl im Kornkreis-Mutterland, der Region im Avebury in der südenglischen Grafschaft Wiltshire auch schon die letzten Maisfelder abgeerntet wurde noch am 6. Oktober 2011 eine Formation aus drei Kreisen in einem breiten Streifen aus Getreide und einem kohlartigen Gewächs im East Field, nahe Alton Barnes, entdeckt, der als Winterfutterquelle für Vögel und Feldtiere nicht geerntet wurde.

Die drei Kreise, von welchen der zentrale zudem von einem Ring umgeben ist, sind linear zueinander entlang des Getreidestreifens ausgerichtet und alle im Uhrzeigersinn niedergelegt - lediglich im Außenring des mittleren Kreises liegen die Pflanzen gegen den Uhrzeigersinn nieder. Die Größe der Kreise dürfte bei etwa 20 Metern Durchmessern liegen.

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Weitere Luftbilder der Formation im East Field | Copyright/Quelle: cropcircleconnector.com

"Derartig späte Kornkreise sind auch für England eher ungewöhnlich", kommentiert der deutsche Kornkreisforscher und Autor Andreas Müller (kornkreise-forschung.de). Interessiert zeigt sich Müller über den Umstand, dass sich die Formation in einem für die Wintertiere stehen gelassenen Feldstreifen befindet und verweist auf ein Interview, das er 2005 mit dem Zulu-Schamanen Credo Vusamazulu Mutwa führen konnte. In diesem berichtete Mutwa über die Rolle von Kornkreisen in der Historie und Mythologie der Zulu und erläutert:

"(...) Zur Erntezeit wurde ein Teil des Getreides auf unseren Feldern stehen gelassen, so dass auch die vorbeiziehenden Vögel ihren Anteil am reichhaltigen Angebot der Felder nehmen konnten, wir dadurch gesegnet wurden und auch zukünftige Ernten gesichert waren. Manchmal wurden große Felder mit Getreide und Hirse nur zu diesem Zweck bepflanzt. Diese waren der heiligen Gottheit und ihren Vogelscharen geweiht. Keinem Menschen war es erlaubt, diese heiligen Felder zu betreten.

Die heiligen Felder standen abseits der normalen Felder und waren nicht umzäunt. Über Jahrhunderte hinweg entdeckten die Menschen immer wieder, dass die Sternengötter mit den Menschen mittels dieser Felder kommunizierten. Immer wieder wurden merkwürdige, kreisrunde Eindrücke in der Mitte dieser Felder entdeckt. Diese Kreise wurden 'Izishoze Zamatongo' (die Großen Kreise der Götter), genannt. (...)"

"Rückschlüsse auf die Authentizität der aktuellen Formation im East Field lassen sich davon natürlich nicht ableiten - zumal die Formation bislang auch noch nicht von Experten begutachtet wurde", so Müller. "Aber zumindest als Anekdote erscheint der Zusammenhang erwähnenswert."

- Den vollständigen Artikel zum Interview, "IZISHOZE ZAMATONGO - Credo Mutwa über das traditionelle Wissen über Kornkreise und artverwandte Phänomene in Afrika", finden Sie HIER

Wenige Tage später, am 13. Oktober 2011, entdeckte dann Farmer Mark Joraszin einem seiner Maisfelder bei Bark River, nahe Harris in Menominee County im US-Bundesstaat Michigan bei der Ernte zwei große Kreise, wie sie von keiner der vorbeiführenden Straßen, sondern nur direkt vom Mähdrescher aus einsehbar war.

Blick auf einen der beiden Kreise in einem Maisfeld bei Bark River in Michigan. | Copyright/Quelle: Eric Adams, WYKX Radio / iccra.org

Beide Kreise haben Durchmesser von etwa 40 Metern, die Pflanzen lagen in beiden Kreisen gegen den Uhrzeigersinn nieder und die Kreise lagen in Ost-West-Richtung angeordnet. Wie die "Independent Crop Circle Researchers' Association" (ICCRA, iccra.org) um Kornkreisforscher Jeffrey Wilson berichtet, informierte Joraszin umgehend seinen Vater von der ungewöhnlichen Entdeckung, wonach beide in den Kreisen und im Feld nach Spuren und Hinweisen auf die möglichen Verursacher suchten - konnten jedoch nichts dergleichen finden:

"Die niedergelegten Halme in beiden Kreisen waren nahezu allesamt noch gänzlich unbeschädigt, nichts war gebrochen und es fanden sich auch keine durcheinander liegenden oder gar abgebrochenen Blätter und Halme. Auf einer Fläche von mehr als 200 Quadratmetern fanden sich lediglich ein bis zwei von den Halmen abgebrochene Kolben."

Die Joraszs gehen davon aus, dass beide Kreise irgendwann zwischen dem 10. Oktober, als ein Paraglider die Felder überflog, ohne von den Kreisen zu berichten, und der Entdeckung am Nachmittag des 13. Oktober entstanden sein müssen.

"Sollte sich diese Abwesenheit von Schäden bestätigen lassen, wäre dies angesichts der durch mechanisches Niederdrücken sehr leicht brüchigen Struktur von Mais aus Sicht der Kornkreisforschung sehr interessant", kommentiert Müller die Beschreibung der Qualität der Maiskreise in Michigan. "In den vergangenen Jahren wurden im Spätsommer immer wieder Kornkreise im Mais auch in England gefunden, wie sie mehrheitlich menschlichen Fälschern zugeschrieben werden konnten und ebenso offenkundige wie umfangreiche Schäden an den Pflanzen (...wir berichteten) aufzeigten."

- Den ausführlichen ICCRA-Bericht zu den Kornkreisen bei Bark River finden Sie HIER

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / cropcircleconnector.com / iccra.org / kornkreise-forschung.de
Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de
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