Freitag, 25. November 2011

Ausstellung in Nürnberg: "Gespenster, Magie und Zauber - Konstruktionen des Irrationalen in der Kunst von Füssli bis heute

Der Nachtmahr: Das wohl bekannteste Werk von Johann Heinrich Füssli (1781). | Copyright: Public Domain

Nürnberg/ Deutschland - Noch bis zum 26. Januar 2012 zeigt das "Neue Museum" in Nürnberg die Ausstellung "Gespenster, Magie und Zauber", die sich mit der "Konstruktionen des Irrationalen in der Kunst von Füssli bis heute" beschäftigt. Im Begleitprogramm präsentiert das Museum auch Vorträge zu konkret grenzwissenschaftlichen Themen.

"Immer wieder tauchen sie auf, die Motive des Irrationalen und die Szenerien des Unheimlichen, auch in der ganz zeitgenössischen und jüngsten Kunst", erläutert der Pressetext zur Ausstellung. " 'Telepathische Sitzungen' bei Sigmar Polke, 'Große Geister' bei Thomas Schütte oder Wahrsagerei bei Christian Jankoswki. Künstler beschäftigen sich mit Materialisationsphänomenen, Levitationen oder mediumistischer Telekinese. Wovon leiten sich Motive wie Geistererscheinungen, Hexen, Zauberer und magische Phänomene in der Kunst ab?"

Bei dem Rückblick, den die Ausstellung wirft, dürfe der Künstler Johann Heinrich Füssli (s. Abb.) nicht fehlen, der in seinem Werk immer wieder die Welt der Träume und Visionen, oft des Grauens thematisiert, und er wird dabei von englischen Gespenstergeschichten inspiriert.

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"Vorlagen für die Welt der Geister in der Kunst sind in der Literatur zu finden, etwa bei den Dramen von William Shakespeare oder bei dem Dichter John Milton. Deren Ursprung reicht jedoch bis in die Schöpfungsgeschichte zurück, die Geburt der Geister findet im Pandämonium, der Vorhölle, statt. Aber auch die Geisterwesen des Volksglaubens, Feen, Kobolde und Dämonen sind Ausgangspunkte. Schon Goethes Hexeneinmaleins zeigte, dass Goethe mit einer gezielt künstlerischen Methode etwas konstruierte, was lediglich irrational erscheint.

Woran Darstellungen anknüpfen, wie sich Motive herleiten lassen und welchen Konstruktionen ein übersinnlich wirkendes Bildrepertoire zugrunde liegt, zeigt diese Ausstellung. Japanische Erzählungen, englische Dramen, die Figur des Hexenmeisters Faust, der Spiritismus des 19. Jahrhunderts, Beispiele der sogenannten 'Kunst der Geisteskranken' aus der Prinzhorn Sammlung in Heidelberg aber auch Momente alltäglicher Lebenswirklichkeit bilden die Vorlagen für vielfältig spukhafte Szenerien. In einem Dialog von zeitgenössischer Kunst und Werken anderer Jahrhunderte führt die Ausstellung Gespenster, Magie und Zauber des Neuen Museums Werke von gut 40 Künstlern zusammen und widmet sich den Traditionen und Ideenzusammenhängen solcher Motive des Irrationalen. Neben den genannten werden unter anderem auch Werke von Gabriel von Max, Hokusai, Paul Klee, Joseph Beuys, Lili Fischer und Tobias Gerber zu sehen sein."

Das Begleitprogramm zur Ausstellung bietet unter anderem am 13. Dezember einen Vortrag über "Gabriel von Max und der Spiritismus in München" oder am 26. Januar 2012 einen Vortrag von Vortrag von Prof. Dr. Walter von Lucadou aus Freiburg zum Thema "Geistern auf der Spur - Eine wissenschaftliche Herausforderung"

- Weitere Informationen und Termine des Begleitprogramms finden Sie HIER

WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA

Ausstellung im Mühlerama, Zürich: Geisterstunde
14. April 2011

Bücher zum Thema:

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Quellen: nmn.de / grenzwissenschaft-aktuell.de

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