Dienstag, 20. Dezember 2011

Begegnungen in der Galaxie – Neues Kommunikationszentrum der Astronomie in Heidelberg

Das Gebäude ist der Form und Dynamik einer Spiralgalaxie nachempfunden. | Copyright: Markus Pössel

Heidelberg/ Deutschland - Das "Haus der Astronomie" vermittelt der Allgemeinheit die Faszination der Astronomie, unterstützt die Einbindung astronomischer Themen in Schule und Kindergarten und fördert den Austausch zwischen den Wissenschaftlern. Um diese Ziele zu erreichen, finden in dem neuen Kommunikationszentrum auf dem Heidelberger Königstuhl sowohl Fachkonferenzen als auch öffentliche Vorträge, Schülerworkshops oder Lehrerfortbildungen statt.

- Bei dieser Meldung handelt es sich um eine Pressemitteilung des Max-Planck-Institut für Astronomie, mpia.de

Ende 2008 gründeten Max-Planck-Gesellschaft und Klaus Tschira Stiftung gemeinsam das Haus der Astronomie. Schon Anfang 2009 nahm es seine Aktivitäten auf. Allerdings fehlte noch das passende Gebäude. Es wurde von dem Darmstädter Architektenbüro Bernhardt + Partner umgesetzt und am 16. Dezember eröffnet. Nach einer Idee des Stifters Klaus Tschira ist es in Form und Dynamik einer Spiralgalaxie nachempfunden.

In dem Gebäude entstehen Materialien für den Einsatz in Kindergärten oder im Unterricht (etwa im Rahmen des Projekts „Wissenschaft in die Schulen!“ oder „Astro-Koffer“ mit Mitmach-Experimenten) ebenso wie die deutschen Übersetzungen von Mitmach-Portalen ("Galaxy Zoo Hubble") oder der Pressemitteilungen der Europäischen Südsternwarte (ESO).

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In den Spiralarmen des Gebäudes befinden sich Workshopräume für Gruppen, Ausstellungsflächen und Büros. Das Zentrum der Galaxie bildet ein multifunktionaler Hörsaal mit 101 Sitzplätzen, der mit modernster multimedialer Technik ausgestattet ist. Hier können Bilder und 3-D-Visualisierungen, wie sie die Astronomen aus Beobachtungen und Computersimulationen erhalten, eindrucksvoll gezeigt werden. Das nachhaltige Energiekonzept nutzt Geothermie, um das Gebäude zu beheizen und zu kühlen.

Eine Beobachtungsstation mit Platz für Kleinteleskope ist auf dem Gelände der benachbarten Landessternwarte errichtet worden. Auch die größeren Teleskope der Landessternwarte und des Max-Planck-Instituts stehen für besondere Beobachtungsvorhaben zur Verfügung.

Hinter dem Haus der Astronomie steht eine ungewöhnliche Partnerschaft privater und öffentlicher Institutionen: Die Klaus Tschira Stiftung ist nicht nur Bauherrin des Gebäudes, sondern hat darüber hinaus eine angemessene Grundausstattung gestiftet. Betrieben wird es von der Max-Planck-Gesellschaft; die Leitung obliegt dem Max-Planck-Institut für Astronomie, auf dessen Gelände das Gebäude errichtet wurde. Weitere Partner sind die Universität Heidelberg und die Stadt Heidelberg, die sich an der Personalausstattung beteiligen.

Das Projekt wird vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst sowie vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg unterstützt. Wichtige Kooperationspartner sind außerdem die Zeitschrift Sterne und Weltraum, deren seit 50 Jahren auf dem Königstuhl ansässige Redaktion nun ins Haus der Astronomie eingezogen ist, sowie der Verein Astronomieschule.

Das Haus der Astronomie ist kein Museum mit regulären Öffnungszeiten und bietet auch kein Planetarium mit täglichem Programm. Für die allgemeine Öffentlichkeit sind jedoch Besichtigungen des Hauses im Rahmen von Veranstaltungen oder Führungen (mit Voranmeldung) möglich.

Quelle: mpia.de
Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de
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