Dienstag, 13. Dezember 2011

NASA-Geständnis: Hunderte Proben außerirdischen Materials verschwunden

Der von Apollo 15 zur Erde gebrachte "Genesis Rock" vom Mond. | Copyright: NASA

Washington/ USA – In einem aktuellen Bericht kommt der NASA-Inspekteur General Paul K. Martin zu der Erkenntnis, dass der US-amerikanische Raumfahrtbehörde in den Jahren zwischen 1970 bis 2010 mehrere hundert Proben außerirdischen Materials abhanden gekommen sind.

Verloren gegangen, so der Bericht des Inspekteurs, seien Gesteinsproben vom Mond gemeinsam mit insgesamt 517 Proben sogenannter Astromaterialien auf den Wegen zwischen der Raumfahrtbehörde und Forschungsinstitutionen und Wissenschaftlern, denen die wertvollen Bodenproben vom Mond vornehmlich zu Forschungszwecken ausgeliehen worden waren.

Neben dem Mondgestein, handelt es sich bei den "verlorenen" Astromaterialien auch um Proben von Meteoriten von Mars und Mond, Asteroiden sowie Ionenproben des Sonnenwinds und Staub von Kometen und aus dem interstellaren Raum.

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Einen der Hauptgründe für den aus wissenschaftlicher Sicht schmerzhaften Verlust der seltenen und wertvollen Materialproben sieht Martin in der Ungenauigkeit der Aufzeichnungen der NASA selbst. Auch die Empfänger der ausgeliehenen Proben seien mit dem Material in einigen Fällen derart schlampig umgegangen, dass dessen Aufenthalt nicht mehr nachvollzogen werden konnten, Rückgabefristen nicht eingehalten und teilweise überhaupt keine Nachweise der anhand des Materials durchgeführten Untersuchungen erbracht wurden.

Der größte gemeinsame Verlust an Mondproben konnte sogar einem einzigen Forscher zugeschrieben werden, der 2010 sage und schreibe 18 Proben vom Mond "verloren" hatte. In einem anderen Fall wurde ein Stein vom Mond, der jahrelang als verloren galt, in einer Schachtel mit Andenken des einstigen US-Präsidenten Bill Clinton in einem Archiv in Arkansas wieder entdeckt. Gestohlen hatte Clinton den Mondstein jedoch nicht - er wurde ihm im Rahmen einer NASA-Feier als Geschenk übergeben.

Zukünftig soll ein von General Martin vorgeschlagenes, neues Inventarsystem die NASA-Verluste minimieren.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / oig.nasa.gov
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