Mittwoch, 14. Dezember 2011

Studie: Der Mars ist großflächig lebensfreundlicher als die Erde

Blick auf den Mars | Copyright: Viking Project, NASA

Weston/ Australien - Eine neue Studie kommt zu dem Schluss, dass große Teile des Marsuntergrunds derart warm sind, dass dort Wasser in flüssiger Form existieren kann und irdische und damit auch potentielle Marsmikroben leben könnten. Stimmen die Berechnungen der Forscher, so wären größere Regionen des Mars lebensfreundlich als der Erde - zumindest für mikrobische Lebensformen.

Wie die Forscher um die Doktorandin Eriita Jones und Dr. Charley Lineweaver und von der Australian National University (anu.edu.au) aktuell im Fachmagazin "Astrobiology" berichten, haben sie eine bislang unübertroffene Modellberechnung des Mars durchgeführt, um das Potential des Roten Planeten Wasser in flüssiger Form beherbergen zu können auszuloten.

"Unsere Modelle sagen uns, dass der Marsuntergrund voll von Wasser sein könnte - Wasser, dessen Temperaturen und Druckverhältnisse lebensfreundlich für irdisches Leben sein könnten", so Jones.

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Dass die Erde über eine warme und bis zu fünf Kilometer tief hinabreichende Biosphäre verfügt sei bekannt, so Lineweaver, "Wenn es eine vergleichbare sich tief in den Untergrund erstreckende Biosphäre auf dem Mars gibt, so wäre würde diese rund 30 Kilometer hinabreichen."

Schon zuvor hatten die Wissenschaftler die lebensfreundlichen Regionen der Erde ermittelt und haben nun die gleichen Methoden auch auf den Mars angewandt: "Wir haben herausgefunden, dass etwa drei Prozent des Volumens des heutigen Mars das Potential aufweist, zumindest irdisches Leben zu ermöglichen", so Lineweaver. "Im Vergleich zu dem lediglich einen Prozent der Erdmasse, das diese Qualität aufweist, ist das unerwartet viel."

Der beste Weg, auf dem Mars flüssiges Wasser und potentielle Mikroben zu finden, wäre, so schlussfolgern die Forscher, dort in die Tiefe zu graben. Leider ist die sich derzeit auf dem Weg zum Mars befindliche Rover-Mission der NASA, das "Mars Science Laboratory" (MSL), darauf jedoch nicht ausgelegt und kann gerade einmal 10 bis 20 Zentimeter tief im Marsboden graben.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / anu.edu.au
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