Eine Frage der Perspektive: Kontakt mit Außerirdischen (Illu.) | Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.deLüdenscheid/ Deutschland - Die umfangreichste UFO-Datenbank im europäischen Internet, "UFO-Datenbank.de", wurde jetzt um etwa 270 neue Einträge erweitert, in welchen die Zeugen von Kontakten mit außerirdischen Wesen berichteten. Während über die Authentizität der Aussagen sicherlich kontrovers diskutiert werden kann und wird, zeichnen sich die Einträge vor allem jedoch dadurch aus, dass in den frühesten Fällen, ab 1947, Kontaktberichte dieser Art weltweit nur wenig verbreitet waren. Es sei demnach eher unwahrscheinlich, so die Administratoren des Archivs, "dass Begegnungen, die in unterschiedlichen Ländern erfolgten, voneinander abgekupfert wurden".
Dennoch gleiche sich der Inhalt der Berichte häufig: "Zufällig begegnet eine Person einer anderen, meist humanoiden Person, die sich als Außerirdischer ausgibt. In weiteren Treffen erhalten die Zeugen dann Weisungen und Informationen, werden schließlich in ein gelandetes Objekt geführt und absolvieren einen Raumflug. Bei den an sie weitergegebenen Informationen handelt es sich oftmals um Warnungen vor der Atomkraft und Versuchen mit Bomben, in anderen Fällen wird auf eine drohende Kriegsgefahr hingewiesen. Die meisten dieser sogenannten 'Kontaktler' bekommen zum Schluss der Besuche den Auftrag, eine Gruppe oder ähnliches zu bilden, und die Warnungen und Weisheiten der Außerirdischen zu verbreiten."
Die UFO-Datenbank selbst ist ein gruppenübergreifendes Projekt der deutschen UFO-Forscher unter der Schirmherrschaft der "Gesellschaft zur Erforschung des UFO-Phänomens" (GEP e.V.), das im Februar 2007 erstmals online ging. Seit dieser Zeit wurden 10.027 Sichtungsfälle eingetragen und die Datenbank wächst weiter: "Es sind weitere umfangreiche Updates geplant", erklärt Christian Czech, der Administrator der UFO-Datenbank. Schon jetzt gilt sie als größte Datenbank zum Thema UFOs im europäischen Internet.
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Ziel der Datenbank, so Czech, sei die transparente Arbeit der UFO-Gruppen zu fördern. Außerdem sollen Sichtungszeugen eine Hilfe zur Recherche haben. "So kann jeder, der glaubt, ein UFO gesichtet zu haben, selber in der Datenbank nachschauen, ob es bereits einen Fall zu diesem Zeitpunkt und an seinem Standpunkt gibt, und um was es sich dabei möglicher- oder nachgewiesener Weise gehandelt hat. Des Weiteren kann der Sichtungszeuge seine Beobachtung der UFO-Datenbank über ein Formular melden."
Zwischen dem Mythos und der Wahrheit über das UFO-Phänomen liegen allerdings oftmals Welten: "Von den Medien wurde uns Jahrzehntelang erklärt, UFOs kommen vom Mars und beherbergen kleine grüne Männchen. Mit diesem Mythos räumt die UFO-Datenbank auf: Es gibt hier keine Sichtungsberichte, in dem jemand kleine grüne Männchen vom Mars beobachtet haben will", weiß Czech zu berichten. "Ein UFO ist auch nichts, was zwangsläufig aus dem Weltall kommt. Ein UFO ist ein Objekt, welches der Beobachter zum Zeitpunkt der Beobachtung nicht oder nicht eindeutig als Objekt bekannter Herkunft identifizieren konnte. Bei einer anschließenden Untersuchung entscheidet sich dann, ob das beobachtete Objekt ein IFO, also ein 'identifiziertes, fliegendes Objekt' wird oder als UFO, weiterhin unidentifiziert bleibt."
Und auch mit einem weitere Vorurteil wollen die Forscher aufräumen: UFO-Zeugen sind keine Spinner: "All zu oft greifen Vorurteile, in denen ein Sichtungszeuge als Spinner dargestellt wird. Das ist mit Nichten der Fall. Niemand ist ein Spinner, nur weil er am Himmel etwas gesehen hat, was er sich nicht erklären kann. Selbst die abgefahrenste Geschichte rechtfertigt zunächst nicht einen solchen Vorwurf- Die Erfahrung zeigt, dass hinter den meisten Geschichten etwas steckt. Und das gilt es herauszufinden.“
Nicht selten wird die UFO-Datenbank mit der Frage konfrontiert: UFOs, IFOs oder alles nur UFOs oder nur IFOs? "Da gibt es Gruppen, die meinen, dass UFO-Berichte nichts in der Datenbank zu suchen hätten, da es sich zumeist um Märchen handele. Außerdem gibt es Gruppen, die sind der Meinung, dass IFOs nichts in einer UFO-Datenbank verloren hätten." Hierzu erklärt Czech: "Beide Aussagen sind falsch! Zunächst einmal wollen wir ein komplettes Bild des Phänomens zeigen. Dazu gehört, dass man auch alle Sichtungen einträgt. Schlussendlich ist es zunächst egal, als was eine Sichtung identifiziert wurde, es bleibt seitens des Zeugen eine UFO-Sichtung. Ich halte es auch für falsch, dass man Berichte ad acta legt, nur weil es ein IFO ist. In der wissenschaftlichen Forschung gibt es die 100%-Regel und die besagt, dass ausnahmslos alle Daten erfasst werden müssen. Eine Interpretation der Daten folgt in nächsten Schritten."
Wer selbst schon mal ein UFO gesehen hat und seine Beobachtung gerne melden oder recherchieren möchte, der kann dies in der UFO-Datenbank tun. Auch wer selbst ein privates UFO-Archiv besitzt und es gerne loswerden oder an der Datenbank mitarbeiten möchte, kann sich an die Betreiber von "UFO-Datenbank.de" wenden. "Wir sind ständig auf der Suche nach neuen (alten) Sichtungen und Material, was in der UFO-Datenbank verwertet werden kann."
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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / ufo-datenbank.de
