Künstlerische Interpretation eines fernen Felsplaneten | Copyright: ESO/L. CalcadaCambridge/ USA - In seiner Beurteilung der Frage, ob die Menschheit alleine im Universum ist und ob es auf fernen Planeten Leben gibt, kommt der angesehene Astronom Dr. Howard Smith vom "Harvard-Smithonian Center for Astrophysics" zu der ernüchternden Ansicht, dass das Leben wahrscheinlich eine Ausnahme und vielleicht sogar auf unseren Planeten beschränkt ist.
Smith begründet seine Einschätzung mit seiner Untersuchung der bislang etwas mehr als 500 entdeckten sogenannten Exoplaneten, Planeten also, die ferne Sterne umkreisen. "Die extremen Bedingungen auf den bislang entdeckten Exoplaneten sind lebensfeindlich und wahrscheinlich die Norm. Die lebensfreundlichen Bedingungen auf der Erde hingegen sind wahrscheinlich einmalig", zitiert der britische Telegraph" den Astronomen.
Allerdings scheint Howard den Umstand zu übersehen, dass es sich bei der deutlichen Mehrheit der bislang entdeckten Exoplaneten um große Gasplaneten handelt, auf welchen es auch nach irdischen Maßstäben kein Leben geben kann. Tatsächlich erscheinen aber auch die wenigen bislang entdeckten Felsplaneten außerhalb unseres Sonnensystems kaum lebensfreundlich - zumindest für Lebensformen, wie wir sie von der Erde kennen. Nur "Gliese 518g" umkreist sein Zentralgestirn innerhalb der sogenannten habitablen Zone, jenem Abstand also, der gemäßigte Temperaturen und damit flüssiges Wasser und somit auch Leben nach irdischem Maßstab erlaubt.
Astrobiologen verweisen jedoch darauf, dass sich außerirdisches Leben grundlegend von dem irdischen Leben und dessen Grundlagen unterscheiden könnte. Schon kurzfristig erhoffen sich Astronomen die Entdeckung von Hunderten felsiger und damit erdartiger Exoplaneten mit dem NASA-Weltraumteleskop "Kepler".
Entsprechende Hoffnungen versucht Howard mit einem weiteren Argument zu dämpfen, wenn er hinzufügt, dass selbst wenn Leben auf einem Exoplaneten nachgewiesen werden könnte, es in absehbarer Zeit nicht möglich sein werde, mit diesen Außerirdischen in Kontakt zu treten: "Jede Hoffnung auf einen Kontakt muss auf eine relativ kleine Blase von etwa 1.250 Lichtjahren Ausdehnung um unseren Planet beschränkt, innerhalb derer Außerirdische in der Lage seien, unsere Signale zu empfangen und uns Botschaften zu senden. Eine Kommunikation könnte also Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte dauern."
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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / telegraph.co.uk / cfa.harvard.edu




