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Dienstag, 25. Januar 2011

Harvard-Astronom: Wir sind wahrscheinlich allein

Künstlerische Interpretation eines fernen Felsplaneten | Copyright: ESO/L. Calcada

Cambridge/ USA - In seiner Beurteilung der Frage, ob die Menschheit alleine im Universum ist und ob es auf fernen Planeten Leben gibt, kommt der angesehene Astronom Dr. Howard Smith vom "Harvard-Smithonian Center for Astrophysics" zu der ernüchternden Ansicht, dass das Leben wahrscheinlich eine Ausnahme und vielleicht sogar auf unseren Planeten beschränkt ist.

Smith begründet seine Einschätzung mit seiner Untersuchung der bislang etwas mehr als 500 entdeckten sogenannten Exoplaneten, Planeten also, die ferne Sterne umkreisen. "Die extremen Bedingungen auf den bislang entdeckten Exoplaneten sind lebensfeindlich und wahrscheinlich die Norm. Die lebensfreundlichen Bedingungen auf der Erde hingegen sind wahrscheinlich einmalig", zitiert der britische Telegraph" den Astronomen.

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Allerdings scheint Howard den Umstand zu übersehen, dass es sich bei der deutlichen Mehrheit der bislang entdeckten Exoplaneten um große Gasplaneten handelt, auf welchen es auch nach irdischen Maßstäben kein Leben geben kann. Tatsächlich erscheinen aber auch die wenigen bislang entdeckten Felsplaneten außerhalb unseres Sonnensystems kaum lebensfreundlich - zumindest für Lebensformen, wie wir sie von der Erde kennen. Nur "Gliese 518g" umkreist sein Zentralgestirn innerhalb der sogenannten habitablen Zone, jenem Abstand also, der gemäßigte Temperaturen und damit flüssiges Wasser und somit auch Leben nach irdischem Maßstab erlaubt.

Astrobiologen verweisen jedoch darauf, dass sich außerirdisches Leben grundlegend von dem irdischen Leben und dessen Grundlagen unterscheiden könnte. Schon kurzfristig erhoffen sich Astronomen die Entdeckung von Hunderten felsiger und damit erdartiger Exoplaneten mit dem NASA-Weltraumteleskop "Kepler".

Entsprechende Hoffnungen versucht Howard mit einem weiteren Argument zu dämpfen, wenn er hinzufügt, dass selbst wenn Leben auf einem Exoplaneten nachgewiesen werden könnte, es in absehbarer Zeit nicht möglich sein werde, mit diesen Außerirdischen in Kontakt zu treten: "Jede Hoffnung auf einen Kontakt muss auf eine relativ kleine Blase von etwa 1.250 Lichtjahren Ausdehnung um unseren Planet beschränkt, innerhalb derer Außerirdische in der Lage seien, unsere Signale zu empfangen und uns Botschaften zu senden. Eine Kommunikation könnte also Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte dauern."

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / telegraph.co.uk / cfa.harvard.edu

Offizielles Schreiben: Zahi Hawass fordert Rückgabe der Nofretete

Die Büste der Nofrete (ehemals) im Ägyptischen Museum Berlin | Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de

Berlin/ Deutschland - In einem Brief an den Präsidenten der "Stiftung Preußischer Kulturbesitz", Prof. Dr. Hermann Parzinger, hat Dr. Zahi Hawass, Generalsekretär der ägyptischen Altertumsverwaltung, Anfang Januar 2011 die Rückgabe der Büste der Nofretete gefordert. Da das Schreiben jedoch nicht vom ägyptischen Ministerpräsidenten unterzeichnet wurde, sieht Berlin in dem Brief jedoch kein offizielles Rückgabeersuchen von Seiten des ägyptischen Staates.

Zu der aktuellen Situation erklärte Parzinger am gestrigen Montag: "Die Haltung der 'Stiftung Preußischer Kulturbesitz' hinsichtlich einer Rückgabe der Büste der Nofretete ist unverändert. Sie ist und bleibt die beste Botschafterin Ägyptens in Berlin. Die 'Stiftung Preußischer Kulturbesitz' hat darüber hinaus großes Interesse an einer guten Kooperation ihrer Museen mit den ägyptischen Fachleuten und formuliert derzeit erste Ideen für eine Zusammenarbeit." Diese Kooperationsvorschläge will Parzinger auch in meinem Antwortschreiben an Zahi Hawass erläutern.

Zu den Umständen des Fundes und der sich daraus ableitenden Besitztumsfragen erläutert die Stiftung in einer Presseerklärung folgendes: "Die Büste der Nofretete, die heute in der ägyptischen Sammlung im "Neuen Museum" auf der Museumsinsel Berlin (ehemals "Ägyptisches Museum Berlin") zu sehen ist, wurde im Rahmen einer von Ägypten genehmigten wissenschaftlichen Ausgrabung in Tell-el-Amarna 1912 gefunden. Die Grabung war durch die Finanzierung des Berliner Kaufmanns und Mäzens James Simon ermöglicht und von Professor Dr. Borchardt vom Kaiserlichen Deutschen Institut für Ägyptische Altertumskunde geleitet worden.

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Die Vereinbarung mit der ägyptischen Seite sah von Anfang an eine damals übliche Fundteilung, als Gegenleistung für die Finanzierung, vor. Um sicherzustellen, dass beide Parteien gleichwertige Anteile der Grabungsfunde erhalten, war vereinbart, dass das Archäologenteam den Fund in zwei Teile teilt und der ägyptische Antikendienst als Vertreter der ägyptischen Regierung dann einen davon auswählt. Das ist so auch geschehen. Die Objekte waren in Listen genau erfasst. Von den herausragenden Fundstücken - so auch von der Büste der Nofretete - lagen Fotografien vor, die die Schönheit und Qualität der Objekte eindeutig wiedergeben. Zudem standen die geöffneten Kisten zur Begutachtung der Objekte bereit. Von einer Täuschung bei der Teilung kann keine Rede sein. Die Dokumente belegen klar und deutlich, dass der preußische Staat die Büste rechtmäßig erwarb und keine Rechtsansprüche von Seiten Ägyptens bestehen."

Schon im vergangenen März war Außenminister Guido Westerwelle (FDP) bei einem Besuch in Kairo darum bemüht, die Position der Stiftung und der deutschen Bundesregierung darzulegen und die ägyptische Regierung von dieser zu überzeugen.

Schon seit mehren Jahren vermutet und erklärt Hawass hingegen, die Büste der Nofretete sei 1913 unter Vorgabe falscher Tatsachen und somit unrechtmäßig nach Berlin gelangt und bemüht sich seit dem Frühjahr 2009 diese Behauptung sogar mit einem historischen Dokument zu belegen (...wir berichteten).

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / hv.spk-berlin.de

2011: Erster Kornkreis in Indonesien entdeckt

Kornkreis in einem Reisfeld nahe Sleman, Yogyakarta | Copyright: unbekannt

Sleman/ Indonesien - Unerwartet früh wurde am vergangenen Sonntag der erste Kornkreis des Jahres 2011 entdeckt. Ungewöhnlich auch der Fundort: Nicht in einer englischen Grafschaft sondern in einem Reisfeld außerhalb es Dorfes Sleman nahe Yogyakarta auf der indonesischen Insel Java.

Wie "Kornkreise-Forschung.de" unter Berufung auf indonesische Medienmeldungen berichtet, handelt es sich um ein komplexes Muster aus sich überlagernden Ringen und Kreisen, das laut einem Bericht der "Jakarta Post" einen Durchmesser von rund 70 Metern aufweisen soll.

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Derzeit werde der Kornkreis von der örtlichen Polizei untersucht. Während die Dorfbewohner glauben, dass der Kornkreis von einem UFO hinterlassen wurde oder ein Zeichen Gottes sei, will sich Polizeichef Iwan Ramaini derweil noch nicht festlegen und vermutet, es könnte sich auch um ein Naturphänomen handeln.

Grafische Rekonstruktion, geometrisch idealisiert | Copyright: A. Müller, kornkreise-forschung.de

Der deutsche Kornkreisforscher Andreas Müller leitet eines der umfangreichsten Archive zum Thema Kornkreise und bestätigt, dass es sich nicht nur um die erste Kornkreisformation für 2011 sondern auch um das erste Kornkreismuster handelt, das in Indonesien überhaupt entdeckt und dokumentiert werden könnte. "Leider liegt noch kein Luftbild der Formation vor. Doch erste Analysen der vorliegenden Fotos lassen vermuten, dass das Muster zumindest aus geometrischer Sicht eher ungenau erscheint. Dieser Eindruck könnte aber auch durch die Perspektive der bisherigen Aufnahmen entstehen. Genaueres kann aber erst gesagt werden, wenn weitere Informationen und Materialien zum Kornkreise vorliegen."

Binnen kürzester Zeit ist das Kornkreisfeld zur lokalen Attraktion geworden, zumal man von einem nahe gelegenen Hügel eine gute Draufsicht auf den Kornkreis hat. Bis zum Redaktionsschluss dieser Meldung lagen noch keine weiteren Informationen zum Kornkreis vor.

Panorama-Draufsicht auf den Kornkreis von Sleman, Yogyakarta | Copyright: unbekannt

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / kornkreise-forschung.de / thejakartapost.com / tempointeraktif.com
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