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Samstag, 29. Januar 2011

Astrofotografie: Hobby-Astronomen entdecken "Gesicht" im Orionnebel

Aufnahme des Orionnebels von Roland Störmer | Copyright: Roland Störmer, digital-foto-video.eu

Unna/ Deutschland - Auf Aufnahmen des Orionnebels haben deutsche Hobbyastronomen eine Struktur entdeckt, die wie ein gigantisches menschliches Gesicht erscheint.

Natürlich handelt es sich nicht wirklich um ein Gesicht, sondern um ein Spiel aus Licht, Nebel und Schatten innerhalb der Strukturen des Emissionsnebels im Sternbild Orion. Aufgrund der scheinbaren Helligkeit von 4,0 mag und seiner verhältnismäßig großen Ausdehnung ist der aus den Einzelobjekten "M 42" und "M 43" bestehende Orionnebel auch mit bloßem Auge als Teil des Schwertes des Orion sichtbar. Zugleich ist der Orionnebel eines der aktivsten Sternentstehungsgebiete in der galaktischen Nachbarschaft der Sonne.

Detailvergrößerung des "Orion-Gesichts" | Copyright: Roland Störmer, digital-foto-video.eu

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Auf den Aufnahmen des Hobby-Astronomen Roland Störmer (digital-foto-video.eu) haben Mitglieder des Astronomie-Forums "balkonsternwarten-netzwerk.de" um Hartmut Schubert das "Gesicht" erst kürzlich entdeckt. "Einer der Forumsmitglieder wollte sogar das Abbild von Leonardo da Vinci erkannt haben. Ich fand dies sehr amüsant. Wer hatte schon sein eigenes Orion-Gesicht? Das Gesicht auf dem Mars hat doch jeder schon gesehen, aber von einem Gesicht im Orionnebel war mir nichts bekannt", kommentiert Störmer die Entdeckung. "Mein Bild sorgte also für rege Diskussion. Die Umrisse eines menschlichen Gesichtes traten sicherlich durch die etwas starke Bearbeitung mit dem Hochpass-Filter in Erscheinung und beflügelten so die Phantasie des Betrachters."

Tatsächlich ist das Orion-Gesicht aber auch auf zahlreichen anderen Aufnahmen des Orionnebels zu sehen, darunter auch auf Bildern des Hubble-Weltraumteleskops. (Klicken Sie auf die Bildmitte, um zu einer vergrößerten Darstellung zu gelangen) | Copyright: M. Robberto (Space Telescope Science Institute/ESA), Hubble Space Telescope Orion Treasury Project Team

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / digital-foto-video.eu / balkonsternwarten-netzwerk.de / hubblesite.org

Fossilienfunde: Dinosaurier überlebten Massenaussterben um ganze 700.000 Jahre

Hadrosaurier (gezeichnet von Henrich Harder, 1916) | Copyright: Public Domain

Alberta/ Kanada - Die Annahme, dass die Dinosaurier bei dem Massenaussterben der ländlichen Ökosysteme vor zwischen 65 und 66 Millionen Jahren ausnahmslos ausstarben, gilt schon lange als wissenschaftlich gesichert. Neue fossile Knochenfunden im US-Bundesstaat New Mexico stellen dieses Paradigma in Frage, belegen sie doch, dass einige Urzeitechsen das globale Massensterben um ganze 700.000 Jahre überlebt haben.

Wie das Team der Forscher um Larry Heaman von der "University of Alberta" im Fachjournal "Geology" berichten, konnte der Oberschenkelknochen eines Hadrosauriers (Hadrosauridae) mit einem neuen Datierungsverfahren auf ein Alter von nur 64.8 Millionen Jahren datiert werden.

Das bedeutet, dass der Pflanzenfresser noch rund 700.000 Jahre nach dem Massenaussterben gelebt haben muss. Von diesem Ereignis haben Paläontologen bislang geglaubt, dass es mit Ausnahme der Flugsaurier alle Dinosaurierarten für immer von der Erdoberfläche ausgelöscht hatte. Haupttheorie für das Ereignis ist der Einschlag eines gewaltigen Meteoriten, in dessen Folge das Sonnenlicht verdeckt wurde und dies zu einer extremen Abkühlung geführt hatte, was wiederum dazu führte, dass mit der weltweiten Vegetation auch die primäre Nahrungsgrundlage der damals lebenden Landlebewesen vernichtet wurde.

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Heaman und seine Kollegen glauben, dass es mehrere Erklärungen für das Überleben zumindest der Hadrosaurier im heutigen New Mexico geben könnte. So sei es Möglich, dass in dieser Region die Vegetation und dadurch auch mehrere Populationen der Saurier überlebt hatten. Auch müsse nun die potentielle Überlebensfähigkeit von Dinosauriereiern selbst unter extremen klimatischen Bedingungen neu erforscht werden.

Das neue Datierungsverfahren, eine Uranium-Eisen-Isotopenanalyse der fossilen Überreste, könnte - so hoffen die Forscher - zukünftig an weiteren Funden angewendet werden und dann belegen, das neben den Hadrosauriern auch weitere Arten der Urzeitechsen das Massenaussterben überlebt haben könnten.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / ualberta.ca
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