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Freitag, 4. Februar 2011

Fünf Passagierpiloten beschreiben UFO-Sichtung über Indien

Grafische Rekonstruktion der Pilotensichtung | Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de

New Delhi/ Indien - Indischen Medienberichten zufolge haben fünf Piloten internationaler Fluggesellschaften die gemeinsame Sichtung eines bislang unbekannten Flugobjekts am 26. Januar 2011 über Westbengalen bestätigt.

Wie der "Deccan Herald" berichtet, war es zunächst der Kapitän der "Air India", der auf einem Flug von Kolkata nach New Delhi auf einer Flughöhe von 10.363 Metern ein glühendes, rundes und sehr schnell abwärts fallendes Objekt beobachtete: "Unsere Maschine flog gerade in den Luftraum über Gaya, nahe der Grenze zwischen Bengalen und Bihar, als ich das glühende Objekt unter uns sah, wie es mit großer Geschwindigkeit nach unten taumelte."

Zunächst hatte er sich nicht weiter darum gekümmert, da - so zumindest der Zeitungsbericht - derartige Sichtungen durch Piloten nicht ungewöhnlich seien (!?). Als sich das Flugzeug jedoch der Stadt Varanasi näherte, sei das Objekt immer noch deutlich sichtbar gewesen, woraufhin Kapitän Rishi umgehend die Flugsicherheit informierte, die wiederum die Bodenkontrolle in Kolkata alarmierte.

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Laut Aussagen des Kontrollpersonals in Kolkata, konnte die Sichtung des "Air India"-Piloten von mindesten vier weiteren Piloten internationaler Fluggesellschaften, die etwa zur gleichen Zeit den Luftraum mit Rishis Maschine teilten, die Sichtung bestätigen. Alle Sichtungszeugen stimmten darüber überein, dass das Objekt mit großer Geschwindigkeit Richtung Erde "gefallen" sei.

Bei diesen Flugzeugen habe es sich um Maschinen der finnischen "FinAir", der schwedischen "Novou Air", der "Cathay Pacif" und "Dynasty Airways of China" gehandelt, die in entgegengesetzter Richtung zur Maschine der "India Air" auf zwischen 10.363 und 11.277 Metern flogen.

Als die Sichtung von weiteren Piloten bestätigt wurde, informierte die Bodenkontrolle in Kolkata umgehend auch die indische Luftwaffe. Hier konnte die Sichtung jedoch nicht durch Radaraufzeichnungen bestätigt werden, weswegen es auch zu keinem Einsatz gekommen sei.

"Es könnte sich um eine Sternschnuppe, eine Teil eines Meteors oder Weltraumschrott gehandelt haben", bemüht sich der Astronom Sanjib Sen vom "Positional Astronomy Centre" um eine mögliche Erklärung für die Sichtung der Piloten. Aufgrund der Bestätigung der Sichtung durch fünf professionelle Piloten, gäbe es keinen Zweifel an der Realität des Vorfalls. Was genau da jedoch vom Himmel gefallen sein, müsse allerdings noch geklärt werden. Bislang gibt es keine Berichte darüber, dass ein Objekt oder Trümmer auch tatsächlich auf der Erde eingeschlagen sind.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / deccanherald.com

Astrophysiker finden neue Überreste einer Nachbargalaxie in unserer Heimatgalaxie

Simulation des "Aquarius-Stroms" der die Milchstraße durchquert | Copyright: Arman Khalatyan, aip.de

Potsdam/ Deutschland - Ein internationales Team von Astronomen hat einen bislang unbekannten Sternstrom in unserer Milchstraße entdeckt: Der "Aquarius-Strom" verdankt seinen Namen dem Sternbild des Wassermanns (lat.: Aquarius) und besteht aus Überresten einer kleineren Galaxie in unserer kosmischen Nachbarschaft, die vor 700 Millionen Jahren von der Schwerkraft der Milchstraße auseinander gerissen wurde.

Die Entdeckung ist das Ergebnis der Vermessung der Geschwindigkeiten von 250.000 Sternen des am "Australian Astronomical Observatory" stationierten "RAVE Survey" durch Astronomen um die neuseeländische Astrophysikerin Mary Williams vom "Astrophysikalischen Institut Potsdam".

Im Gegensatz zu fast allen bekannten Strömen befindet er sich innerhalb der galaktischen Scheibe. Dort versperrt die hohe Konzentration der Sterne der Milchstraße den Blick, weshalb der Sternenstrom nicht leicht zu finden war. Der Strom als lokalisierte, geometrische Form ist im Gesamtbild zunächst gar nicht zu erkennen obwohl er sozusagen "direkt vor unserer Haustür liegt", so Williams.

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Mit RAVE hat die Astronomin nun erstmals die Radialgeschwindigkeiten von 12.000 Sternen in der Region vermessen und fand dabei heraus, dass sich 15 Sterne in ihrem Geschwindigkeitsmuster von den anderen unterscheiden und mit Relativgeschwindigkeiten von bis zu 15.000 km/h durch die rotierende Scheibe der Milchstraße hindurch schießen. Der Vergleich der Sternparameter mit Simulationen zeigte, dass die Sterne als Teil eines größeren Sternstroms ursprünglich von einer Nachbargalaxie stammen. Diese traf, von der Schwerkraft der Milchstraße angezogen, vor etwa 700 Millionen Jahren auf die Milchstraße, wurde auseinandergerissen und formte aufgrund der Dynamik schließlich einen Sternstrom. "Damit ist der Aquarius-Strom ein besonderer und vergleichsweise sehr junger Strom. Andere bekannte Ströme sind Milliarden von Jahre alt und in den Außenbereichen der Milchstraße lokalisiert."

Die besondere Methode, die mit Hilfe des "RAVE Surveys" zur Entdeckung des Sternstromes führte, lässt die Astronomen nun auf viele weitere Entdeckungen dieser Art hoffen. Bis 2012 soll RAVE die Charakteristika von bis zu einer Million Sternen unserer Milchstraße vermessen haben.

"Mit RAVE wollen wir die Entstehungsgeschichte unserer Milchstraße verstehen" erläutert Matthias Steinmetz, der Projektleiter der multinationalen RAVE-Kollaboration am "Astrophysikalischen Institut Potsdam". "Wir wollen wissen, wie häufig solche Verschmelzungen mit Nachbargalaxien in der Vergangenheit vorgekommen sind und welche wir in Zukunft zu erwarten haben."

Sicher ist: in etwa drei Milliarden Jahren steht der Milchstraße die nächste große Kollision mit der Andromeda-Galaxie bevor - wenn ihr nicht sogar eine der in den letzten Jahren entdeckten Zwerggalaxien in nächster kosmischer Nachbarschaft zuvorkommt.

Das AIP beschäftigt sich vorrangig mit kosmischen Magnetfeldern und extragalaktischer Astrophysik. Daneben wirkt das Institut als Kompetenzzentrum bei der Entwicklung von Forschungstechnologie in den Bereichen Spektroskopie, robotische Teleskope und E-Science. Das AIP ist Nachfolger der 1700 gegründeten Berliner Sternwarte und des 1874 gegründeten Astrophysikalischen Observatoriums Potsdam, das sich als erstes Institut weltweit ausdrücklich der Astrophysik widmete. Das AIP ist eine Stiftung privaten Rechts und ein Institut der Leibniz-Gemeinschaft. Zur Leibniz-Gemeinschaft gehören derzeit 87 außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, die wissenschaftliche Fragestellungen von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung bearbeiten.


Quellen: aip.de / grenzwissenschaft-aktuell.de

Homöopathischer Ärzteverband: "Überdosierungs-Aktion internationaler Skeptiker ist Unsinn"

Archiv: Homöopathische Präparate (Illu.) | Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de

Berlin/ Deutschland - Nachdem Homöopathie-Gegner bereits 2010 in England, Kanada und Australien medienwirksam vermeintliche Überdosierungen eines homöopathischen Arzneimittels eingenommen hatten, um die angebliche Wirkungslosigkeit der Homöopathie zu demonstrieren durch das Ausbleiben der Wirkung einer Überdosierung zu demonstrieren (...wir berichteten), planen deutsche Skeptiker auch an der diesjährigen internationalen Kampagne "10:23" am 5. und 6. Februar mit einer entsprechenden öffentlichen Einnahme in deutschen, österreichischen und Schweizer Städten teilzunehmen. In seinem Newsletter klärt der "Deutsche Zentralverein Homöopathischer Ärzte" (DZVhÄ) nun jedoch über die Sinnlosigkeit der Aktion auf, erläutert die tatsächlichen fachlichen Hintergründe und das richtige Vorgehen einer homöopathischen Arzneimittelprüfung.

Ziel der Aktion "10:23", so erläutert die skeptische "Gesellschaft zur wissenschaftlichen Überprüfung von Parawissenschaften" (GWUP, gwup.org), sei es, "Verbraucher und Patienten auf das eklatante Missverhältnis zwischen der behaupteten Wirkung und den Beweisen für die Wirksamkeit der Homöopathie hinzuweisen und eine ausführliche Diskussion zu diesem überholten Verfahren anzuregen."

Für die Skeptiker ist in Sachen Homöopathie schon lange klar: "Wo keine Wirkung, da keine Nebenwirkung. Nach diesem Motto demonstrieren Kritiker der Homöopathie im Rahmen der '10:23'-Aktion, dass man ohne Weiteres eine ganze Packung eines hochpotenzierten Homöopathikums einnehmen kann, völlig ohne Wirkung oder Nebenwirkungen."

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Der "Deutsche Zentralverein Homöopathischer Ärzte" (DZVhÄ, dzvhae.com) erläutert hingegen in der Januar-Ausgabe der "Homöopathischen Nachrichten" das richtige Vorgehen einer homöopathischen Arzneimittelprüfung: "Inhaltlich ist die sogenannte Überdosierung der GWUP völliger Nonsens, da es bei Hochpotenzen keine Rolle spielt, ob 2 oder 500 Globuli zu sich genommen werden"

"Homöopathen behaupten, dass Hochpotenzen einen substanzspezifischen Effekt hervorbringen; sie behaupten nicht, dass es sich dabei um einen pharmakologischen Effekt handelt", erläutert der DZVhÄ-Pressesprecher Christoph Trapp.

Von einer pharmakologischen Wirkung könne dann gesprochen werden, wenn eine Substanz regelhaft (d.h. statistisch belegbar) eine messbare Veränderung in einem Organismus hervorruft. "Eine pharmakologische Wirkung ist dosisabhängig und lässt sich in einer Dosis-Wirkungskurve beschreiben. Bei einer homöopathischen Arzneimittelprüfung im Bereich von Hochpotenzen wird keine messbare (oder jedenfalls eine sehr geringe) Dosis des Arzneimittels verabreicht, insofern kann auch keine pharmakologische Wirkung hervorgerufen werden.

Das Ziel einer homöopathischen Arzneimittelprüfung mit Hochpotenzen ist die Stimulierung von Reaktionen des Organismus. Diese Reaktionen lassen sich von pharmakologischen Wirkungen deutlich unterscheiden; sie sind stark individuell geprägt und den pharmakologischen Wirkungen der jeweiligen Substanz häufig entgegengesetzt. Erst aus der Analyse einer Gruppe von Prüfern ergibt sich ein spezifisches Muster. Warum überhaupt Reaktionen auftreten ist wissenschaftlich unklar, dass Reaktionen auftreten, ist belegt (Möllinger et al. A Double-Blind, Randomized, Homeopathic Pathogenetic Trial with Healthy Persons: Comparing Two High Potencies. Forschende Komplementärmed. Klass Naturheilkd 2004;11:274-280)."

An die freiwilligen Teilnehmer der Aktion "10:23" gewandt erläutert Trapp weiter:
"Soweit die Behauptungen von homöopathischer Seite. Als echter Skeptiker sollten Sie das nicht glauben; Sie können es aber ausprobieren. Einen Effekt wird es nur geben, wenn das individuelle Symptomenmuster passt. Wenn die Arznei keine 100-prozentige Übereinstimmung mit den Symptomen hat, müssen Sie sie häufiger einnehmen. Nehmen Sie eine Woche lang mehrmals täglich einige Kügelchen zu sich. Verwenden Sie dafür beispielsweise Schwefel (Sulfur) in einer C 30 (also weit jenseits der Avogadro-Zahl). Die Wahrscheinlichkeit, dass das eine oder andere Phänomen auftritt, ist bei häufigerer Einnahme deutlich höher. Falls Symptome auftreten und Sie sich fragen, ob diese überhaupt mit der Einnahme von Sulfur zusammenhängen, sollten Sie den Versuch einfach nach einigen Wochen wiederholen. Wenn keine Symptome auftreten, könnte das damit zusammenhängen, dass das Mittel nicht zu Ihnen passt. In diesem Fall könnten Sie den Versuch mit einem anderen Mittel wiederholen.

Bei einer richtigen homöopathischen Arzneimittelprüfung sind die Prüfer homöopathische Ärzte, die gelernt haben, auf die genaue Ausprägung von Symptomen zu achten. Die Prüfer werden von besonders erfahrenen homöopathischen Ärzten genau nach den aufgetretenen Symptomen befragt. Ob sich das auch mit Laien umsetzen lässt, wurde in größerem Maßstab noch nie erprobt. Bitte teilen Sie uns Ihre Erfahrungen mit, auch negativer Art."

Den obig zitierten fachlichen Hintergründen fügt Trapp in der Zeitschrift aber auch ein persönliches Kommentar hinzu: "(...) Ganz offensichtlich geht es hier auch gar nicht darum, sich ernsthaft mit der Technik der homöopathischen Arzneimittelprüfung und deren Relevanz auseinanderzusetzen.

Hier geht es um reine PR. Das hat im vergangenen Jahr bei den britischen Medien schon gut funktioniert - also wird es wiederholt. Ob das in Deutschland auch so gut ankommt, bleibt abzuwarten. Die Aktion der GWUP ist erschreckend platt. Eine Gesellschaft, die den Begriff der Wissenschaft im Namen trägt, reduziert sich auf reine Agitation. Schade!"

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / gwup.org / dzvhae.com
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