Standbilder aus dem Zeugenvideo zum Sichtungsfall Freiberg | Copyright/Quelle: M.K. (Sichtungszeuge), ufo-datenbank.deFreiberg/ Deutschland - Am 29 Januar 2011 erhielt die UFO-Datenbank eine Sichtungsmeldung über ein unbekanntes Flugobjekt, das am Tag zuvor gegen 22.45 Uhr über Freiberg in Sachsen beobachtet wurde und in der Folge für einiges Medieninteresse sorgte. Nach eingehenden Untersuchungen und Recherchen konnten die UFO-Forscher die vermeintliche UFO-Sichtung nun aufklären.
Den Fall wurde von den Ermittlern von "ufo-datenbank.de" wie folgt dokumentiert:
"Am 28.01.2011 gegen 22.45 Uhr sahen zwei Zeugen ein rötliches Licht, welches sich nicht bewegte. Es wurde mit einem Feuerball verglichen. Dieses Objekt schwebte für ca. 3 Minuten am Himmel. Dann wurde mit der Displaybeleuchtung des Handys auf das Objekt gewunken. Man wollte sehen, ob dies reagiert. Es reagierte und das Licht des Objekts wurde kleiner. Es setzte sich langsam in Bewegung. Aus der weiteren Befragung ging noch hervor, dass das Objekt östlich des dortigen Sportplatzes entlang der Chemnitzer Straße auftauchte, diese parallel entlang flog. Dann bewegte sich das Objekt geräuschlos in Richtung Dresden, optisch gesehen über den Franz-Kögler-Ring und die Karl-Kegel-Straße. Von der UFO-Sichtung wurde ein Video gemacht."
Während UFO-Skeptiker schnell eine vermeintliche Erklärung gefunden zu haben glaubten und gegenüber der Presse erklärten, dass der Fall gelöst und der Verursacher ein Modellhelikopter mit LED-Beleuchtung sei, verfolgten die Ermittler der UFO-Datenbank von Anfang an hingegen eine andere Theorie. Nach dieser, schien im Fall Freiberg kein ferngelenkter LED-Helikopter, sondern vielmehr ein gewöhnliches Flugzeug für ein UFO gehalten worden zu sein. Im Laufe einer dreitägigen Untersuchung verdichteten sich die Hinweise auf diese Erklärung zusehends.
Der Kreis der Ermittlungen der UFO-Forscher um Christian Czech von der UFO-Datenbank schloss sich dann durch die Hilfe der "Deutschen Flugsicherung" (DFS), mit deren Webtool Flugverläufe nachgebildet werden konnten. Dieses Computerprogramm bewies dann zweifelsfrei, dass sich zum Sichtungszeitpunkt ein Flugzeug im betreffenden Luftraum befand. Es handelte sich um Flug Nummer "LH 216", der sich im Landeanflug auf den Flughafen Dresden befand. Die Sichtungsstelle wurde um 22.40 Uhr in 1828 Metern Höhe passiert.
Computerauswertung der Flugroute von "LH 216" durch die Deutschen Flugsicherung (Klicken Sie auf das Bild, um zu einer vergrößerten Darstellung zu gelangen). | Copyright/Quelle: DFSWie die UFO-Forscher beschreiben, konnten auch die individuellen Aspekte der Sichtung durch diesen Flug erklärt werden:
"Aussage 1: Das Objekt stand 3 Minuten lang still: Wie wir aus den Abbildungen ersehen können, bewegte sich das Objekt parallel der Chemnitzer Straße auf die Zeugen zu. Sie sahen nur ein helles Licht, den eingeschalteten Landescheinwerfer.
Aussage 2: Das Objekt reagierte auf die Handybeleuchtung: Diese Aktion war reiner Zufall. Nimmt man die Maße eines Handydisplays und dessen Leuchtstärke und bezieht dieses dann auf die Entfernung zum Objekt, dann stellt man fest, dass das Objekt das Handylicht gar nicht bemerkten würde. Vielmehr passierte folgendes: In dem Moment, wo das Objekt scheinbar reagierte, begann das Flugzeug seine Kurve in Richtung Dresden zu fliegen. Dadurch gerieten die Zeugen außerhalb des Scheinwerferkegels des Landescheinwerfers. Das Licht wurde als dunkler und kleiner. Außerdem setzte sich das Objekt in Bewegung, weil es sich nicht mehr auf die Zeugen zu bewegte, sondern seitlich an ihnen vorbei flog.
Aussage 3: Es flog geräuscharm: Es ist in der Tat so, dass man von einem Flugzeug seitlich passiert werden kann, ohne dass man die Geräusche des Flugzeugs wahrnimmt. Dies hängt damit zusammen, aus welcher Richtung der Wind weht. Kommt der Wind aus Richtung der Zeugen, trägt er das Geräusch weg. Die Zeugen selber sprechen von geräuscharm. Dies bedeutet, dass ein schwaches Geräusch zu hören war.
Aussage 4: Das Objekt war dreieckig und schwarz: Jeder, der schon mal ein Flugzeug in der Nacht gesehen hat weiß, dass die Befeuerung eines Flugzeuges, die im Dreieck angeordnet ist, diese Silhouette erzeugt. In Wirklichkeit sieht das Objekt aber völlig anders aus.
Aussage 5: Auf den Videos sind seltsame Flugmanöver zu sehen: Die Flugmanöver rühren von der unruhigen Handführung der Handys. In einigen Stellen ist eine nahezu ruhige Handführung vorzufinden. Hier sieht man dann deutlich, dass das Licht eine geradlinige Flugbahn hat."
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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / ufo-datenbank.de
