Auf einem alten Friedhof errichtet? Blick auf die Baustelle der "Storm Surge"-Wasserrutsche | Copyright: thorpepark.comChertsey/ England - Für gewöhnlich wirbt der Freizeitpark "Thorpe Park" in der englischen Grafschaft Surrey mit dem Behauptung, man sei die "Hauptstadt des britischen Nervenkitzels". Einen Nervenkitzel der ganz anderen Art in Form von Spukphänomenen, berichteten Arbeiter des Parks derart zunehmend, dass sich die Parkleitung nun dazu entschlossen, ein neues Fahrgeschäft an einem anderen Ort innerhalb der Parkanlage erneut zu errichten.
Wie britische Medien berichten, handelt es sich um die neue Wasserrutsche "Storm Surge", in deren Umfeld die Arbeiter mittlerweile eine Vielzahl von merkwürdigen Phänomenen beobachtet haben wollen. Immer wieder seien Gegenstände spurlos verschwunden, Arbeiter hatten das Gefühl, von "etwas" aus direkter Nähe beobachtet zu werden, und berichteten von plötzlichen unerklärlichen Kälteempfindungen vor Ort.
Eine Untersuchung durch das Medium Jim Arnold ergab, dass die Arbeiten möglicherweise auf dem Gelände eines alten Friedhofs oder einer Siedlung, in der Nähe des als "Monk's Walk" (Mönchsweg) bezeichneten Fußweges stattfanden. In Folge dieser Entdeckung, so berichtete "SkyNews" hat sich die Parkleitung nun entschlossen, die Anlage an einem anderen Ort im Park neu zu errichten. Zugleich wurde ein Team aus Forensikern mit weiterführenden Untersuchungen beauftragt.
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Der "Monk's Walk" verband seit dem Jahre 666 lange Zeit das Gelände der heutigen Ruinen der Abtei Chertsey Abbey mit der Thorpe Church. Dort wo die Fundamente der Wasserrutsche bis in eine Tiefe von 15 Metern gegraben werden sollten, wurden bereits zuvor tatsächlich Steinsärge entdeckt.
Laut Arnold sei die paranormale Aktivität auf dem Baugelände besonders hoch. Die Vermutungen der Geisterjäger, dass es sich um eine alte Grabstätte oder Siedlung handeln könnte, scheint durch die ersten Untersuchungsergebnisse der Forensiker bestätigt zu werden: Mit einem Bodenradar seien Signaturen entdeckt worden, wie sie für einen alten Friedhof sprechen. Weitere Untersuchungen sollen nun diese erste Einschätzung überprüfen.
Auf der Facebook-Seite des "Thorpe Parks" hat Jim Arnold indes Behauptungen widersprochen, seine Untersuchungen hätten Beweise für das Umgehen des Geistes eine kopflosen Mönch gefunden: "Wir haben im Park Untersuchungen durchgeführt, aber nie etwas von einem kopflosen Mönch gesagt, noch einen solchen Geist gesehen. Was wir erklärt haben ist, dass der Bau der neuen Anlage im Park einen alten Friedhof stört und ja, wir haben an vielen Orten paranormale Aktivitäten gefunden, unter anderem rund um den 'Monk's Walk', der schon lange vor Eröffnung des Parks angelegt wurde (...)".
Kritiker vermuten hinter den Spukgeschichten indes eine clevere Marketingstrategie. Tatsächlich ist eine Vielzahl der Attraktionen des "Thorpe Parks" auf Grusel- und Schock-Effekte ausgelegt und thematisch an Horror- und Spukgeschichten orientiert. So gibt es eine Achterbahn auf den Spuren der Splatter-Filmreihe "Saw", eine weitere Achterbahn mit der Bezeichnung "Unholy Trinity of Rollercoasters" (Unheilige Dreifaltigkeit der Achterbahnen) oder die Horror-Show "Fright Nights". Tatsächlich hat es die Story mittlerweile in Schlagzeilen weltweiter Zeitungen, Nachrichten und Medienberichten geschafft (u.a. auf grenzwissenschaft-aktuell.de :)...
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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / thorpepark.com / news.sky.com






