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Mittwoch, 9. Februar 2011

Wegen Spuk: Freizeitpark-Attraktion zieht um

Auf einem alten Friedhof errichtet? Blick auf die Baustelle der "Storm Surge"-Wasserrutsche | Copyright: thorpepark.com

Chertsey/ England - Für gewöhnlich wirbt der Freizeitpark "Thorpe Park" in der englischen Grafschaft Surrey mit dem Behauptung, man sei die "Hauptstadt des britischen Nervenkitzels". Einen Nervenkitzel der ganz anderen Art in Form von Spukphänomenen, berichteten Arbeiter des Parks derart zunehmend, dass sich die Parkleitung nun dazu entschlossen, ein neues Fahrgeschäft an einem anderen Ort innerhalb der Parkanlage erneut zu errichten.

Wie britische Medien berichten, handelt es sich um die neue Wasserrutsche "Storm Surge", in deren Umfeld die Arbeiter mittlerweile eine Vielzahl von merkwürdigen Phänomenen beobachtet haben wollen. Immer wieder seien Gegenstände spurlos verschwunden, Arbeiter hatten das Gefühl, von "etwas" aus direkter Nähe beobachtet zu werden, und berichteten von plötzlichen unerklärlichen Kälteempfindungen vor Ort.

Eine Untersuchung durch das Medium Jim Arnold ergab, dass die Arbeiten möglicherweise auf dem Gelände eines alten Friedhofs oder einer Siedlung, in der Nähe des als "Monk's Walk" (Mönchsweg) bezeichneten Fußweges stattfanden. In Folge dieser Entdeckung, so berichtete "SkyNews" hat sich die Parkleitung nun entschlossen, die Anlage an einem anderen Ort im Park neu zu errichten. Zugleich wurde ein Team aus Forensikern mit weiterführenden Untersuchungen beauftragt.

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Der "Monk's Walk" verband seit dem Jahre 666 lange Zeit das Gelände der heutigen Ruinen der Abtei Chertsey Abbey mit der Thorpe Church. Dort wo die Fundamente der Wasserrutsche bis in eine Tiefe von 15 Metern gegraben werden sollten, wurden bereits zuvor tatsächlich Steinsärge entdeckt.

Laut Arnold sei die paranormale Aktivität auf dem Baugelände besonders hoch. Die Vermutungen der Geisterjäger, dass es sich um eine alte Grabstätte oder Siedlung handeln könnte, scheint durch die ersten Untersuchungsergebnisse der Forensiker bestätigt zu werden: Mit einem Bodenradar seien Signaturen entdeckt worden, wie sie für einen alten Friedhof sprechen. Weitere Untersuchungen sollen nun diese erste Einschätzung überprüfen.

Auf der Facebook-Seite des "Thorpe Parks" hat Jim Arnold indes Behauptungen widersprochen, seine Untersuchungen hätten Beweise für das Umgehen des Geistes eine kopflosen Mönch gefunden: "Wir haben im Park Untersuchungen durchgeführt, aber nie etwas von einem kopflosen Mönch gesagt, noch einen solchen Geist gesehen. Was wir erklärt haben ist, dass der Bau der neuen Anlage im Park einen alten Friedhof stört und ja, wir haben an vielen Orten paranormale Aktivitäten gefunden, unter anderem rund um den 'Monk's Walk', der schon lange vor Eröffnung des Parks angelegt wurde (...)".

Kritiker vermuten hinter den Spukgeschichten indes eine clevere Marketingstrategie. Tatsächlich ist eine Vielzahl der Attraktionen des "Thorpe Parks" auf Grusel- und Schock-Effekte ausgelegt und thematisch an Horror- und Spukgeschichten orientiert. So gibt es eine Achterbahn auf den Spuren der Splatter-Filmreihe "Saw", eine weitere Achterbahn mit der Bezeichnung "Unholy Trinity of Rollercoasters" (Unheilige Dreifaltigkeit der Achterbahnen) oder die Horror-Show "Fright Nights". Tatsächlich hat es die Story mittlerweile in Schlagzeilen weltweiter Zeitungen, Nachrichten und Medienberichten geschafft (u.a. auf grenzwissenschaft-aktuell.de :)...

Bücher zum Thema:

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / thorpepark.com / news.sky.com

Kontroverse um neue Videos: UFOs über dem Felsendom in Jerusalem?

Standbild aus dem vierten Video | Copyright/Quelle: Youtube.com

Jerusalem/ Israel - Am 28. Januar 2011 wurde auf der Online-Videoplattform Youtube ein Video veröffentlicht, auf welchem ein ungewöhnliches, leuchtendes Flugobjekt vom Himmel herab bis auf wenige Meter über den weltbekannten Felsendom herabfliegt, um dann kurz nach einem Aufblitzen wieder in den Himmel zu schießen, wo weitere unidentifizierte Lichter zu warten scheinen. Es folgten weitere Videos desselben Ereignisses, die angeblich von weiteren, vom ersten Video unabhängigen Zeugen erstellt wurden. Seither sorgt diese "Film-Reihe" für heftige Diskussionen zwischen UFO-Forschern und -Skeptikern. Aufgrund zahlreicher Leseranfragen zur Position von "grenzwissenschaft-aktuell.de" zu den Videos, haben wir im Folgenden eine Zusammenfassung der Ereignisse und Positionen erarbeitet.

Zu seinem am 28. Januar 2011 veröffentlichten Video schreibt der Autor, der auf Youtube als "eligael" auftritt: "Heute Morgen gegen 1:00 Uhr habe ich von der Promenade von Armon Hantziv in Jerusalem, gemeinsam mit einem anderen Typen, ein erstaunliches UFO über der Altstadt von Jerusalem, dem Felsendom auf dem Tempelberg beobachtet. Was könnte diese Sichtung bedeuten?????????"

Video 1

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Manipulationsbeweis in Video 1

Während das Video von vielen Betrachtern bestaunt und als authentisch gefeiert wurde, fanden sich schnell Details, die seine Authentizität in Frage stellen: So bewegen sich Linien in der Landschaft, beispielsweise die der Mauer im Vordergrund offenbar nicht synchron etwa zum Horizont. Hinzu wird bei einer kurzen Kamerabewegung eine Spiegelung des Landschaftsmerkmale bzw. der Lichter im Hintergrund zu erkennen, wie sie nicht Teil einer natürlichen Landschaft sein kann (s. Abb.). Stattdessen handelt es sich bei beiden Merkmalen offenbar viel mehr um Hinweise auf eine Computermanipulation der Aufnahmen.

Analyse 1

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Analyse 2


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Zwei Tage später erschien dann ein zweites Video auf Youtube, bei dem es sich um das Video des zweiten Zeugen handeln soll, der schon im ersten Video beim Filmen der Szenerie mit seinem Mobiltelefon zu sehen ist. Tatsächlich zeigen beide Videos identische Vorgänge und können sogar miteinander zeitlich synchronisiert werden.

Video 2

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Synchronisation von Video 1 und Video 2

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Während die Diskussion um die Authentizität der beiden ersten Videos gerade in Online-Plattformen immer mehr an Fahrt gewann, wurde auf Youtube dann auch schon ein drittes Video veröffentlicht:

Video 3

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Angesichts dieses dritten Videos stimmen gestehen mittlerweile selbst UFO-Fans ein, dass es sich um eine - sogar plumpe - Fälschung handelt, bei welcher ein Panoramafoto der Altstadt von Jerusalem, wie es sogar auf Wikipedia zu finden ist, von einem Bildschirm verwackelt abgefilmt, das vermeintliche UFO hinzugefügt und mit einem fremden Soundtrack unterlegt wurde. Ein Vergleich der Aufnahme des dritten Videos mit einer aufgehellten Version des Wikipedia-Fotos ist eindeutig (s. f. Abb.): Auffallend auch: Es fehlt in diesem dritten Video der Lichtblitz des startenden Objekts.

Aufgehellte Panorama-Aufnahme des Felsendoms auf Wikipedia

Ebenfalls an den bisherigen Videos kritisiert wurde der Umstand, dass das doch hell leuchtende "UFO" keinen Widerschein auf der mit Gold besetzten Kuppel des Felsendoms erzeugt.

Diesen "Makel" beseitigte dann ein viertes Video vom 1. Februar 2011, welches die angeblichen Ereignisse in bislang bester Qualität zeigt und deutlich mehr Details erkennen lässt. Hier stimmt die Reflexion des UFO-Lichts auf der Kuppel des Felsendoms sogar mit der leichten Seitwärtsbewegung des UFOs und dessen plötzlichen Start nach oben überein. Zudem scheint der Starblitz das gesamte Areal rund um den Sakralbau auf dem Tempelberg zu erhellen. Auch dieses Video zeigt schlussendlich die vermeintlich wartenden roten Lichter am Nachthimmel.

Video 4

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Standbilder aus dem Video | Copyright/Quelle: youtube.com/user/YDMU1

Laut dem Videoautor "YDMU1" ist es Teil eines längeren Videos einer Gruppe von Jugendlichen, die zufällig Zeugen der Ereignisse wurden. Der Youtube-Account von "YDMU1" wurde interessanterweise erst am 30. Januar erstmals eröffnet - auch dies sehen einige Beobachter kritisch.

Das vollständige Video zu Video 4

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Kritiker haben sich natürlich auch diesem Video angenommen und glauben, in der Tatsache, dass sich bei Heranzoomen keine für diesen Vorgang charakteristischen Zoom-Effekte einstellen, einen Hinweis auf eine nachträgliche Manipulation der Aufnahmen zu erkennen. Mit einem Demo-Video wird zudem belegt, wie eine solche Manipulation mit heute gängigen Programmen relativ schnell und einfach möglich wäre.

Analyse von Video 4

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Im Gegensatz zu Video 3 stimmt nun jedoch Video 4 mit den auf den Videos 1 und 2 zu sehenden Vorgängen bis hin zu den roten Lichtern am Himmel überein und lässt sich ebenfalls mit diesen beiden Videos zeitlich synchronisieren.

Synchronisation der Videos 1, 2 und 4

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So eindrücklich Video Nummer vier auch sein mag, sollte es sich auf die ersten beiden Videos beziehen, deren Authentizität mehr als fraglich ist, dürften diese Zweifel auch bezüglich Video 4 und somit auch angesichts der Gesamtsituation angebracht sein. Trotz des großen Interesses an den Jerusalem-Videos geht so auch dieses Youtube-Werk in der Masse von UFO-Filmen anonymer Herkunft unter, die mehr Zweifel an ihrer Authentizität erzeugen, als sie Licht in das Phänomen UFO bringen können.

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / youtube.com

Assange banalisiert UFO-Inhalte in WikiLeaks' Cable-Gate-Dokumenten

WikiLeaks-Gründer Julian Assange | Copyright: WikiLeaks, leaksource.wordpress.com

London/ England - Nachdem WikiLeaks-Gründer Julian Assange im vergangenen Dezember durchblicken ließ, dass in den noch zu veröffentlichten US-Diplomaten-Depeschen auch Dokumente mit UFO-Bezug zu finden seien (...wir berichteten), rätseln UFO-Forscher und -Fans über deren mögliche Inhalte und Aussagen, zweifelten jedoch auch zusehends an deren tatsächlicher Brisanz (...wir berichteten). In einem neuen Statement hat Assange nun einen Rückzieher gemacht und die UFO-Inhalte - auf die er vor Wochen noch mehr oder weniger kryptisch verwies - banalisiert.

Im ersten Teil einer vorgesehenen Reihe von Video-Interviews mit dem Titel "Wikileaks Roundtabel: Live People’s Conference", in der sich Assange direkt zu Fragen von WikiLeaks-Fans äußert, nimmt er sich auch der Frage des Kanadiers Pierre Brunet an, der sich nach der Veröffentlichung der angekündigten Cable-Unterlagen mit UFO-Bezug erkundigt.

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Besagte Dokumente, so Assange, beziehen sich hauptsächlich auf Diskussionen des US-Diplomaten in Kanada rund um die UFO-Sekte der sogenannten Raelianer, als diese 2002 fälschlicherweise behauptet hatten, erfolgreich einen Menschen geklont zu haben.

Assanges Antwort auf die "UFO-Frage" finden Sie ab Timecode 05:30


Klicken Sie auf die Bildmitte, um das Video zu starten

"In der Vergangenheit habe ich gesagt, dass es in den Cablegate-Dokumenten auch Informationen über UFOs geben werde. Hierbei handelt es sich aber meist nur um flüchtige Bezüge. Das Meiste dieses Materials bezieht sich (allerdings) auf UFO-Sekten und deren Verhalten, wenn es darum geht, Menschen als Mitglieder zu rekrutieren. So gibt es da beispielsweise eine relativ große Akte, die wir schon innerhalb der kommenden Tage veröffentlichen werden, in der es um die Raelianer geht. Diese UFO-Sekte ist besonders in Kanada aktiv und sorgte bei dem dortigen US-Botschafter für Bedenken, als sie (2002) behauptet hatte, ein menschliches Individuum geklont zu haben und die Weltpresse diese Story erstaunlicherweise sogar schluckte und auf die Titelseiten brachte."


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10. Januar 2011
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Quelle: grenzwissenschaft-aktuell.de / leaksource.wordpress.com / wikileaks.org (http://213.251.145.96)
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