Im Vergleich: Die Aufnahmen der Sonden "Deep Impact" (2005) und "Stardust" (2011) | Copyright: NASA/JPL-Caltech/University of Maryland/CornellPasadena/ USA - Nachdem die recycelte NASA-Sonde "Stardust" in der Nacht vom 14. auf den 15. Februar 2011 den Kometen "Tempel 1" in rund 200 Kilometern Entfernung passierte (...wir berichteten), zeigen sich die NASA-Wissenschaftler von den hierbei gewonnenen Daten und Aufnahmen in einer ersten Stellungsnahme mehr als zufrieden: Die Mission sei zu "1000 Prozent erfolgreich" verlaufen.
Da der Komet seit dem Beschuss durch die Sonde "Deep Impact" im Jahr 2005 die Sonne einmal umkreist hatte, erhofften sich die Wissenschaftler von den Aufnahmen neue Erkenntnisse über die auf Kometen im Verlauf dieser Reise einwirkenden Kräfte und stattfindenden Veränderungen in Folge von Erosion. Von besonderem Interesse ist hierbei der 2005 geschlagene Krater. Bis zuletzt war nicht sicher, ob es der "Stardust-NExT" gelänge, genau diesen, rund 150 Meter durchmessenden Krater, auf dem rund bis zu sechs Kilometer großen Kometen auch fotografisch abzulichten.
"Wir haben nun einen Vergleich der 'Deep Impact'-Region 2005 und 2011 und die Aufnahmen zeigen den Einschlagskrater", erläuterte der leitende Wissenschaftler der Mission, Joe Veverka von der "Cornell University" in einer ersten Stellungsnahme.
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Erosionskräfte hätten sich seit 2005 in einem Umfang von 20 bis 30 Meter ausgewirkt. Derzeit, so Veverka weiter, würden diese Veränderungen im Detail untersucht, um genau zu verstehen, was sie bedeuten und wie sie entstanden seien.
Die beiden Aufnahmen zeigen die Einschlagsstelle des Impaktors der "Deep Impact"-Mission. Die linke Abbildungen zeigt die "Deep Impact"-Aufnahme des Einschlagpunkts kurz vor dem Einschlag 2005 (gelber Kreis). Im Zentrum wird eine dunkle Erhöhung von etwa 50 Metern Durchmesser sichtbar. Auf der rechten Aufnahme durch "Stardust" (2011) ist dieses dunkle Geländedetail nicht mehr und stattdessen eine durch den Einschlag nahezu eingeebnete Oberflächenstruktur zu erkennen. Der äußere Kreis (bzw. Pfeilkrone) auf dieser Aufnahmen markiert laut NASA den Durchmesser des Einschlagskraters, während der innere Kreis den Kraterboden verdeutlichen soll. Klicken Sie auf die Bidmitte, um zu einer vergrößerten Darstellung zu gelangen. | Copyright: NASA/JPL-Caltech/University of Maryland/CornellErste Einschätzungen scheinen zu belegen, dass der Komet an der Einschlagstelle vergleichsweise schwach strukturiert und fast schon zerbrechlich sei. Neben bereits von "Deep Impact" fotografierten Regionen des Kometen, gelang es "Stardust" nun auch zuvor nicht gesehene Teile vom "Tempel 1" abzulichten. Mit Hilfe dieser Aufnahmen und Daten wollen die NASA-Wissenschaftler nun ein exaktes Geländemodell des Kometen erstellen.

Auch aus weiteren Aufnahmen des Kometen werden im Vergleich zwischen 2005 (u.) und 2011 (u.) Veränderungen deutlich | Copyright: NASA/JPL-Caltech/University of Maryland/CornellWEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA
NASA-Sonde auf Rendezvous-Kurs mit Kometen Tempel 1
14. Februar 2011
Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / nasa.gov




