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Dienstag, 22. Februar 2011

Antike Astronomie: Eine Neuentdeckung im Neuen Museum Berlin?

Prof. Gerd Graßhoff beim Testscan einer ägyptischen Sonnenuhr aus Siltstein (Neues Reich, 1540-1075 v.Chr., Inventarnummer ÄM 16743) | Copyright: TOPOI (topoi.org), Georg Schönharting

Berlin/ Deutschland - Ein Marmorfragment, das seit der Wiedereröffnung im "Neuen Museum" auf der Berliner Museumsinsel zu sehen ist, haben Wissenschaftler nun mit modernen naturwissenschaftlichen Methoden untersucht, um zu überprüfen, ob die darauf abgebildeten Sterne und Tierzeichen vielleicht mehr als bloße Verzierung sein könnten. Das Ergebnis lässt hoffen, dass sich aus diesem Marmorfragment vielleicht ein neuer Einblick in den astronomischen Kenntnisstand antiker Wissenschaftler gewinnen lässt.

Beschriftet ist das Ausstellungsstück in der Antikensammlung als "Teil eines Himmelsglobus - Römische Kaiserzeit, 1. Jh. n. Chr., Inventarnummer SK1050A". Wie der Sprecher des altertumswissenschaftlichen Exzellenzclusters "TOPOI", Professor Gerd Graßhoff, berichtet, wurde in Zusammenarbeit mit der "Antikensammlung Berlin" eine umfassende Präzisionsvermessung organisiert. Mit einer Messgenauigkeit von einem hundertstel Millimeter wurde das marmorne Fragment von einem "ATOS II Triple Scan"-Laserscanner abgetastet und anhand der Messdaten ein dreidimensionales Computermodell erstellt.

"Dieses dreidimensionale Modell wird derzeit am Computer mit allen bekannten Sternpositionen verglichen und so die wahrscheinlichste Hypothese für die abgebildeten Figuren auf dem Artefakt errechnet", so die Pressemitteilung der "Humboldt-Universität zu Berlin". Wer den Film "Stargate" von Roland Emmerich kenne, so der Forscher, könne sich eine Vorstellung der Methode machen.

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Besonderes Augenmerk widmet Graßhoff einer über das ganze Fragment hinweg eingekerbten Linie. "Möglicherweise wird sich herausstellen, dass sie als Führungsschiene einer antiken Mechanik diente, um die Bewegung von Sonne, Mond und Planeten nachzubilden." Gerd Graßhoff hofft, dass durch die Forschung der TOPOI-Wissenschaftler das unscheinbare Steinfragment vielleicht bald in die Reihe der bedeutendsten Zeugnisse antiker Himmelsdarstellungen aufgenommen wird.

Bücher zum Thema:

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Quellen: uv.hu-berlin.de / topoi.org / grenzwissenschaft-aktuell.de

Extraterrestriker und Geophysiker suchen nach Wasser auf der Erde und im All

Aufnahme des Oberfläche des Jupitermondes Europa durch die Raumsonde Galileo | Copyright: NASA/JPL/University of Arizona

Köln/ Deutschland - Auf der diesjährigen Jahrestagung der "Deutschen Geophysikalischen Gesellschaft" (DGG) treffen sich Geophysiker und Extraterrestriker derzeit an der "Universität zu Köln", um sich über den zukünftigen Zugang zu Frischwasser und dessen Quellen auszutauschen. Dabei suchen die Wissenschaftler nicht nur an ungewöhnlichen Orten auf der Erde, sondern auch auf fremden Himmelskörpern im Weltall.

Da in vielen Teilen der Erde Wasser und der Zugang zu dessen Quellen immer knapper und beschwerlicher werde, sei es "sehr wichtig, neue Grundwasserquellen mit modernen geophysikalischen Methoden zu erschließen. Diese können sogar unter den Sedimenten des Mittelmeeres liegen", erklärt Professor Bülent Tezkan vom "Institut für Geophysik und Meteorologie" der "Universität zu Köln".

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Auch sein Kollege Professor Joachim Saur sucht nach flüssigem Wasser - allerdings führt ihn seine Suche an entlegene Orte unseres Sonnensystems, wie beispielsweise zum Jupitermond Europa. "Der Suche nach flüssigem Wasser außerhalb der Erde kommt eine Schlüsselrolle bei der Erkundung unseres Sonnensystems zu, da flüssiges Wasser generell als notwendige Voraussetzung für mögliches Leben außerhalb der Erde gilt", erläutert die Pressemitteilung der Universität.

Saur und Tezkan leiten die diesjährige Jahrestagung der "Deutschen Geophysikalischen Gesellschaft", die gemeinsam mit der "Arbeitsgemeinschaft Extraterrestrische Forschung" (AEF) und dem "Fachverband Extraterrestrische Physik" der "Deutschen Physikalischen Gesellschaft" (DPG) ausgerichtet wird. Die Schwerpunkte der Tagung, "elektromagnetische Explorationsverfahren" und "Planeten", spiegeln dabei zugleich die Forschungsschwerpunkte der Geophysik in Köln wider.

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / uni-koeln.de

Piloten und Bodenradar sichteten UFOs: Erste Audio-Transcripts der zivilen Luftaufsichtsichtsbehörde Chiles

Archiv: Illustration einer der CEFAA gemeldeten UFO-Sichtungen durch einen Piloten | Copyright: cefaa.cl

Santiago de Chile/ Chile - Im November 2010 hatte die zivile Luftfahrtbehörde Chiles Akten, darunter auch Video- und Audioaufzeichnungen, zu bislang dokumentierten UFO-Sichtungen durch Piloten veröffentlicht - darunter auch Fälle, in welchen Herkunft und Identität der mysteriösen Flugobjekte und Erscheinungen bis heute ungeklärt ist (...wir berichteten). Dank unserer Partnerseite "Exopolitik.org" liegen nun erste, ins Deutsche übersetzte Abschriften einer Auswahl der Audiomitschnitte des Funkverkehrs der Piloten mit der Bodenkontrolle vor.

Die von dem 1997 durch die Behörde gegründeten Ausschuss für Anomale Luftphänomene "CEFAA" (Comité de Estudios de Fenomenos Aereos Anómalos) freigegebenen Dokumente belegen demnach 182 Sichtungsfälle, von welchen 12 trotz eingehender Untersuchung bislang nicht erklärt werden konnten. Bei "CEFAA" handelt es sich um eine offizielle Behörde der chilenischen Generaldirektion für Zivilluftfahrt ("Direction Générale de l'Aviation Civile" DGAC), die der Luftwaffe untersteht.

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Der nun veröffentlichte Funkverkehr dokumentiert drei Fälle, in denen UFOs den zivilen Flugverkehr beeinträchtigten:

- Der erste Fall dokumentiert den Funkverkehr zwischen dem Piloten einer "Casa T-212" und dem Fluglotsen am Flughafen Chacalluta in Arica: Am Abend des 7. Oktober 1997 erhält die Besatzung des Kontrolltowers mehrere Anrufe über eine UFO-Sichtung im Bereich Cerro de Chuno. Dort sei ein merkwürdiges Objekt am Himmel gesichtet worden. Per Funk wird der Pilot gebeten, die Sichtung zu bestätigen. Der Pilot erkennt ein Objekt, als es seine Position ändert.

- Der zweite Fall ereignete sich im Oktober 1990 am Flugplatz Tobalaba. Der Tower meldet die Sichtung eines "runden Fluggeräts". Es "funkelt im Sonnenlicht", ändert ständig seine Flughöhe und Flugrichtung, beschleunigt stark und bleibt schließlich über einem kleinen Hügel still in der Luft stehen.

- Im wohl dramatischsten Zwischenfall vom 1. Juni 1988 musste der Pilot einer "Boeing 737" seinen Landeanflug auf den Flughafen El Tepual in Puerto Montt abbrechen, weil ein UFO seine Flugbahn kreuzte. Nur ein beherztes Ausweichmanöver verhinderte Schlimmeres. Das Objekt verschwand plötzlich, um an anderer Position wieder aufzutauchen. Die Sichtung wurde sowohl vom Piloten als auch vom Kontrolltower aus bestätigt.

Piloten-Funksprüche über UFOs (Quelle: CEFAA)

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Bücher zum Thema:

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Quellen: exopolitik.org / grenzwissenschaft-aktuell.de / cefaa.cl
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