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Montag, 28. Februar 2011

Rekonstruktion: Wissenschaftler geben Ötzi ein neues Gesicht

3D-Rekonstruktion des Mannes aus dem Eis | Copyright: Südtiroler Archäologiemuseum (iceman.it), Foto Ochsenreiter

Bozen/ Italien - Zum 20. Jahrestag der Auffindung der Gletschermumie Ötzi widmet das "Südtiroler Archäologiemuseum" in Bozen dem "Mann aus dem Eis" vom 1. März 2011 bis 15. Januar 2012 die Sonderausstellung "Ötzi20". Zur Ausstellungseröffnung stellt das Südtiroler Archäologiemuseum der Öffentlichkeit unter anderem auch die neue lebensechte Rekonstruktion von Ötzi vor.

Die neue naturalistische Rekonstruktion von Ötzi durch die niederländischen Brüder Adrie und Alfons Kennis basiert auf anatomische 3D-Aufnahmen des Schädels des Gletschermanns. Dieser begegnet nun den Besucherinnen und Besuchern des Museums und präge Bild und Vorstellung eines steinzeitlichen Alpenbewohners: "Ötzi gibt unserer Geschichte - im wahrsten Sinn des Wortes - ein Gesicht, berührt und fasziniert Menschen aus aller Welt", so die Ausstellungsmacher.

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Vor zwei Jahrzehnten sorgte die Entdeckung und Bergung eines Mannes aus der Kupferzeit mitsamt Kleidung und Ausrüstung, der in einem Gletscher der Ötztaler Alpen 5300 Jahre unversehrt überdauert hat, für internationales Aufsehen. "Über seinen Tod hinaus hält Ötzi, der Mann aus dem Eis, die Menschen mit immer neuen Erkenntnissen über sein Leben und seinen Tod in Bann. Mehr als 3 Millionen Menschen haben Ötzi bisher im Museum besucht, zahlreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben ihn untersucht", berichtet das Museum (iceman.it).

Detailansicht der Gesichtsrekonstruktion von Ötzi | Copyright: Südtiroler Archäologiemuseum, (iceman.it), Foto Ochsenreiter

Die Sonderausstellung beansprucht die gesamte Ausstellungsfläche des Museumsgebäudes von 1200 Quadratmetern für sich: Vier Etagen stehen jeweils unter einem der Themen "life", "science", "fiction" und "reality" dar und umfassen die gesamte Bandbreite von Ötzis Entdeckung, seinen Lebensumständen, den Forschungsergebnissen, der Medienrealität sowie der Fiktionen und Fragen, die um Ötzi herum entstanden sind. Interaktive Stationen und der Einsatz von Filmen, Interviews und Hands-on garantieren eine spannende und unterhaltsame Wissensvermittlung.

Über den wissenschaftlichen Aspekt hinaus soll die Sonderausstellung erstmals Ötzi hinterfragen: Welches Bild ist von ihm entstanden? Welche Rolle spielten die Medien? Welche Phänomene haben sich um Ötzi entwickelt und zu welchen Auswüchsen hat das Ganze geführt? Mit den Antworten auf diese Fragen können sich die Besucherinnen und Besucher Stück für Stück dem Mann aus dem Eis nähern. Während des gesamten Ötzi20-Jahres fließen außerdem laufend wissenschaftliche Entdeckungen und neue Diskussionsansätze in die Ausstellung ein. Das Phänomen Ötzi wird innerhalb der Ausstellung auch aus der Perspektive von Künstlern und Künstlerinnern präsentiert, die sich in den unterschiedlichsten Disziplinen und Techniken mit Ötzi auseinandergesetzt haben.

- Aktuelle Informationen zu Veranstaltungen und Events rund um die Sonderausstellung des Südtiroler Archäologiemuseums Ötzi20 finden Sie HIER

- Weitere Informationen bietet auch die Ötzi-Facebook-Seite.

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Bücher zum Thema:

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / iceman.it / oetzi20.it

Weltraumteleskop zur Analyse exoplanetarer Atmosphären in Finale der ESA-Mission für 2020

Künstlerische Darstellung eines lebensfreundlichen Exoplaneten (Illu.) | Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de

Paris/ Frankreich - Aus zuvor 47 Vorschlägen hat die europäische Raumfahrtagentur ESA vier Projekte ausgewählt, um in einer finalen Entscheidung als Mission ausgewählt zu werden, wie sie schon 2020 starten soll. Eines der vier Finalistenprojekte ist ein Weltraumteleskop, mit dem die Atmosphären von fernen Exoplaneten analysiert werden sollen. Das Instrument wäre damit das erste, mit dem auch bestimmt werden könnte, ob ein untersuchter Exoplanet Leben nach irdischen Maßstäben beherbergen kann.

Das "Exoplanet Characterisation Observatory" (EChO) konkurriert dabei mit dem Röntgenobservatorium "Large Observatory For X-ray Timing" (LOFT) zur Untersuchung sich schnell bewegender und hochenergetischer Umgebungen Schwarzer Löcher, um Neutronensterne und Pulsare, sowie zur Untersuchung von Röntgenstrahlenausbrüchen; dem Satelliten "Space-Time Explorer and Quantum Equivalence Principle Space Test" (STE-Quest), mit dem astrophysikalische Fragestellungen vertieft werden sollen und der Sonde "MarcoPolo-R", mit der die ESA Proben auf einem Asteroiden entnehmen und zurück zur Erde transportiert werden sollen.

Mit einem 1,2 Meter durchmessenden Spiegel, soll das Teleskop ferne Exoplaneten während ihres Transits vor ihren Zentralgestirnen beobachten. Hierbei ziehen die Planeten vor der "Sonnenscheibe" ihres Sterns vorbei, wodurch das Teleskop das dabei durch die Atmosphären der Planeten fallende Sternenlicht spektral analysieren soll. "EChO" würde sich dabei gezielt auf die Suche nach Biomarkern in den fernen Atmosphären konzentrieren, wie sie auf mögliches oder sogar vorhandenes Leben auf den analysierten Planeten hinweisen können.

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Dem Wettbewerb innerhalb des "Cosmic Vision 2015-2025"-Programms der ESA stehen 470 Millionen Euro zur Realisierung einer sogenannten "Medium Class"-Wissenschaftsmission zur Verfügung. Die M3-Phase ist der dritte Wettbewerb nach M1 und M2, deren Raumschiffe wahrscheinlich ab 2017 starten sollen.

Eine finale Entscheidung über den M3-Gewinner werden die ESA-Wissenschaftler nun intensiv beraten - ein Prozess, der sich allerdings noch weitere vier Jahre hinziehen.


Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / echo-spacemission.eu / esa.int / bbc.co.uk

Rekord: Astronomen finden 19 neue erdnahe Asteroiden in einer Nacht

Die Umlaufbahnen der 19 neu entdeckten Asteroiden. Klicken Sie auf die Bildmitte, um zu einer vergrößerten Darstellung zu gelangen | Copyright: ifa.hawaii.edu

Manoa/ USA - Mit dem "Pan-STARRS PS1"-Teleskop auf dem Haleakala auf Hawaii haben Astronomen der "University of Hawaii" in der Nacht des 29. Januar 2011 gleich 19 bislang unbekannte, erdnahe Asteroiden entdeckt. Der Forschungserfolg zeigt zugleich die fortwährende Gefahr, dass die Erde in Zukunft von einem dieser Objekte getroffen werden kann.

Durch diesen Beobachtungserfolg sehen sich die Astronomen um Richard Wainscoat, David Tholen, Marco Micheli und Larry Denneau darin bestätigt, dass das Teleskop das leistungsstärkste Instrument für die Suche nach Asteroiden sei, wie sie sowohl von der NASA auch von der U.S. Air Force unterstützt wird.

Erste Analysen konnten mittlerweile belegen, dass sich mindestens zwei der entdeckten Asteroiden der Erde sehr dicht annähern werden. Zwar bestehe mittelfristig keine konkrete Gefahr für unseren Planeten, dennoch könne ein Zusammenstoß irgendwann im nächsten Jahrhundert nicht gänzlich ausgeschlossen werden.

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Weitere Beobachtungen sollen nun genauere Daten zu den entdeckten Asteroiden und ihren Umlaufbahnen liefern, um so auch das Risiko eines Zusammenstoßes mit der Erde besser einschätzen zu können.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / ifa.hawaii.edu

Englisches Seeungeheuer: Erneute Sichtung von Bownessie

Das Foto von Rom Pickles | Copyright: Tom Pickles

Bowness-on-Windermere/ England - Nur fünf Tage nachdem zwei Kajaker auf dem Windermere Lake in der Grafschaft Cumbria ein vermeintliches Seeungeheuer nicht nur gesehen sondern auch fotografiert haben wollen (...wir berichteten), wurde der englische Verwandte des Ungeheuers von Loch Ness nun von zwei weiteren Zeugen gesichtet.

Wie die britische "The Sun" berichtet, wurde "Bownessie" von dem 61jährigen Touristen Brian Arton aus Hovingtham, North Yorkshire, gemeinsam mit seiner Ehefrau etwa 300 Meter von der Ufer entfernt gesehen. Wie schon Sichtungszeugen des Ungeheuers zuvor, so beschreibt auch Arton mehrere Buckel, die aus dem Wasser herausragten.

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Was die Urlauber gesehen haben wollen, habe dem angeblichen Wesen auf dem Foto von Tom Pickles geglichen, der das Monster gemeinsam mit seiner Kollegin Sarah Harrington gesehen und fotografiert haben will (s. Abb., ...wir berichteten).

"Zunächst dachten wir, dass es sich um einen Steg, einen Baumstamm oder eine komische Boje handeln müsste. Wir haben wirklich nicht geglaubt, dass es ein Tier sein könnte. Doch dann ist es ganz plötzlich abgetaucht", zitiert die Zeitung den neuen Zeugen.

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Quellen: thesun.co.uk / grenzwissenschaft-aktuell.de
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