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Samstag, 5. März 2011

Theoretisch möglich: Wurmlöcher als Reiseportale zwischen exotischen Sternen

Künstlerische Darstellung einer Passage durch ein Wurmloch | Copyright: NASA

Astana/ Kasachstan - In einer aktuellen Studie zeigen kasachische Wissenschaftler der "Eurasian National University", dass sogenannte Wurmlöcher, direkte Verbindungen zwischen zwei Punkten in der Raumzeit, nicht nur, so die weit verbreitet Vorstellung, Orte im leeren Raum, sondern ferne exotische Sterne und deren potentielle Planetensysteme miteinander verbinden können. Zugleich vermuten die Forscher, dass es sich bei Wurmlöchern, sollten sie tatsächlich existieren, nicht nur um leere Tunnels handelt, sondern dass sie mit einer "perfekten Flüssigkeit" gefüllt sind und so anhand individueller Signaturen identifiziert werden könnten.

Wie die Wissenschaftler um Vladimir Dzhunushalievs in ihrem auf "arXiv.org" vorab veröffentlichten Artikel schildern, kamen sie auf ihre Schlussfolgerungen, als sie herausfinden wollten, welche astrophysikalischen Objekte als Eingänge zu Wurmlöchern verwendet werden könnten und weil zahlreiche bisherige Ansätze davon ausgehen, dass derartige Eingänge aussehen könnten wie Sterne.

Basierend auf dieser theoretischen Vorstellung entwickelten die Forscher ein ebenfalls Modell, nachdem Wurmlöcher in auf den Ersten Blick wie gewöhnliche Sterne und Neutronensterne wirkenden Objekten existieren können. Aufgrund ihrer Eigenschaften würden sich derartige exotische Sterne jedoch von gewöhnlichen Sternen unterscheiden und könnten dann auch als solche erkannt werden.

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In Dzhunushalievs Modell liegen die Wurmloch-Eingänge jeweils in Zentrum zweier derartiger Sterne. Da exotische Materie in dem Wurmloch zwischen den Sternen hin und her fließen könnte, würden beide "Sterne" wahrscheinlich auf ungewöhnliche Weise pulsieren, wobei diese Wurmlochsterne eine Vielzahl von Energien, beispielsweise hochenergetische kosmische Strahlen, abgeben und dadurch als Wurmlocheingänge identifiziert werden könnten.

Das Hauptproblem, so fasst "Physorg.com" das Paper zusammen, bestehe in der exakten Berechnung der Oszillation der Sterne und welche Art von Energie von den Sternen abgegeben wird. Stünden diese Informationen jedoch zur Verfügung, könnten Wissenschaftler Wurmlochsterne selbst von der Erde aus erkennen und von gewöhnlichen Sternen unterscheiden.

Bücher zum Thema:

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / arxiv.org / physorg.com

Zahi Hawass nimmt seinen Hut als ägyptischer Altertumsminister

Dr. Zahi Hawass | Copyright: Wikipedia-User Archeologo/cc-by-sa

Kairo/ Ägypten - Laut ägyptischen Medien will der Generalsekretär der ägyptischen Antikenverwaltung (SCA), Dr. Zahi Hawass, sein zusätzliches Amt als Altertumsminister in der neu eingesetzten Regierung unter Essam Scharaf nicht weiter ausüben. Hawass zieht damit offenbar Konsequenzen aus andauernden Protesten und Kritik an seiner Person und Haltung während der Revolution gegen das Mubarak-Regime. Zugleich warnt er davor, dass die ägyptischen Altertümer derzeit in großer Gefahr seien.

Noch gestern hatte Hawass auf seiner Internetseite "DrHawass.com" jene archäologischen Stätten aufgeführt, die während und seit den Revolutionstagen durch Randalierer und Kriminelle geplündert und beschädigt worden waren.

Er selbst sieht sich offenbar als Opfer einer Kampagne von Mitarbeitern des Altertumsministeriums. "Es sei ihm unmöglich, die Schätze des Landes weiter zu schützen - auch, weil die Polizeipräsenz nicht ausreiche, um archäologische Stätten zu bewachen. Er warnt, die ägyptischen Antiquitäten seien in großer Gefahr, in die Hände Krimineller zu fallen", berichtet der Spiegel.

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Schon kurz nach dem Sturz Mubaraks hatten mehr als 200 ägyptische Archäologen vor dem Hauptgebäude der SCA demonstriert und dem Militär eine Liste von Forderungen übergeben (...wir berichteten). Neben Forderungen nach höherem Lohn nennt die Liste den Rücktritt und Anklage Hawass' wegen Korruption und der Verantwortung für die Diebstähle von 18 historischen Kunstschätzen aus dem Ägyptischen Museum.

In einem Interview mit "Spiegel Online" wies Hawass diese Anschuldigungen scharf zurück: "Diese jungen Leute demonstrieren aus einem einzigen Grund: Weil sie einen Job wollen! Nichts weiter."

Zu seinen eigenen zukünftigen Plänen hat sich Dr. Hawass seither noch nicht geäußert, auch die Frage, inwieweit sich sein Rückzug als Minister für Altertumsgüter auf seine Position als Generalsekretär der ägyptischen Altertumsverwaltung auswirkt, ist weiterhin offen.


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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / drhawass.com / spiegel.de
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