https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de


Donnerstag, 24. März 2011

2012-Autor José Argüelles verstorben

José Argüelles (1939-2011) | Quelle: 2012kongress.de

Kalifornien/ USA - Der bekannte esoterische Forscher, Visionär, Künstler und Buchautor José Argüelles ist im Alter von 72 Jahren verstorben. Arguelles gilt als der Vordenker des modernen Phänomens 2012, wonach das Ende des Maya-Kalenders am 21. Dezember 2012 ein Bewusstseinswandel stattfinden soll und in dessen Folge zahlreiche Autoren, Theorien und Kritiken sich mit besagten auseinandersetzten.

Bekannt wurde José Argüelles zunächst 1997 als Initiator der großen Gemeinschafts-Meditationen "Harmonische Konvergenz“, dem alljährlich stattfindenden "Whole Earth-Festival“ in Kalifornien und vornehmlich als Autor des schon 1987 veröffentlichten Esoterik/New Age-Klassikers "The Mayan Factor: Path Beyond Technology" (dt.: Der Maya-Faktor) durch den das Datum 21.12.2012 in das breite Bewusstsein der Menschen gelangte und Verbreitung fand.

Nach kurzer Krankheit sei Argüelles am 23. März 2011 friedlich verstorben. Schon zuvor hatte er sich zurückgezogen, um sich auf den bevorstehenden Wandel vorzubereiten.

www.grenzwissenschaft-aktuell.de
+ + + HIER können Sie unseren täglichen Newsletter bestellen + + +

Zum Hype um 2012 erklärte Argüelles noch 2009: "Leider entwickeln immer mehr Menschen die Vorstellung, dass es bei 2012 um die Apokalypse, Armageddon oder das Ende der Welt geht, obwohl es sich in Wirklichkeit eher um einen Ausklang der Zivilisation, wie wir sie heute kennen, handelt. (...) Es ist immer ein schmerzvoller Prozess von etwas Altem zu trennen und sich Neuem zuzuwenden."

- Die Internetpräsenz der von Argüelles gegründeten "Foundation for the Law of Time" finden Sie HIER, das deutsche Pendant mit zahlreichen übersetzten Artikel des Autors HIER

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / lawoftime.org

Kornkreise 2011: Erste Kornkreisformation in Mexiko entdeckt

Kornkreisformation nahe Tequixquiac | Copyright/Quelle: Juan Manuel Barrera, eluniversal.com.mx

Santiago Tequixquiac/ Mexico - Nachdem bereits Ende Januar die ersten Kornkreise der Saison 2011 in Indonesien entdeckt worden waren (...wir berichteten 1, 2, 3), wurde nun auch eine Kornkreisformation im Mexiko entdeckt.

Wie die Tageszeitung "El Universal" berichtet, wurde das Muster aus unterschiedlich großen Kreisen am vergangenen Sonntag in einem Feld reifen Hafers zwischen Santiago Tequixquiac und Apaxco im Verwaltungsbezirk Tequixquiac im mexikanischen Bundesstaat Mexico entdeckt.

www.grenzwissenschaft-aktuell.de
+ + + HIER können Sie unseren täglichen Newsletter bestellen + + +

Die Hauptformation besteht demnach aus einem 12 Meter durchmessenden und gegen den Uhrzeigersinn niedergewirbelten Kreis, der durch einen leicht gebogenen Pfad mit einem kleineren Kreis von zwei Metern Durchmesser verbunden ist, berichtet "Kornkreise-Forschung.de".

In rund 50 Metern Entfernung fanden sich zwei weitere kleine Kreise mit Durchmessern von einem und zwei Metern. Auch diese Kreise sind durch einen Pfad miteinander verbunden. Weitere Informationen liegen bislang noch nicht vor...

- Eine Galerie mit weiteren Bildern zur Kornkreisformation nahe Tequixquiac finden Sie HIER

Bücher zum Thema:

- - -

WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA
Statistischer Jahressrückblick: Auch 2010 weniger Kornkreise als im Vorjahr

16. Februar 2011

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / kornkreise-forschung.de / eluniversal.com.mx

Schotterstraße aus vorrömischer Zeit in England entdeckt

Ausgrabungsarbeiten einer vorrömischen Schotterstraße nahe Shrewsbury | Copyright/Quelle: James Reed PR/SLR

Shrewsbury/ England - Die Entdeckung einer komplex konstruierten Schotterstraße in der englischen Grafschaft Shropshire stellt die bisherige Vorstellung der Fertigkeiten der vorrömischen Gesellschaft in England erneut in Frage, datieren Archäologen das Alter der Straße doch auf das erste Jahrhundert vor Christus und damit rund hundert Jahre vor die Invasion der britischen Inseln durch die Römer. Waren es also die Engländer, die die ersten richtigen Straßen bauten und nutzen die Invasoren lediglich eine bereits in Teilen vorhandene Infrastruktur?

Aus dem Fund leiten die Archäologen um Tim Malim die Einsicht ab, dass die eisenzeitlichen Gesellschaften auf den Inseln offenbar technologisch wie sozial weiter fortgeschritten waren als dies bislang angenommen wurde. Zugleich werfe die Entdeckung ein neues Licht auf die Beziehungen zwischen den Stämmen - wurde die Straße, im Gegensatz zu den, durch ihre fortwährende und wiederholte Nutzung entstandenen Wege, doch ganz offenbar zum Transport größerer und schwererer Güter konstruiert.

Der gefundene Straßenabschnitt befindet sich bei Bayston Hill in der Nähe von Shrewsbury, weist einen 1,5 Meter hohen Aufbau aus unterschiedlichen Schichten auf und ist insgesamt sechs Meter breit. Furchen in der freigelegten Straßendecke deuten zudem daraufhin, dass die Straße einst zum Transport mittels Fuhrwerken genutzt wurde. Zunächst, so berichtet der "Guardian", habe man die Straße für römischen Ursprungs gehalten, dann jedoch bemerkt, dass sie nicht ins Straßennetzwerk passt, welches von den Römern in England angelegt wurde.

www.grenzwissenschaft-aktuell.de
+ + + HIER können Sie unseren täglichen Newsletter bestellen + + +

Bislang konnten 400 Meter der Straße freigelegt werden. Malim vermutet, dass das Bauwerk einst die Hauptstadt des Cornovaren-Stammes, der heutige Wrecklin Hill, mit Ordovices im Westen des Landes verbunden hatte. Zugleich glauben die Archäologen, dass auf diesem Wege landwirtschaftliche Erzeugnisse aus England nach Wales, und von hier aus mineralische Produkte zurück nach England transportiert wurden. Die Entdeckung von Resten von Tierdung und Mistkäfern unterhalb des Straßenbetts deute zudem daraufhin, dass die Strecke schon vor der Straße als Viehweg genutzt wurde.

Jetzt wollen britische Archäologen auch andere historische Straßen erneut auf deren bislang vermuteten römischen Ursprung hin kritisch untersuchen.

Quellen. grenzwissenschaft-aktuell.de / slrconsulting.com / guardian.co.uk

Hinweise auf bislang unbekannte biologische Domäne auf der Erde entdeckt

Das Drei-Domänen-System nach Carl R. Woese | Copyright: Public Domain

Davis/ USA - In Wasserproben aus den Weltmeeren haben US-Forscher Gensequenzen entdeckt, die sie bislang keiner der bekannten drei Domänen des Lebens zuordnen konnten. Aus diesem Grund wähnen sich die Forscher unmittelbar vor der Entdeckung einer vierten, bislang gänzlich unbekannten, Domäne des Lebens. Andere Wissenschaftler zeigen sich noch zurückhaltend.

Wie das Team um Jonathan Eisen vom "Genome Center" der "University of California" im Fachmagazin "PLoS One" berichtet, scheinen die gefundenen Gensequenzen von Lebewesen zu stammen, wie sie nur entfernt mit dem bekannten zellulären Leben verwandt sind und möglicherweise einer gänzlich eigenen und somit neuen biologischen Domäne angehören.

Bei den drei Domänen (Bakterien = einzellige Organismen ohne echten Zellkern, Archaeen = einzellige Organismen mit einem meist in sich geschlossenen DNA-Molekül, und Eukaryoten = alle Lebewesen mit Zellkern und Kernmembran, u. a. Tiere, Pflanzen und Pilze) handelt es sich um die höchste Klassifizierungskategorie in der allgemein akzeptierten systematischen Einteilung der Lebewesen nach Carl R. Woese von der "University of Illinois" (s. Abb.).

www.grenzwissenschaft-aktuell.de
+ + + HIER können Sie unseren täglichen Newsletter bestellen + + +

Die Mehrheit des irdischen Lebens besteht aus kleinen Einzellern, die erst bestimmt werden können, wenn es gelingt, sie in einem Labor zu züchten und aus diesen Stämmen dann genügend DNA zu gewinnen, die dann identifiziert und zugeordnet werden kann. Tatsächlich gelingt dies in 99 Prozent der Fälle jedoch nicht und die Zuordnung in die drei bekannten Domänen ist oft nicht mehr, als eine gut gemeinte Vermutung. "Es handelt sich sozusagen um die 'Dunkle Materie' des biologischen Universums", zitiert "NewScientist.com" Jonathan Eisen.

Gemeinsam mit Craig Venter vom "J. Craig Venter Institute" in Rockville" hat Eisen Gensequenzen dieser "Dunklen Bio-Materie" mit einem neuen Verfahren analysiert, mit dem es gelingt, selbst aus kleinsten Proben DNA zu extrahieren.

Bei ihren Analysen von Wasserproben, die im Rahmen der "Global Ocean Sampling Expedition" in den Weltmeeren genommen wurden, stießen sie auf Sequenzen, die zu zwei sogenannten Superfamilien von Genen (recA und rpoB) gehören, wie sie jedoch noch nie zuvor entdeckt worden waren.

Auf die Frage, woher diese Sequenzen kommen, bzw. von welcher Art sie stammen, haben die Forscher selbst keine Antwort. Es bleiben laut den Forschern nur zwei mögliche Erklärungen: "Sie könnten von einem ungewöhnlichen Virus stammen - was an sich schon interessant genug wäre, oder sie könnten einen völlig neuen Zweige des Baum des Lebens darstellen."

Wie "NewScientist.com" berichtet, stieß die Schlussfolgerung der Forscher schon kurz nach zumindest auf Vorsicht bis Kritik. Zwar handele es sich bei der Publikation um ein "sehr gutes Stück sorgfältiger Arbeit", doch könne die Schlussfolgerung, dass die Sequenzen Lebensformen einer vierten Domäne zuzuordnen sind, verfrüht sein, bemerken etwa Eugene Koonin vom "National Center for Biotechnology Information" und Radhey Gupta von der "McMaster University" in Hamilton an.

Es könnte sich beispielsweise auch um Sequenzen eines zellulären Organismus handeln, dessen ungewöhnliche Lebensbedingungen eine beschleunigte Evolution der Gene hervorgerufen habe, was den falschen Eindruck einer neuen Lebensform erwecken könne.

Allerdings wäre eine Erweiterung des Drei-Domänen-Systems selbst weniger ungewöhnlich als dies zunächst klingen mag. Noch bis 1990 kannte die Wissenschaft nur die Domäne der Eukarya. Erst nachdem man den 1970er Jahren auffällige Unterschiede in der Sequenz der ribosomalen RNA von zuvor als Eubakterien und Archaebakterien bezeichneten Einzellern entdeckt hatte, wurden diese in "Bacteria" und "Archaea" umbenannt und als jeweils eigenständige Domänen anerkannt.

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / plosone.org / newscienist.com
Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de
(falls nicht anders angegeben)


Für die Inhalte externer Links übernehmen wir keine Verantwortung oder Haftung.


WEITERE MELDUNGEN finden Sie auf unserer STARTSEITE