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Montag, 28. März 2011

Internationaler Flughafen von Oslo wegen UFO-Alarm gesperrt

Der Flughafen Oslo-Gardermoen | Copyright: Trond Strandsberg, cc-by-sa 3.0

Oslo/ Norwegen - Ein sowohl von Piloten gesichtetes als auch vom Radar geortetes unidentifiziertes Flugobjekt ( UFO ) hat am Nachmittag des 24. März 2011 zur zeitweisen Sperrung des internationalen Flughafens Oslo-Gardermoen geführt. Bis heute rätseln die Verantwortlichen, um was es sich gehandelt haben könnte.

Wie norwegische Medien berichten, kam der Flugverkehr zwischen 16 und 17 Uhr vollständig zu erliegen, nachdem ein Pilot der "Scandinavian Airlines" (SAS) ein unidentifiziertes Flugobjekt am Himmel über dem Flughafen gesichtet und gemeldet hatte. Kontaktversuche zu dem Flugobjekt durch das Bodenpersonal des Flughafens bleiben erfolglos.

Das Objekt habe bei Sichtkontakt im Abstand von nur wenigen hundert Metern das Sonnenlicht reflektiert. Während zunächst von einem Deltaflügler die Rede war, hieß es in einer späteren Erklärung der SAS, das es sich wahrscheinlich um eine Art von Segelflugzeug gehandelt habe. Aus Sicherheitsgründen wurde der Luftraum über dem Flughafen eine halbe Stunde lang geschlossen, was zu Kosten in Millionenhöhe und erheblichen Verzögerungen für bis zu 15.000 Flugpassagiere führte.

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Da bislang noch niemand in der Lage war, eindeutig zu klären, um was es sich bei dem UFO gehandelt hatte, wurde mittlerweile die Polizei eingeschaltet. Wahrscheinlich, so die bisherigen Vermutungen der Beamten, war es ein Segelflugzeug oder Ultraleichtflieger, das wegen starker Winde in der Zone über dem Flughafen "gefangen" war. Dennoch sei die Höhe, auf der das Objekt auch Radar geortet wurde, für derartige Flugzeuge eher ungewöhnlich bzw. fast unmöglich.

Auch die norwegische Sportflugvereinigung "NLF" sieht derartige Erklärung eher skeptisch. Hier habe man alle in Frage kommenden registrierten Flugzeuge überprüft und keines komme für die Ereignisse in Frage, berichtete "VG Nett" (vg.no) mit Berufung auf Informationen der Nachrichtenagentur AFP. Allerdings, könne man natürlich nicht alle Sportler ständig kontrollieren. In Frage kämen jedoch auch andere konventionellen Objekte wie etwa Wetterballons.

Bis zum Redaktionsschluss dieser Meldung lagen uns noch keine weiteren Informationen über den Vorfall vor. Auch nicht darüber, wie und wohin das mysteriöse "Flugzeug" wieder verschwand und ob es dabei weiterhin vom Radar verfolgt werden konnte.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / vg.no

250 US-Dollar für Nachweis historischer Chupacabra-Fälle

Moderner oder alter Mythos? Der Ziegensauger "El Chupacabra" (Illu.) | Copyright: LeCire, Public Domain

Amherst/ USA - Der US-amerikanische Herausgeber des Skeptiker-Magazins "Skeptical Inquirer", Benjamin Radford, hat zur Veröffentlichung seines kritischen Buchs über des Mythos des Chupacabra ein Preisgeld für den Nachweis von historischen Belegen des mystischen Wesens ausgelobt, dessen Ursprung Radford nicht in einer wirklichen Sichtung sondern durch ein modernes Filmmonster inspiriert sieht.

Während die modernen Legenden rund um den "Ziegensauger" (Chupacabra) nachweislich erstmals im März 1995 aufkamen, behaupten immer wieder Sichtungszeugen, von dem mysteriösen Wesen schon seit Jahrzehnten gehört gehabt zu haben. Radford, der den Mythos Chupacabra intensiv erforscht hat, konnte jedoch keine Beweise für derartige historische Fälle in Form von Zeitdokumenten finden.

Verfechter des Chupacabra-Mythos hingegen verweisen weiterhin auf die Aussagen der Zeugen - einen Umstand, den Radford Mangels beweiskräftiger Dokumente hingegen nicht gelten lässt.

Im März 1995 wurden auf einer Farm in Puerto Rico acht Schafe tot aufgefunden, die alle dieselben Merkmale aufwiesen: Ihre Körper waren blutleer und an der Brust fanden sich drei kleine punktförmige Wunden. Im folgenden August will dann Madelyne Tolentino aus dem Dorf Canovanas, wo es ebenfalls zu zahlreichen gleichartigen Todesfällen unter Hof- und Weidetieren gekommen war, das Wesen mit eigenen Augen gesehen haben. In späteren Jahren wollen weitere Zeugen das "Monster" ebenfalls gesichtet haben. Dabei wurden immer wieder ähnliche Merkmale des Ziegensaugers beschrieben: So soll es sich um reptilienartige Wesen von grünlich-grauer Hautfarbe und einer Größe von etwa 1,2 Metern handeln, sie sich auf den Hinterbeinen ähnlich einem Känguru in großen Sprüngen fortbewegen. Auffallendstes Merkmal seien Dornfortsätze oder Stacheln, die sich, vom Kopf und Hals ausgehend, die Wirbelsäule entlang den Rücken hinunterziehen (s. Abb.).

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Später kam es dann, vornehmlich in den südlichen Bundesstaaten der USA, zu einer zunehmenden Vermischung des Chupacabra-Begriffs mit Sichtungen merkwürdiger hundeartiger Tiere, wie sie in einigen Fällen sogar erlegt und untersucht werden konnten. Hierbei handelte es sich jedoch offenkundig nicht um die ursprünglich mit diesem Namen bezeichneten Wesen, sondern um erkrankte oder entstellte Coyoten (...wir berichteten 1, 2).

Zwar wurden schon die ersten Sichtungen des Chupacabra auf Puerto Rico, wie sie sich in der Folge auch über zahlreiche weitere Nachbarländer wie die Dominikanische Republik, Argentinien, Bolivien, Chile, Kolumbien, Honduras, El Salvador, Nicaragua, Panama, Peru, Brasilien bis nach Mexiko und in die südlichen Teile der USA ausbreiteten, mit ähnlichen Vorfällen auf Puerto Rico Mitte der 1970er Jahre verglichen, doch verweist Radford darauf, dass damals keine Rede vom "Chupacabra", sondern vom "Vampir von Moca" (Vampiro de Moca) die Rede war.

Zwar gesteht auch der Skeptiker ein, dass sich Berichte über blutsaugende Wesen schon lange Zeit vor dem modernen Mythos auch auf Puerto Rico belegen lassen, doch die Bezeichnung "Chpacabara" sowie die übereinstimmenden Schilderungen des Aussehens des Wesens, habe es vor den Berichten von 1995 in dieser Kombination nicht gegeben.

Für die Behauptungen von Zeugen, die Geschichten rund um Chupacabras bis zurück in den frühen 1950er Jahren gehört haben wollen, gibt es laut Radford nur zwei Erklärungen: "Entweder war der Chupacabra schon vor Jahrzehnten bekannt und es wurde über ihn diskutiert und geschrieben, ohne dass sich hierfür schriftliche Belege finden lassen und die moderne Forschung etwas davon weiß; oder wir beobachten derzeit ein faszinierendes Erinnerungs-Phänomen, in dem Dutzende, vielleicht sogar Hunderte von Menschen sich fälschlicherweise an die gleiche Sache erinnern."

Weiterhin fährt der Autor einschränkend fort: "Nur weil ich bislang keine Referenzen über einen vampirischen Chupacabra vor 1995 finden konnte, bedeutet dies noch nicht, dass es solche Aufzeichnungen nicht gibt. Ich bin zwar ein sehr sorgfältiger Forscher, aber niemand ist perfekt. Ich könnte also frühere Erwähnungen übersehen haben. Sollte es also derartige Fälle geben, so sollten sich doch in Zeitungen, Magazinen, Büchern, Volkskundlichen Aufzeichnungen usw. Hinwiese darauf finden lassen. Bislang, so scheint es, gibt es diese nicht."

Radford selbst sieht in der Beschreibung des modernen Chupacabra eine Vermischung von Erinnerungen realer Ereignisse und dem Abbild des Filmmonsters aus dem Hollywood-Kinofilm "Species", der im Jahr 1995 in die Kinos kam. Tatsächlich finden sich hier Übereinstimmungen der gezeigten Monster mit den physiologischen Eigenschaften des modernen Chupacabra (s. Abb.).

Filmszene aus "Species" | Copyright: MGM-UA

Unter dem Motto "Massen-Irrtum oder unvollständige Forschung? - Lasst es uns herausfinden!" hat Radford abschließend zu seinen Ausführungen in seiner Kolumne auf "DiscoveryNews.com" ein Preisgeld von 250 US-Dollar für den Nachweis historischer Dokumente (Zeitungen, Magazine, Bücher usw.) über den Ziegensauger aus Jahren vor 1990 ausgelobt, in welchen die Wesen sowohl als "Chupacabras" bezeichnet werden als auch den modernen Beschreibung des angeblichen Monsters entsprechen.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / news.discovery.com
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