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Mittwoch, 6. April 2011

Schweizer Parapsychologie-Pionier Dr. Theo Locher verstorben

Dr. phil. Theo Locher (1921-2010)

Basel/ Schweiz - Erst jetzt erfuhren wir, dass einer der Pioniere der Schweizer Parapsychologie, Dr. Theo Locher, bereits im vergangenen November verstorben ist. Bis zuletzt hatte er sich für sein jahrelanges Hilfsprojekt in Afghanistan engagiert.

"Theo Locher war mit seinen 90 Jahren ein Beispiel ungebrochener Aktivität. Dabei setzte er seit 18 Jahren seine Kraft weniger in der parapsychologischen Forschung und Aufklärung ein, als vielmehr für sein verdienstvolles Alterswerk, das 'Schweizer Hilfswerk für Afghanische Flüchtlinge'. In beeindruckender Selbstlosigkeit lieferte Theo Locher damit ein Beispiel gelebter Nächstenliebe", erinnert sich Lucius Werthmüller vom "Basler PSI-Verein" an Theo Locher.

1966 gründete Dr. Locher die "Schweizerische Vereinigung für Parapsychologie (SVPP)", stand dieser lange Zeit als Präsident und Sekretär vor und wirkte als Herausgeber und Redakteur des "Bulletins für Parapsychologie" und der "Orientierungsblätter der SVPP".

1977 erschien, gemeinsam mit seinem Co-Autor mit Guido Lauper, sein Buch über "Schweizer Spuk und Psychokinese" (Aurum Verlag). 1985 gründete und leitete er als Stiftungsratspräsident die "Schweizer Stiftung für Parapsychologie" (SSPP). 1986 veröffentlichte er sein Werk "Parapsychologie in der Schweiz, gestern und heute" (Geschichte der PP der Schweiz, Selbstverlag der SVPP). 1989 gründete er die "Dr. A. Hedri Stiftung für Exopsychologie und Epipsychologie" in Zürich und stand dieser als Stiftungsratspräsident vor. 2007 erschien neben seinem Buch "Jenseitskontakte mit technischen Mitteln gibt es!", sein Bericht über die 20-jährige Arbeit seines "Schweizer Hilfswerks für Afghanische Flüchtlinge" (beide im Ancient Mail Verlag). Dieses setzt seine Arbeit natürlich fort. Spenden werden jederzeit benötigt und sind willkommen: Schweizer Hilfswerk für afghanische Flüchtlinge, Postkonto (CH): 25-26108-0.

- Ein Portrait von Theo Locher von 2005 finden Sie HIER

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / svpp.ch / bpv.ch

Astronomen entdecken Asteroiden auf Erdumlaufbahn

Die Umlaufbahn des Asteroiden "2010 SO16" (Quadrat) um die Sonne (S) nähert und entfernt sich hufeisenförmig der Erde (E) | Copyright/Quelle: Apostolos Christou, David Asher, star.arm.ac.uk

Armagh/ Nordirland - Während Astrophysiker die Vorstellung eines weiteren Planeten auf der Umlaufbahn der Erde, jedoch genau auf der anderen Seite der Sonne, aufgrund fehlender Gravitationswirkungen ausschließen, könnten sich jedoch kleinere Objekte die Umlaufbahn um die Sonne mit der Erde teilen. Einen solches Objekt haben nordirische Astronomen nun gefunden: Der Asteroid umkreist die Sonne auf einer ungewöhnlichen hufeisenförmige Umlaufbahn in einem annähernd gleichen Abstand wie die Erde.

Wie die Astronomen Apostolos Christou und David Asher vom "Armagh Observatory" (star.arm.ac.uk) berichten, trägt der Asteroid die Bezeichnung "2010 SO16". Alleine schon seine hufeisenförmige Umlaufbahn (s. Abb.), macht den Asteroiden zu etwas Besonderem, vermuten Astronomen doch, dass derartige Orbit sehr selten sind.

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Eine solche Umlaufbahn, so erläutert der "The Physics ArXiv Blog" des MIT ("technologyreview.com/blog/arxiv"), entsteht, weil Objekte, die weiter von der Sonne entfernt sind als die Erde, die Sonne langsamer umrunden. Objekte, die sich näher zur Sonne befinden, umkreisen diese jedoch schneller als die Erde. Ein Asteroid, mit einem nur leicht geringeren Abstand zur Sonne, würde diese also schneller umrunden und die Erde nach und nach einholen. In Erdnähe würde deren Gravitation den Asteroiden an-, somit von der Sonne wegziehen und seine Umlaufgeschwindigkeit dadurch verlangsamen. Erreicht der Asteroid dann aber eine leicht größere Umlaufbahn als die Erde, wird er auch nach und nach wieder hinter diese zurückfallen. Ein stetiger (hufeisenförmiger) Kreislauf also. Aus Sicht des Asteroiden hingegen umkreist dieser die Sonne fortlaufend in derselben Richtung - manchmal jedoch schneller, weil leicht näher zur Sonne, und manchmal langsamer, weil geringfügig weiter von ihr entfernt als die Erde. Für einen vollständigen derartigen Umlauf benötigt "SO16" 350 Erdenjahre.

Während solch hufeisenförmige Umlaufbahnen bislang eher als instabil galten, da schon leichte Abweichungen der einwirkenden Kräfte große Auswirkungen haben können, scheint die Umlaufbahn von "2010 SO16" erstaunlich konstant. Laut den Berechnungen der Astronomen hält der Asteroid seine Bahn zwischen 120.000 bis einer Million Jahre lang stabil.

Während es sich bei den beiden bislang schon bekannten Erdbegleitern mit hufeinsenförmiger Umlaufbahn um relativ kleine Körper handelt, misst "2010 SO16" mehre hundert Meter im Durchmesser und auch die Umlaufbahnen seiner kleineren Gegenstücke, sind bei weitem nicht so stabil.

Derzeit befindet sich der Asteroid an einem seiner beiden erdnächsten Punkte (s. Abb.) in einem Abstand von 0.13 Astronomischen Einheiten (AU = Abstand Erde Sonne). Und wird laut den Forschern noch Jahrzehnte lang am Abendhimmel zu sehen sein.

- Eine Animation des aktuellen derzeitigen Bahnverlauf des Asteroiden finden Sie HIER
- Den vollständigen Artikel als PDF finden Sie HIER

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / star.arm.ac.uk / arxiv.org / technologyreview.com/blog/arxiv

Erklärung für Pioneer-Anomalie gefunden

Künstlerischer Darstellung der Sonde Pioneer 10 | Copyright: NASA

Lissabon/ Portugal - Mit Hilfe eines neuen Computermodells glauben portugiesische Physiker die sogenannte Pioneer-Anomalie erklären zu können. Seit 1980 rätseln Wissenschaftler über eine bislang unerklärbare minimale jedoch konstante Bahnablenkung der NASA-Sonden Pioneer 10 und Pioneer 11, die schon für die unterschiedlichsten Erklärungstheorien, von technischen Problemen bis hin zu einer Beeinflussung durch eine außerirdische Technologie gesorgt hatte.

Beide Sonden werden mit einer konstanten Beschleunigung unbekannter Herkunft abgelenkt. Die Ablenkung um (8,74±1,33) · 10hoch -10 m/s² zur Sonne hin, entspricht etwa 10hoch −5 der Beschleunigung durch die Gravitation des Sonnensystems und führte über einen Zeitraum von 15 Jahren bereits zu einer Abweichung von etwa 100.000 Kilometern von der eigentlich berechneten Position.


Durch eine Analyse der Sonden mit dem bereits in den 1970er Jahren erdachten 3D-Computerprogramm "Phong (Shading)", mit dem die nicht nur wie in bisherigen Modellen die Wärmeabgabe der Sondenelemente selbst, sondern auch die deren Wärmereflexion dargestellt werden kann, glaubt das Team um Frederico Francesco vom "Instituto de Plasmas e Fusao Nuclear" in Lissabon nun die Anomalie vollständig erklären zu können.


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Zum ersten Mal konnte nun also auch die Wärme ermittelt werden, die von Teilen der Sonde abgegebene wird. Mit ihrer Analyse konnten die Forscher aufzeigen, dass Wärme von der Rückwand des sogenannten "Main Equipment Compartment"-Element beispielsweise von hinten auf die Antenne reflektiert wird.

Da diese Antenne in Richtung Sonne und Erde zeigt, würden derartige Reflexionen dazu führen, die Sonde eicht abzubremsen. Solange bis keine weiteren Daten auftauchen, reiche genau dieser bislang unbeachtete Effekt aus, um die Pioneer-Anomalie vollständig zu erklären, zitiert der "Physics ArXiv Blog" ("technologyreview.com/blog/arxiv") aus dem vorab auf "arxiv.org" veröffentlichten Artikel.

WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA
Unbekannte Kraft im Universum entdeckt?
23. November 2010
Pioneer-Anomalie teilweise enträtselt?
17. April 2008

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / technologyreview.com / arxiv.org
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