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Freitag, 29. April 2011

Geologen lösen Rätsel um Entstehung des Grand Canyons

Blick auf den Grand Canyon | Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de

Houston/ USA - Schon seit langem ist die Entstehung des Grand Canyons für Wissenschaftler ein Rätsel und Inhalt teils heftig geführter Diskussionen und zahlreicher Theorien. Jetzt sind US-Geologen auf das Geheimnis des Colorado-Plateaus gestoßen und können damit auch die Entstehung der 450 Kilometer langen Schlucht im Norden des US-Bundesstaats Arizona erklären, in dessen Felsgestein der Canyon eingefräst ist.

Wie die Forscher um Professor Alan Levander von der "Rice University" im Fachjournal "Nature" berichten, gelang es ihnen mittels Aufzeichnungen des "USArray", einer ausgedehnten Anlage seismischer Messstationen, nachzuweisen, wie magmatisches Material aus der tiefer gelegenen Asthenosphäre langsam nach oben steigt und hier in die Lithosphäre, also den äußersten Mantel der Erdkruste, vordringt. Diese Materialbewegung ist es denn auch, die Gesteinslagen abtrennt und zum absinken bringt.

Die Asthenosphäre besteht hauptsächlich aus zwei Schichten: Tief unter dem oberen Mantel, zwischen 95 und 300 Kilometern Tiefe, ist das Material für gewöhnlich weniger dicht und ebenfalls wenige zähflüssig als jenes im oberen Mantel der Lithosphäre, der Schicht, auf welcher sich der tektonischen Platten bewegen können.

Findet das Material aus der Asthenosphäre jedoch Wege, so kann es in die Lithosphäre vordringen und diese von unter heraus erodieren. Das teilweise geschmolzene Material dehnt sich dabei aus und kühlt sich auf seinem Weg nach oben ab. In der Lithosphäre angekommen, verfestigt sich das Material dann und macht die darüber liegende Kruste und den Mantel brüchig und kann n ach unten absinken. Nachfließendes Material der Astehnosphäre füllt dann die frei werdenden Räume, dehnt sich aus und hebt dabei das Colorado-Plateau an.

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Das langsame Absinken der Lithosphere mehrere hundert Kilometer ins Innere der Erde, wie es auch direkt im Norden des Grand Canyon gemessen werden konnte, ist wahrscheinlich auch für die Entstehung der gewaltigen Schlucht mitverantwortlich, da die Anhebung des Plateau im Laufe der vergangen sechs Millionen Jahre auch den Verlauf des Colorado River beeinflusst hatte, von dem die Wissenschaft annimmt, das dieser Fluss den Canyon gegraben hat. Bislang war jedoch unklar, wie der Fluss das Plateau erklommen haben könnte.

Alternative Theorie gehen sogar soweit, dass gewaltige elektrische Entladung aus kosmischer bzw. Interplanetarer Ebene, die Schlucht entstehen ließen und das Wasser des Colorado diese zum Durchqueren des Plateaus nutzte und natürlich über die Millionen von Jahren ebenfalls zur Erosion Canyons beitrug.

Bücher zum Thema:

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / rice.edu

Neuer Wind in der deutschen UFO-Forschung - Ein Rückblick auf die Tagung deutscher UFO-Forscher

Podiumsdiskussion auf der DEGUFO-Tagung 2011 v.l.: Ingbert Jüdt (DEGUFO, GEP, Gfa), Reinhard Nühlen (DEGUFO), Robert Fleischer (Exopolitik Deutschland) | Copyright/Quelle: exopoitik.org

Erfurt/ Deutschland - Jedes Jahr treffen sich in Erfurt Fallermittler der drei deutschen UFO-Forschungsvereine DEGUFO, GEP und MUFON-CES, um neueste Erkenntnisse auszutauschen. Ein zentraler Diskussionspunkt war in diesem Jahr unter anderem auch die deutsche Exopolitik-Bewegung. Die Auseinandersetzung mit dem "Newcomer" in der deutschen UFO-Szene, offenbarte tiefe Gräben, aber auch Potenzial zu mehr Zusammenarbeit zwischen den Vereinen - ein Umbruch in der deutschen UFO-Forschung steht an.

In seinem Vortrag "Disclosure - Staatliche Vertuschung oder Manipulation der UFO-Szene?" diskutierte der Soziologe Ingbert Jüdt (DEGUFO, degufo.alien.de; GEP, Gesellschaft für Anomalistik, GFA, gfa.alien.de) "eine alternative Perspektive auf die Exopolitik-Bewegung" und warf zugleich die Frage auf, ob die Forderung nach Freigabe von UFO-Informationen nicht ein wenig zu weit gedacht sei. "Traditionelle UFO-Forschung hat ein anderes Anliegen als die Exopolitik. Wer weiß denn, ob das alles Außerirdische sind?", so Jüdt und betonte so die Ergebnisoffenheit der UFO-Forschung im Gegensatz zur Grundlage der Exopolitik. Diese geht fest von der Existenz außerirdischer Besucher auf der Erde und mache somit die "in den Massenmedien geführte hypothetische Debatte über deren Existenz überflüssig".

Robert Fleischer von "Exopolitik Deutschland" (exopolitik.org) machte deutlich, dass das UFO-Phänomen bereits in vielen Ländern offiziell durch Militär oder Zivilstellen registriert wurde. So lägen dank der vier staatlich geführten UFO-Studien bereits mehr als genug wissenschaftliche Ergebnisse vor, die die Existenz eines echten UFO-Phänomens beweisen. Diese gelte es zur Kenntnis zu nehmen - auch in Deutschland. "Unsere zentrale Grundlage der Legitimation ist nicht, ob die Amis irgendwas im Hangar haben, sondern die Existenz des Phänomens an sich und die Tatsache, dass wir als Menschheit überhaupt nicht darauf vorbereitet sind - und dass es so aussieht, als müssten wir uns in Zukunft damit auseinandersetzen.“

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"Warum sollten wir den Informationen von bestimmten Stellen nicht vertrauen? Wir können das nicht immer wieder neu aufrollen und auch noch den letzten Skeptiker überzeugen, das hält die Forschung auf und wird in der Wissenschaft auch nicht so praktiziert.“, sagte Natale Cincinnatti von der "Gesellschaft zur Erforschung des UFO-Phänomen e.V." (gep.alien.de). in der anschließenden Podiumsdiskussion, an der sich die UFO-Forscher der deutschen UFO-Forschungsgruppen DEGUFO, GEP und MUFON-CES beteiligten.

Fleischer beobachtet derzeit einen Umbruch in der deutsche UFO-Forschung: "Die Jungen, gut vernetzt und informiert, nehmen nach und nach den Platz der traditionellen Fallermittler ein, die nur ihren eigenen Ergebnissen vertrauen. Jahrzehntelange Streitigkeiten der Vereine haben die deutsche UFO-Forschung schon viel zu lange aufgehalten." Passend hierzu war denn auch der Vortrag von Marius Kettmanns (MUFON-CES, mufon-ces.org) über "Neue Impulse für die UFO-Forschung".

Ein erster Schritt in diese Richtung, ein Entwurf für einen vereinsübergreifeneden Fragebogen für UFO-Sichtungszeugen, wurde denn auch sogleich auf der Tagung vorgestellt und diskutiert.

"Wenn ich mich als UFO-Zeuge bei einer Organisation melde und sehe, die anderen haben ganz andere Methoden, frage ich mich, warum divergiert das so stark? Wenn ich aber sehe, dass drei Vereine denselben Fragebogen nutzen, erhöht das für mich als Sichtungszeuge natürlich die Glaubhaftigkeit dieses Vereins, weil ich sehe, da steckt Vorarbeit dahinter, die haben auch gemeinsam schon was gemacht.", so der UFO-Forscher Danny Ammon von der GEP. Noch ist der Fragebogen nicht fertig und soll in einem nächsten Schritt durch das "Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene" (IGPP) in Freiburg geprüft werden.

Exopolitik-Bericht zur DEGUFO-Tagung 2011 in Erfurt

Kicken Sie auf die Bildmitte, um das Video zu starten


- Die Vorträge der DEGUFO-Tagung 2011 und die Podiumsdiskussion in voller Länge finden Sie ab Mitte Mai im "Exomagazin" auf "exopolitik.org".

- Einen ausführlichen Rückblick des "Dabeigewesenen" T.A. Günter auf die DEGUFO-Taguung finden Sie HIER

Quelle: grenzwissenschaft-aktuell.de / exopolitik.org

Guru Sathya Sai Baba verstorben

Sathya Sai Baba | Copyright: unbek. Quelle: Internet

Puttaparthi/ Indien - Nach vorigem Krankenhausaufenthalt ist der weltweit bekannte, verehrte und von Skeptikern ebenso kritisierte indische Guru Sathya Sai Baba am vergangenen Sonntag, den 24. April 2011, im Alter von 85 Jahren in Folge von Herz-, Lungen- und Nierenproblemen an Organversagen gestorben.

Schon als Kind, so berichtet sein autorisierter Biograph, Narayana Kasturi, habe Sai Baba die Gabe besessen, Gegenstände zu materialisieren und erklärt, er sei die Reinkarnation des 1918 verstorbenen, indischen Heiligen Shirdi Sai Baba.

Seine weltweit verbreitete spirituelle Lehre, die zu einer Einheit der Religionen aufruft basiert auf fünf Kerngedanken: Die Göttlichkeit des Menschen, die Einheit der Religionen, die menschlichen Werte, die Begrenzung der Wünsche und der Dienst am Mitmenschen. Bekannt wurde Sai Baba besonders durch die von ihm geleiteten Ashrams, seine vor unzähligen Anhängern durchgeführten Wunderdemonstrationen, darunter die angebliche Manifestation von sogenannter Heiliger Asche, Lebensmitteln und kleinen Schmuckstücken, durch ihm zugesprochene Wunderheilungen aber auch durch sein umfangreiches Wirken als Wohltäter und Gründer zahlreicher Hilfs- und Bildungswerke.

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Zugleich zog Sai Baba jedoch zeitlebens auch immer wieder nicht minder scharfe Kritik an seiner Person und seinen Praktiken und besonders an seinem politischen Einfluss auf sich. So kamen Anschuldigungen wegen sexueller Belästigung tatsächlich nie zur Verhandlung. Skeptiker werfen ihm zudem fortwährenden Schwindel und "billige Taschenspielertricks" als Grundlage seiner Wunder vor und - wie vorrangig die Ikone der Skeptiker-Bewegung James Randi - lassen selbst in jetzt veröffentlichten Nachrufen kein gutes Haar an dem weltweit von schätzungsweise 50 Millionen Anhängern verehrten spirituellen Lehrmeister.

Wie schon zu Lebzeiten, so sorgt Sai Baba auch noch im Tod für kontroverse Diskussionen: Angesichts seines Ablebens verweisen seine Kritiker auf seine eigene Vorhersage, dass er einst erst im Alter von 96 Jahren sterben werde und unterstreichen das vermeintliche Nichteintreffen selbst dieser Prophezeiung. Seine Anhänger sehen dies indes anders: In einer Presseerklärung führt die "Sathya Sai Organisation in Deutschland e.V. (sathya-sai.info) hierzu folgendes aus:

"Sai Baba hatte bereits in früheren Jahren angekündigt, dass er "im Alter von 96 Jahren seinen Körper verlassen" werde. Dies steht in keinem Widerspruch zu seinem Ableben nach "westlicher" Rechnung im Alter von 85 Jahren: In Indien ist es üblich, nicht mit Erdenjahren, sondern mit Mondjahren zu rechnen - vor allem in einem spirituellen Umfeld. Da legt man meist den astrologischen Mondkalender ("Nakshatra Kala Ganana", auf den Sai Baba öfter Bezug nahm) zugrunde, nach dem eine "siderische Periode des Mondes" genau 27,3 irdischen Tagen entspricht. Das Mondjahr mit 12 Perioden hat demzufolge nur 327 Tage. Wenn man nun Sai Babas 31.197 Erdentagen – in Indien beginnt die Zählung der Geburtstage am Tage der Geburt mit einem Jahr – durch 327 teilt, erhält man exakt 95,4 Jahre. Sai Baba hat also Seinen Körper, wie vorausgesagt, im 96. Lebensjahr verlassen."

Unabhängig von den Kontroversen um seine Person, Praktiken und Lehre kamen zu dem von der indischen Regierung ausgerufenen Staatsbegräbnis am gestrigen Donnerstag hunderttausende von Anhängern und zahlreiche Offizielle, unter ihnen auch der indische Premierminister Manmohan Singh und die Kongresspräsidentin Sonia Gandhi. Indiens Regierungschef Singh würdigte Sathya Sai Baba, als "Inspiration für Menschen aller Glaubensrichtungen". Er habe Millionen Menschen dazu bewogen, ein "sittliches und sinnstiftendes Leben zu führen".

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de
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