https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de


Sonntag, 8. Mai 2011

Vertraute Ahmadinedschads wegen Hexerei verhaftet

Mahmud Ahmadinedschad | Copyright: kremlin.ru, Creative Commons Attribution 3.0 Unported

Teheran/ Iran - Der Kampf um die politische Führung des Iran zwischen dem Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad und dem religiösen Führer und Staatsoberhaupt, Ayatollah Ali Khamenei, nimmt zusehends metaphysische Züge an. Jetzt wurden 25 enge Vertraute des international vielfach kritisierten und umstrittenen Präsidenten aufgrund des Vorwurfs der Hexerei verhaftet und angeklagt.

Wie der britische "The Guardian" berichtet, wird den Männern unter anderem der Einsatz übernatürlicher Kräfte zu Gunsten des Präsidenten vorgeworfen. Zu diesen Praktiken gehören auch Hexerei und das Beschwörung sogenannter Dschinns, Dämonen also, wie sie im Westen vor allem in gütlicher Form aus Aladins Wunderlampe bekannt sind. Das iranische Nachrichtenportal "Ayandeh" beschreibt einen der verhafteten Männer, Abbas Ghaffari, als einen "Mann mit besonderen Fähigkeiten und Beziehungen mit unbekannten Welten."


Auslöser für die Verhaftungen war unter anderem eine iranische Dokumentation über die angeblich unmittelbar bevorstehende Wiederkehr des sogenannten Verborgenen (zwölften) Imam der Imamitischen Schiiten, Muhammad ibn Hasan al-Mahdi, der von den Immamiten als der sogenannte Mahdi, also als messianische Gestallt verehrt und erwartet wird.

www.grenzwissenschaft-aktuell.de
+ + + HIER können sie unseren täglichen Newsletter bestellen + + +

Hinter dem Film vermuten konservativen Kleriker unter anderem Personen aus der Gruppe der nun Verhafteten und verweisen darauf, dass die Wiederkehr des Imam Mahdis nicht vorhergesagt werden könne - eine solche Tat also der im islamischen Recht unter Strafe stehenden Wahrsagerei und Hellseherei gleich komme.

Tatsächlich ist Ahmedinedschads eigene tiefe Überzeugung an die Wiederkehr des Mahdi allseits bekannt. 2009, so berichtete der Guardian, hat der iranische Präsident sogar den USA vorgeworfen zu versuchen, diese Wiederkehr zu verhindern.

Aufgrund zahlreicher öffentlicher Widerstände gegen den Ayatollah hatten einige Politiker den Präsidenten bereist zum Rücktritt aufgefordert. Der Khamenei nahe stehende Ayatollah Mesbah Yazdi hatte den Präsidenten sogar schon öffentlich davor gewarnt und darauf hingewiesen, dass Ungehorsam gegenüber dem Wort des religiösen Führers, der im Iran mit uneingeschränkten Machtbefugnissen ausgestattet ist, mit der Abkehr von Gott gleichzusetzen sei.

Der Glaube an die Rückkehr des Mahdi stellt für das derzeitige Staatsoberhaupt von daher eine Gefahr dar, als dass selbst die Verfassung der Islamischen Republik Iran von 1979 den "Zwölften Imam" als eigentliches Staatsoberhaupt bezeichnet und nach dieser Auffassung der Klerus bis zur Wiederkehr nur stellvertretend bis zur Wiederkehr des Mahdi aus der Verborgenheit regiert.

Als Vorzeichen für das Kommen des Mahdi, benennt das staatliche Dokumentationszentrum der Islamischen Revolution unter anderem "die Weltarmut, die Verbreitung von Krankheiten wie Aids, sowie die Häufung von Naturkatastrophen wie Erdbeben“. Der Mahdi, so beschreibt es die deutsche Wikipedia (wikipedia.de) soll einem trocken gefallenen Brunnen in Jamkaran bei Qom in Iran entsteigen und sodann eine mit großem baulichem Aufwand angelegte Allee entlangschreiten, um seine Herrschaft anzutreten. Das erwartete Ereignisses zieht viele Touristen und Pilger an; Jamkaran soll als Pilgerstätte mittlerweile bedeutender sein als Mashhad.

Bücher zum Thema:

- - -

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / guardian.co.uk

Mikroben auf dem Mond: Untersuchung entlarvt Apollo-Mythos

Die TV-Kamera der 1967 auf dem Mond gelandeten Sonde "Surveyor 3" wird von dem "Apollo 12"-Astronauten Pete Conrad am 19. November 1969 abmontiert und zur Erde zurückgebracht | Copyright: NASA

The Woodlands/ USA - Die Untersuchung einer von der Besatzung der "Apollo 12" Mondmission zurückgebrachten Kamera, die Teil der 1967 auf dem Mond gelandeten unbemannten Sonde "Surveyor 3" war, offenbarte 1969 eine vermeintliche Sensation, die seither als eine von vielen Apollo-Legenden überdauert hat - wurden im Innern der Kamera doch tatsächlich Mikroben entdeckt und das, obwohl die Kamera auf der Erde angeblich unter sterilen Umständen untersucht wurde. Eine erneute Untersuchung der damaligen Bedingungen offenbart nun jedoch nicht nur die wahrscheinlich wahre Herkunft der Mikroben sondern auch gravierende Mängel in der Auswertung der Missionsergebnisse durch die NASA-Wissenschaftler.

Bei dem, was die Wissenschaftler damals in der Kamera entdeckt hatten, handelte es sich um die gewöhnlichen Streptokokken-Bakterien (Streptococcus mitis). Astrobiologen zeigten sch damals dennoch ebenso erstaunt wie fasziniert von dieser Entdeckung - schien es doch so, also hätten zwischen 50 und 100 der Mikroben nicht nur den Start der Sonde sondern auch fast drei Jahre auf dem Mond – also unter starker Strahlung, Tiefsttemperaturen von bis zu minus 253 Grad Celsius und zudem ohne jegliche Nahrung; Wasser oder eine sonstige, den Bakterien zur Verfügung stehende Energiequelle, überdauert. Andere vermuteten gar, dass die Mikroben selbst von ursprünglich vom Mond selbst stammten.

www.grenzwissenschaft-aktuell.de
+ + + HIER können sie unseren täglichen Newsletter bestellen + + +

Bei der Durchsicht historischer Filmdokumente der NASA sind Forscher des "Ausschusses zur Planetensicherheit" des "Committee on Space Research" (COSPAR) unter John Rummel auf Aufnahmen der Untersuchung der "Surveyor 3"-Kamera gestoßen, berichtet "Space.com". Diese zeigen, dass es dabei alles andere als steril zuging: Die Labor-Wissenschaftler tragen lediglich offenen Haarschutz und Atemmasken – große Teile des Gesichts waren weiterhin unbedeckt, ebenso die Arme der Forscher, die bei der Arbeit zwar Handschuhe aber armfreie Kleidung tragen.
Standbild der Aufnahmen von der alles andere als sterilen Untersuchung der "Surveyor 3"-Kamera | Copyright: John Rummel/NASA

Zum Vergleich: So sieht die tatsächlich sterile Arbeitskleidung heutiger Kollegen aus | Copyright: NASA

Die Ergebnisse ihrer Analyse der Aufnahmen haben die Forscher um Rummel in einer Studie mit dem Titel "A Microbe on the Moon? Surveyor III and Lessons Learned for Future Sample Return Missions" veröffentlicht und auf einem Treffen über die Wichtigkeit von Missionen mit Proben-Entnahmen und -Rücktransporten für die zukünftige Planetenerkundung im texanischen The Woodlands vorgestellt.

Hierin kommen die Untersucher zum dem Schluss, dass die Wahrscheinlichkeit, dass die Kontamination mit den Mikroben während der Untersuchung der Kamera und damit auf der Erde stattfand, sehr hoch ist.

Auch wenn die heutigen Standards zweifelsohne weit über jenen von 1969 liegen (s. Abbildungen), so ermahnt Rummel dennoch, dass gerade angesichts zukünftig geplanter Analysen von Marsproben auf der Erde höchste Vorsicht geboten sei. "Gelingt dies nicht, können wir nie mit Bestimmtheit sagen, ob eventuell darin entdeckte Mikroben tatsächlich vom Mars stammen, oder nicht. (...) Wir können und müssen zukünftig bessere Arbeit leisten!"

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / nasa.gov / space.com
Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de
(falls nicht anders angegeben)


Für die Inhalte externer Links übernehmen wir keine Verantwortung oder Haftung.


WEITERE MELDUNGEN finden Sie auf unserer STARTSEITE