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Dienstag, 10. Mai 2011

Doch flüssiges Wasser auf Exoplanet Gliese 581d?

Künstlerische Interpretation des Systems um "Giese 581" | Copyright: NASA/Lynette Cook

Paris/ Frankreich - Im extrasolaren Planetensystem um den "Stern Gliese 581" finden sich gleich mehrere Planeten, die unter Planetenforschern als potentiell lebensfreundlich diskutiert werden - umkreisen die Planeten ihr Zentralgestirn doch in Abständen, wie sie möglicherweise gemäßigte Temperaturen und somit Wasser in flüssiger Form ermöglichen (...wir berichteten, s. Links). Während die Existenz des hoffnungsvollsten Kandidaten "Gliese 581g" weiterhin kontrovers diskutiert wird, zeigt eine neue Studie französischer Astronomen, dass die Chancen dafür, dass auf seinem Nachbarplaneten "Gliese 581d" flüssiges Wasser existieren kann, obwohl er nicht mehr innerhalb der eigentlichen lebensfreundlichen, sogenannten "habitablen Zone" liegt, gar nicht schlecht sind. Für die Forscher selbst belegen die neuen Daten, dass es sich bei "Gliese 581d" um den ersten nachgewiesenen Exoplaneten mit vergleichbarer Erdmasse innerhalb einer , wenn auch nicht klassischen, habitablen Zone handelt.


Wie die Forscher um Robin D. Wordsworth vom "Laboratoire de Météorologie Dynamique" am "Institut Pierre Simon Laplace" vorab auf "arxiv.org" berichten, erhält der Planet zwar rund 35 Prozent weniger Strahlung seines Sterns als vergleichsweise der Mars in unserem Sonnensystem, sollte also eigentlich zu kalt sein, um Wasser in flüssiger Form beherbergen zu können, dennoch zeigen neue Klimamodellberechnungen, dass unter bestimmten Voraussetzungen die hierfür notwendigen Temperaturen dennoch erreicht werden können.

Die Berechnungen haben die französischen Wissenschaftler anhand verschiedener Faktoren erstellt: Als Planetenmasse gingen sie von acht unterschiedlichen Erdmassen aus. Wegen der unbekannten der unbekannten Bahnneigung (Inklination) handelt es sich bei den von den Forschern angenommenen 60 Grad Neigung zur Sichtachse lediglich um eine wahrscheinliche Schätzung, jedoch nicht um einen sicheren Wert. Aufgrund der Tatsache, dass die große Halbachse des Orbits lediglich 0,22 Astronomische Einheiten beträgt (im Vergleich entspricht dies 22 Prozent des Erdorbits), ist es wahrscheinlich, dass "Gliese 581d" den Stern in gebundener Rotation umläuft, diesem also so wie der Mond der Erde, immer die gleiche Seite zeigt.

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Für die Möglichkeit von flüssigem Wasser spielt besonders die Zusammensetzung des Planeten und einer potentiell vorhandenen Atmosphäre eine Rolle. In ihren Berechnungen diskutieren die Forscher vornehmlich zwei Modelle: Zum einen, einen erdartigen Felsplaneten mit einem Durchmesser von 1,8 Erddurchmessern und zum anderen eine sogenannte Wasserwelt, also einen gänzlich von Wasser bzw. einem Wassereispanzer überzogenen Planeten mit einer geringeren Dichte jedoch 2,3 Erddurchmessern.

Vom jeweiligen Durchmesser hängt zunächst die Gravitation an der Oberfläche des Planeten ab und in deren Folge die Höhe des atmosphärischen Drucks. Die Atmosphären wurden jeweils mit Druckverhältnissen von 5, 10, 20 und 30 bar und anhand von einer reinen Wasser/Kohlenstoffdioxid-Zusammensetzung simuliert. Das Vorhandensein weiterer Treibhausgase spielt für den Nachweis flüssigen Wassers keine Rolle, da diese die Oberflächentemperaturen auf dem Planeten - und somit die Wahrscheinlichkeit für flüssiges Wasser - nur noch erhöhen und nicht absenken würden.

Schon 10 bar Atmosphärendruck bei den simulierten Felsplaneten würden demnach genügen, um die Temperaturen über Null ansteigen zu lassen. 20 bar würden dies dann auch bei einer Wasserwelt erreichen.

Je nachdem, wie groß "Gliese 581d" tatsächlich ist, würden diese Druckverhältnisse auf der Erde einem Druck zwischen vier und sechs bar entsprechen. Der Umstand, dass auf der nahezu erdgroßen Venus ein Kohlenstoffdioxid-Partialdruck von fast 90 bar erreicht wird, belegt, dass die errechneten Werte also durchaus im Bereich des Möglichen liegen. Lediglich eine Atmosphärenzusammensetzung aus Wasserstoff und Helium, wie sie etwa auf den Sonnen-Planeten Neptun und Uranus zu finden sind, würde flüssiges Wasser nahezu ausschließen.

Weiterhin unklar sind jedoch noch die Auswirkungen des Verhaltens des Zentralgestirns "Gliese 581". Hierbei handelt e sich um einen sogenannten "Roten Zwerg" (M-Stern), wie sie zu starken und zahlreichen Eruptionen und damit einhergehenden Strahlungsausbrüchen neigen (...wir berichteten).

Mit derzeitiger Beobachtungstechnologie sind viele offene Fragen noch nicht zu beantworten. Erst Teleskope der nächsten Generation können, gerade auch wegen der geringen Entfernung zum Sonnensystems von gerade einmal rund 20 Lichtjahren, wahrscheinlich schon bald weitere Informationen über das "Gliese 581"-System und seine Planeten liefern.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / arxiv.org

Filmvorführung und Vortrag zu Disclosure und Exopolitik in Salzburg

Filmplakat von "The Day before Disclosure"

Salzburg/ Österreich - Im Rahmen einer Vortragsreihe präsentiert die "Österreichische-Außerirdischen-Forschungs-Initiative" (AERI, Austrian Extraterrestrial Research Initiative,) im Mai und Juni die Vorführung der Dokumentation "The Day before Disclosure" erstmalig mit deutschen Untertiteln und einen Vortrag von Robert Fleischer zum Thema "Die außerirdische Präsenz auf der Erde".

- Am 12. Mai 2011 zeigt AERI den Dokumentarfilm "The Day before Disclosure" von Terje Toftenes.

Zum Inhalt der Dokumentation schreiben die Veranstalter: "Stehen wir an der Schwelle des erschütternsten Paradigmenwechsel den es jemals gegeben hat? Ist das „größte Geheimnis in der Geschichte der Menschheit“ dabei enthüllt zu werden? Dies ist eine der umfassendsten Dokumentationen die jemals zur Präsenz von UFO´s und Außerirdischen produziert wurde - und über die Geheimnistuerei welche dieses Thema umgibt. Was wissen wir bis jetzt - und was wissen wir darüber warum wir eigentlich nicht wissen sollten? Der Film präsentiert die UFO-Geschichte und einige der bestdokumentierten Fälle der europäischen und amerikanischen Kontinente."


Der Film von 2010 wird im englischsprachigen Original, jedoch erstmals mit deutschem Untertiteln versehen, gezeigt und dauert 105 Minuten. Anschießend gibt es die Möglichkeit zur Diskussion.

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Obwohl der Film bislang und noch kurze Zeit unter newparadigm.no gratis, hier jedoch nur auf Englisch, angesehen werden kann, wird zur Kostendeckung (Produktion, Saalmiete, Werbungskosten, Übertragung auf Kinoformat und Übersetzung) für die Veranstaltung ein Eintrittspreis. Erhoben.

- Am 16. Juni 2011 referiert dann Robert Fleischer (Exopolitik Deutschland) über "Die außerirdische Präsenz auf der Erde".

"Offiziell gibt es sie nicht - UFOs. Und wenn sie gesehen werden, sind es nur asiatische Himmelslaternen. Das zumindest wird uns immer wieder in den Massenmedien versichert. Hinter den Kulissen sieht die Lage ganz anders aus: Regierungen, Militärs und Geheimdienste nehmen das Phänomen sehr viel ernster, als sie öffentlich zugeben wollen. Davon zeugen hunderte Geheimdokumente, aber auch militärische Radarbilder, die Berichte von geschulten Augenzeugen und die Untersuchungen physikalischer Wechselwirkungen zwischen unidentifizierten Flugobjekten und ihrer Umgebung. Robert Fleischer gibt einen Überblick über die überzeugendsten Fakten, die auf eine außerirdische Präsenz hinweisen.

Robert Fleischer studierte Dipl.-Dolmetscher an der Universität Leipzig und begann bereits im Alter von 16 Jahren eine journalistische Laufbahn. Zuletzt arbeitete er als redaktioneller Mitarbeiter beim MDR-Fernsehen. Er ist freier Journalist, Dolmetscher sowie Koordinator der Deutschen Initiative für Exopolitik (exopolitik.org), einer internationalen Bürgerinitiative, die sich zum Ziel gesetzt hat, die von Massenmedien weitgehend ignorierten Hinweise auf eine außerirdische Präsenz auf der Erde bekannt zu machen.

Beide Veranstaltungen finden im Mozartkino Salzburg in der Kaigasse 33, 5020 Salzburg von 19.00 - 22.00 Uhr (Einlass: Film: 18.45 Uhr/ Vortrag 18.30 Uhr) statt. Die Karten sind an den Veranstaltungsabenden jeweils ab 17 Uhr im Kino-Foyer erhältlich (Vorträge: 15 Euro/ermäßigt 10 Euro; Film: 10 Euro ermäßigt 7 Euro). Sitzplatzreservierung und Information unter: 0650/ 5855422 , info@aeri.at, aeri.at.

Die Österreichische-Außerirdischen-Forschungs-Initiative (AERI-Austrian Extraterrestrial Research Initiative) ist eine Gruppe, die sich mit der unbestreitbaren Tatsache von außerirdischem Leben auf der Erde und der Bedeutung dessen auf uns Menschen befasst. Eines der zentralen Anliegen dabei ist, diese Informationen, vielfältigen Erkenntnisse und weltweiten Erfahrungen von z.B. ranghohen Militärs und ehemaligen Regierungsangehörigen mittels Veranstaltungen der Allgemeinheit in Österreich zugänglich zu machen. Formiert hat sich die Initiative im Jänner 2011.

Quellen: aeri.at

Experiment belegt: Im Innern von Meteoriten können organische Moleküle entstehen

Archiv: Der 1969 in Australien niedergegangenen Murchison-Meteorit und aus diesem gelöste Partikel | Copyright: US Dept. of Energy / Public Domain

Viterbo/ Italien - Zahlreiche Studien haben mittlerweile hinreichend belegt, dass sich auf und im Innern von Meteoriten mit Aminosäuren und anderen organischen Verbindungen finden, die einst das Leben auch zur Erde gebracht haben könnten. Die Frage jedoch, wie diese Verbindungen dorthin gelangt sind, blieb bislang jedoch unbeantwortet. Mit einem Experiment haben italienische Wissenschaftler nun gezeigt, dass die Meteoriten, selbst wahre Fabriken für organische Moleküle sein können.

Mit einem Gramm aus dem im September 1969 eingeschlagenen Murchison-Meteoriten, in dem bereits zuvor Aminosäuren und andere chemische Verbindungen, aus welchen unter anderem auch genetisches Material besteht, nachgewiesen wurden (...wir berichteten 1, 2), führten die Forscher um Raffaele Saladino von der "Università degli Studi della Tuscia" ein Experiment durch.

Grundlage für dieses Experiment war die Fragestellung, ob besagte Moleküle auch im Innern der Asteroiden selbst entstanden sein könnten, von welchen die entsprechenden Meteoriten stammen, sowie die Einsicht, dass eine einfache und ebenfalls im All vorkommende Chemikalie Formamid, das Amid der Ameisensäure, in zahlreiche Biomoleküle transformiert werden kann.

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Aus dem zermahlenen Anteil des Murchison-Meteoriten entfernten die Forscher alle organischen Moleküle, bis nur noch das eigentliche Mineral übrig blieb. Dieses vermischten sie mit Formamid und erhitzten dieses Gemisch 48 Stunden lang auf 140 Grad Celsius.

Tatsächlich entstanden durch diesen Prozess Nukleinsäuren und damit grundlegende Bausteine von DNA und RNA, zudem auch die Aminosäure Glycin, Carbonsäuren und eine Zuckervorläufer. Hinzu entdeckten die Forscher, dass das meteoritische Material die RNA stabilisieren kann, wenn diese mit Wasser reagiert und dabei sehr leicht zerfällt. Für gewöhnlich beschleunigen Mineralien diesen Prozess. Das Material des Murchison verursachte diesen Effekt jedoch nicht. Ihre Ergebnisse haben die Forscher aktuell im Fachmagazin "Origins of Life and Evolution of Biospheres" veröffentlicht.

"Die entstandenen Verbindungen sind sowohl metabolisch als auch genetisch und bedienen damit Schlüsselfunktionen von primitivem Leben", zitiert "NewScientst.com" Monica Grady von der britischen "Open University" in Milton Keynes, die an der Studie der Italiener nicht beteiligt war.

WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA
Ungeahnt hohe Vielfalt organischer Moleküle im Murchison-Meteorit
16. Februar 2010
Studie: Meteorit beinhaltete Moleküle des Lebens
16. Juni 2008

Bücher zum Thema:

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / newscientist.com
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