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Montag, 30. Mai 2011

Wissenschaftler fordern weitere Observatorien für die Suche nach Gravitationswellen

Computersimulation von Gravitationswellen, die von zwei einander umkreisenden Neutronensternen ausgesandt werden | Copyright: NASA

Golm/ Deutschland - Detektoren in den USA, Deutschland und Italien liegen auf der Lauer, um einem von Albert Einsteins letzten Geheimnissen auf die Spur zu kommen: Gravitationswellen. Bisher gelang es nicht, diese Krümmungen der Raumzeit direkt nachzuweisen. Würden die vorhandenen Detektoren jedoch anders über die Erde verteilt, stiegen die Chancen um mehr als das Doppelte. Zu diesem Ergebnis kommt Bernard F. Schutz, Direktor am Golmer "Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik" (Albert-Einstein-Institut), in einer neuen Studie. Und eine weitere Verbesserung ließe sich mit dem Bau zusätzlicher Gravitationswellen-Observatorien erzielen.

- Bei dieser Meldung handelt es sich um eine Pressemitteilung der "Max-Plank-Gesellschaft", mpg.de


Zur Untersuchung des Universums stehen uns viele Methoden zur Verfügung, die fast alle auf der Analyse elektromagnetischer Strahlung aus dem All beruhen. Wir betrachten sozusagen Fotos aus verschiedenen Zeiten, die bei unterschiedlichen Wellenlängen aufgenommen wurden. Würden wir auch unsere Ohren benutzen, so würde sich unser Wahrnehmungsspektrum erheblich erweitern, denn für verschiedene Phänomene sind die klassischen Methoden blind.

So künden Gravitationswellen von Sternexplosionen, vom Zusammenprall Schwarzer Löcher und Neutronensterne und sogar vom Urknall. Ihre Frequenzen liegen nicht im elektromagnetischen, sondern im akustischen Bereich. Diese Dellen in der Raumzeit bewegen sich mit Lichtgeschwindigkeit und bringen das Universum zum Klingen.

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In Deutschland (GEO600), an zwei Orten in den USA (LIGO) und in Italien (Virgo) haben die Forscher bereits Teleskopohren für den Nachweis von Gravitationswellen gebaut, die in einem Netzwerk gemeinsam messen und die Daten auswerten. Die Observatorien in den USA und Italien werden nun für den ersten direkten Nachweis ausgerüstet und sollen vom Jahr 2016 an erneut mit den Messungen beginnen - mit zehnfach verbesserter Empfindlichkeit.

Bisher gingen die Wissenschaftler davon aus, dann jährlich im Durchschnitt 40 verschmelzende Neutronensterne oder Schwarze Löcher beobachten zu können. Nun zeigt die Untersuchung von Bernard F. Schutz, dass bei optimaler Datenanalyse diese Rate theoretisch sogar bei 160 solchen Ereignissen pro Jahr liegt. Mit der derzeitigen räumlichen Anordnung der Detektoren ist das allerdings nicht zu schaffen; vielmehr wird ein Messinstrument auf der anderen Seite der Erde benötigt – sozusagen ein Ohr am Hinterkopf.

Die Messempfindlichkeit eines Detektoren-Netzwerks hängt von der Empfindlichkeit der einzelnen Detektoren und deren Position auf der Erde ab. In seiner Studie zeigt Bernard F. Schutz, wie sich diese Beziehung für jedes beliebige Netzwerk durch drei Zahlen charakterisieren lässt: die Entfernung, aus der die Gravitationswellen-Quelle am Himmel vom einzelnen Detektor wahrgenommen werden kann; das kleinste Signal-Rausch-Verhältnis, bei dem ein Gravitationswellen-Nachweis gerade noch möglich ist; die geometrische Anordnung der Detektoren im Netzwerk.

"Schon die Verlagerung eines der bereits vorhandenen LIGO-Instrumente aus den USA nach Australien würde die Detektionsrate um das Zwei- bis Vierfache steigern und viel genauere Informationen über die Ereignisse liefern", sagt Schutz. Nehmen - wie geplant - in Japan, Australien und Indien Gravitationswellen-Detektoren den Messbetrieb auf, so werden die Wissenschaftler jährlich etwa 370 astronomische Ereignisse beobachten können; eine Zahl, die im Routinemessbetrieb sogar auf 500 pro Jahr steigen soll. Dabei wird die Messgenauigkeit im Vergleich zur notwendigen Investition überproportional verbessert.

"Ein neuer Gravitationswellen-Detektor in Japan, dessen Bau vergangenes Jahr beschlossen wurde, würde die Empfindlichkeit und Verlässlichkeit des Detektor-Netzwerks weiter steigern und darüber hinaus könnte ein größerer Teil des Himmels beobachtet werden", so Schutz. "Wir wären dann nicht nur sicherer als je zuvor, Einsteins Wellen direkt zu messen, sondern würden auch vollkommen neuartige Informationen über Neutronensterne und Gammastrahlenblitze erhalten. Das wäre der Beginn einer ganz neuen Astronomie."

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Quellen: mpg.de

Wettbewerb um zukünftige Discovery-Mission: Maulwurf soll das Marsinnere erforschen

Künstlerische Darstellung der 'Geophysical Monitoring Station' (Illu.) | Copyright: NASA/JPL

Berlin-Adlershof/ Deutschland - Die NASA hat drei Projektvorschläge von Wissenschaftsteams als Finalisten bei der Suche zur nächsten Mission im Rahmen des Discovery-Programms ausgewählt. Neben einer Schwimmsonde, die die Methanmeere auf dem Saturnmond Titan befahren soll und einer mehrfachen Forschungsmission zu einem Kometen, steht auch eine geologische Bodensonde zur Erkundung des inneren Aufbaus des Mars zur Wahl. An der Entwicklung dieses "Maulwurfs" sind auch europäische Institutionen beteiligt.

Das vollautomatischer Instrument mit der Bezeichnung "HP3" (Heat Flow and Physical Properties Package, oder "HP Cube") soll mit seinen Sensoren bis zu fünf Meter tief in den Marsboden vordringen, um den Wärmefluss aus dem tiefsten Innern des Mars zu vermessen. "Unser Beitrag HP3 würde neue Einblicke zur thermischen Entwicklung des Mars und zu verborgenen Wasservorkommen unter der Marsoberfläche liefern. Es ist ein ausgereiftes Experiment, dessen Ergebnisse wichtige Impulse für die Marsforschung liefern könnten", sagt Prof. Tilman Spohn, wissenschaftlicher Leiter von "HP3" und Direktor des "Instituts für Planetenforschung" des "Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt" (DLR) in Berlin-Adlershof.

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Neben "HP3", an dessen Bau auch Wissenschaftler des "Institut für Weltraumforschung" an der "Österreichische Akademie der Wissenschaften" in Graz (oeaw.ac.at) beteiligt sind, ist das DLR gegenwärtig an zwei aktuellen NASA Missionen im Rahmen des Discovery-Programm als Partner beteiligt: Auf der Merkur-Sonde MESSENGER sowie der Sonde Dawn, die die Asteroiden Vesta und Ceres erkunden wird, trägt das DLR mit Kameras, Spektrometern und der Bildverarbeitung bei.

Bei dem Discovery-Programm der NASA handelt es sich um eine Reihe von auf jeweils 425 Millionen Dollar Gesamtkosten gedeckelten wissenschaftlichen Weltraummissionen. Zu den bisherigen erfolgreichen Discovery-Missionen zählen unter anderem der "Mars-Pathfinder", die Kometen-Sonden "Deep Impact" und "Stardust", der Mondsatellit "Lunar Prospector" und das "Moon Mineralogy Mapper"-Instrument an Bord des indischen Mondorbiters "Chandrayaan-1". Ebenfalls Teil des "Discovery-Programms" sind die derzeitige Merkur-Sonde "MESSENGER", die Asteroidensonde "Dawn", sowie die unter dem Namen "EPOXI" fortgeführte Mission der "Deep Impact"-Sonde.

Dem GEMS-Wissenschaftsteam unter der Leitung von Dr. Bruce Banerdt vom "Jet Propulsion Laboratory" (JPL) der NASA stehen nun drei Millionen US-Dollar zur weiteren Entwicklung des Projekts zur Verfügung. "Das Experiment hat bereits jetzt schon einen hohen technischen Reifegrad - deshalb haben wir bei HP3 einen Entwicklungsvorsprung vor ähnlichen Experimenten, beispielsweise aus den USA", so Spohn.

Bei den drei Missionen handelt es sich um die Finalisten von einst insgesamt 28 Vorschlägen. Den drei Projektgruppen stehen nun zur weiteren Ausarbeitung der Konzeptphase weitere drei Millionen Dollar zur Verfügung, bevor dann im nächsten Jahr der Sieger bekannt gegeben werden und die entsprechende Mission schon 2016 starten soll.

Wie die Pressemitteilung des DLR erläutert, nutzt das HP3-Experiment einen elektromechanischen Schlagmechanismus, der einen Instrumentenbehälter bis zu fünf Meter tief in den Marsboden einbringen kann. "Bisher ist solch ein vollautomatischer Maulwurf noch auf keinem Körper des Sonnensystems zum Einsatz gekommen", sagt Dr. Tim van Zoest, Physiker am DLR-Institut für Raumfahrtsysteme in Bremen, wo der Schlagmechanismus entwickelt wurde. "Vergleichbare Experimente zur Analyse des Untergrunds gab es bisher nur von Hand auf dem Mond bei den amerikanischen Apollomissionen 15 und 17 zu Beginn der 1970er Jahre, das waren damals aber eher konventionelle Bohrer, die wie ein Korkenzieher von Muskelkraft in den Mondboden gebohrt wurden."

Insbesondere sollen mit den HP3-Sonden der Wärmefluss unter der Marsoberfläche erfasst werden. "Die Vermessung des Wärmeflusses direkt unter der Oberfläche erlaubt es uns, auf die Wärmeproduktion im Marsinneren zu schließen. Damit erhalten wir Hinweise auf die Zusammensetzung des Roten Planeten und seine fortwährende Abkühlung, die im Zusammenhang mit dem noch heute stattfindenden Vulkanismus steht", erklärt Dr. Matthias Grott vom DLR-Institut für Planetenforschung. "Zudem soll HP3 die geologische Schichtung in den ersten fünf Metern unter der Marsoberfläche - insbesondere Eisvorkommen - durch die Vermessung der geoelektrischen Eigenschaften des Bodens erfassen", ergänzt der Physiker, der an der Entwicklung von HP3 beteiligt ist.

Ebenfalls beteiligt an dem GEMS-Missionsvorschlag ist ein Seismometer, welches unter französischer Federführung des "Institut de Physique du Globe de Paris" (IPGP) entwickelt wird. Auch das "Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung" in Katlenburg-Lindau baut unter der Leitung von Prof. Ulrich Christensen ein System, mit dem das Seismometer auf dem Mars installiert werden kann. Mit dem Seismometer sollen Marsbeben und Asteroideneinschläge erfasst werden. Da Erschütterungen - ähnlich wie auf der Erde - den gesamten Planetenkörper durchlaufen, kann anhand seismischer Messungen auf die Größe und Beschaffenheit der Kruste, des Mantels und des Planetenkerns des Mars geschlossen werden. Die dritte wissenschaftliche Nutzlast im GEMS-Missionsvorschlag ist ein Experiment, das federführend bei der amerikanischen Firma "Lockheed Martin" entwickelt wird und weitere Hinweise auf den Aufbau des Marsinnern liefern soll.

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Quellen: dlr.de / grenzwissenschaft-aktuell.de

Kornkreise im Mai 2011

Saarbrücken/ Deutschland - Seit unserem letzten Bericht über die neusten Kornkreise der Saison 2011 sind zahlreiche weitere Kornkreise- und Formationen vornehmlich in den Niederlanden, den USA und in England entdeckt worden.

Wie wir schon zuvor berichtet hatten, wurde am 4. Mai 2011 eine große, hantelförmige Kornkreisformation nahe Chikarang im Regierungsdistrikt Jawa Barat in Indonesien entdeckt, zu der damals nur erste Bodenaufnahmen existierten. Mittlerweile liegen uns Luftaufnahmen und weitere Informationen vor.

Luftbild der Kornkreisformation von Chikarang | Copyright/Quelle: http://www.youtube.com/watch?v=UVHyXjH06OE

Interessanterweise, so erläutert Kornkreisforscher und Sachbuchautor Andreas Müller (kornkreise-forschung.de) erstreckt sich das Kornkreismuster über mehrere, wenn auch kleine, Feldparzellen. "Auch wenn wir schon zuvor Kornkreise entdeckt hatten, die über die Begrenzung eines Feldes hinausliefen, so ist dies doch eher selten - zumal, das zeigten frühere Kornkreise in Indonesien, auch hier genügend große Felder existieren, in welchen auch das Kornkreismuster von Chikarang Platz gehabt hätte. (...) Wie schon anhand der indonesischen Kornkreise im Januar, so ist auch die Informationslage rund um diesen neuen Kornkreis aufgrund der Sprache eher schwierig und viele Informationen stammen von Internetportalen wie 'Youtube' und 'Facebook', angesichts derer es immer schwierig ist, die Glaubwürdigkeit der Quellen wirklich einzuschätzen."

"So gibt es Informationen, wonach der neue Kornkreis eine Auftragsarbeit für eine Werbeaktion eines Kartoffelchip-Herstellers sein soll", führt Müller fort. "Tatsächlich nutzt eine solche Firma Aufnahmen des Kornkreises zu Werbezwecken und vergleicht die unterschiedlichen Formelemente des Kornkreises mit der Form unterschiedlicher Chips-Sorten. Betrachtet man sich aber das Werbevideo so erscheint die suggerierte Ähnlichkeit doch eher zufällig bis beliebig."

Indonesische Chips-Werbung mit Kornkreis

Klicken Sie auf die Bildmitte, um das Video zu starten


"Wie gesagt, eindeutig überprüfen konnten wir einen direkten Zusammenhang noch nicht. Es wäre schließlich auch möglich, dass sich die Firma die Popularität, die das Thema derzeit in Indonesien fraglos hat, nur bedient hat und einen vorhandenen Kornkreis auf diese Weise selbst nur benutzt, da man - mit etwas Mühe - eine Ähnlichkeit zu den Chipsformen ableiten kann. (...) Glaubt man aber den vorliegenden Informationen, so wurde der Bauer, dem die Reisfelder gehören entschädigt und an der Herstellung des Musters waren 50 Personen 3 Tage lang beschäftigt. Sollte das zutreffen, wäre das ein ungewöhnlich hoher Aufwand und das Ergebnis hätte mit Kornkreisen nicht mehr viel gemein..."

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Die erste englische Kornkreisformation im Mai 2011 wurde dann am 7. Mai in einem Rapsfeld nahe Hannington in Wiltshire entdeckt. Das dreigliedrige Muster aus Kreisen, Ringe und deren Schnittmengen hat einen Durchmesser von geschätzten 50 Metern und konnte von sachkundigen Untersuchern leider erst nach zahlreichen früheren Besuchern untersucht werden. Aus diesem Grund war es kaum mehr möglich, vorhandenen Schäden ihrer wirklichen Quelle zuzuordnen. Wie schon in früheren Raps-Kornkreisen dieser Saison in England, so kann das geübte Auge auch hier einige geometrische Ungenauigkeiten erkennen. "Aus diesen Umstand jedoch automatisch eine menschliche Herkunft der jeweiligen Kornkreise abzuleiten, wäre verfrüht und ebenso falsch, wie perfekte Geometrien nur dem 'echten Phänomen' zuzuordnen" erläutert Müller. "Untersuchungen zeigen, dass auch 'echte', im Sinne nicht von Menschen mechanisch angelegter, Kornkreise Ungenauigkeiten aufweisen können und es auch geometrisch gute Fälschungen gibt. Entsprechend gilt es also auch die neuen Kornkreise, wenn noch möglich, zu untersuchen."

Luftbild der Kornkreisformation von Hannington in Wiltshire, England | Copyright: Olivier Morel, wccsg.com

Bei einem Überflug über den Kornkreis von Hannington entdeckte der Luftbildfotograf Olivier Morel eine weitere Formation in einem Nachbarfeld. Hierbei handelte es sich lediglich um einen dünnen Ring unterschiedlicher Breite - ebenfalls in einem Rapsfeld. Zu diesem liegen bislang keine weiteren Informationen vor.

Luftbild des Kornkreis-Rings in einem weiteren Feld bei Hannington | Copyright: Olivier Morel, wccsg.com

Zwei Tage später, am 9. Mai 2011, wurde dann eine weitere Formationen aus Kreisen und Ringen in einer Wildgrasfläche nahe Hoeven in der niederländischen Provinz Noord Brabant entdeckt. Erneut wurde die Formation von dem Medium Robert van den Broeke entdeckt, der seit seiner Jugend das entstehen von Kornkreisen in seiner Region "spürt" und auch schon einige dieser Kornkreismuster in der Entstehung beobachtet haben will. Weitere Information zu Robert van den Broeke und den teilweise bizarren Phänomenen, wie sie sich in seinem Umfeld zutrage finden Sie HIER

Graskreis-Formation bei Hoeven und grafische Rekonstruktion | Copyright: Roy Boschman

Eine weitere Graskreis-Formation wurde am 12. Mai 2011 von Robert "gespürt" und kurz darauf nahe Oudenbosch gefunden werden. | Copyright: Roy Boschman

Die erste Kornkreisformation dieser Saison in den USA wurde dann ebenfalls am 12. Mai 2011 in einem noch jungen Weizenfeld nahe Madisonville im Monroe County Sheriff's Departement im US-Bundesstaat Tennessee entdeckt. Wie die US-amerikanische Kornkreisforschungsorganisation "Independent Crop Circle Researchers' Association" (ICCRA, iccra.org) berichtet, befindet sich die Formation im selben Feld, in dem bereits 2007 ein Kornkreis gefunden wurde, der damals eingehend untersucht und als "echt" eingestuft wurde. Auch beziehe sich die geometrische Form des diesjährigen Musters auf das Design von 2007. Dennoch, so ICCRA-Direktor Jeffrey Wilson, sei Vorsicht geboten: "Nach dem echten Kornkreis von 2007 wurde schon 2008 in einem Nachbarfeld eine weitere Formation entdeckt, die eindeutig man-made war. Vor diesem Hintergrund wissen wir also, dass seither vor Ort auch gefälscht wird."

2011: Kornkreise nahe Madisonville in Tennessee, USA | Copyright: Mark Boring, monroebuzz.com

- Einen ausführlichen Berichte von ICCRA zu den beiden Kornkreisen bei Madisonville 2007 und 2008 finden Sie HIER

Ein stilles und kleines Kornkreis-Exemplar wurde dann am 15. Mai 2011 in einem bereist verblühten Rapsfeld nahe Pitt in der südenglischen Grafschaft Hampshire entdeckt. Be einem Besuch vor Ort fanden Kornkreisfreunde auch in einem Nachbarfeld ein Kornkreismuster, wie es bislang jedoch noch nicht aus der Luft dokumentiert werden konnte.

Kornkreise bei Pitt im Mai 2011 | Copyright: LucyPringle.co.uk (Luftbild), Keith Hilbridge

Ein weiterer kleiner Einzelkreis wurde zudem am 16. Mai nahe Hardy im US-Bundesstaat Virginia entdeckt | Copyright/Quelle: bltresearch.com

Ebenfalls von geometrisch einfacher Struktur ist die Kornkreisformation, die am 17. Mai 2011 in einem Feld junger Gerste in East Kennett entdeckt wurde: Ein zentraler Kreis mit konzentrischem Außenring. Exakt im Zentrum der Formation stellte der niederländische Kornkreisforscher Bert Janssen (cropcirclesandmore.com) eine weiße Substanz fest, die ein Pflanzenbündel umgab. Diese konnten er und Kollegen nur an diesem Ort im Kornkreis, nicht aber im sonstigen Muster oder außerhalb des Kornkreises finden. Ob es sich dabei lediglich um gewöhnliche Spinnenweben oder aber um etwas anderes handelt, sollen nun genauere Untersuchungen von Proben feststellen.

Luftbild und Stativaufnahme: Kornkreisformation bei East Kennett in Wiltshire, England | Copyright: Olivier Morel, wccsg.com

Nahaufnahme der weißen Substanz an Pflanzen im Zentrum des Kornkreises | Copyright: Bert Janssen, cropcirclesandmore.com

Am 22. Mai wurde dann eine weitere geometrische Formation in einem Gerstenfeld bei Burderop Down, nahe Barbury Castle entdeckt. Das Innere wurde von Kornkreisforschern als grob und ungeordnet beschrieben und auch hier lassen sich geometrische Unregelmäßigkeiten erkennen.

Luftbild: Kornkreis bei Burderop Down, Wiltshire | Copyright: Olivier Morel, wccsg.com

Auch die bislang letzte Kornkreisformation wurde, am 28. Mai 2011, in einem Gerstenfeld in Wiltshire, genauer gesagt nahe der Avebury Sanctuary, entdeckt. Über die Qualität der langgezogenen Formation aus Kreisen und Ringen lagen bis zum Redaktionsschluss dieser Meldung noch keine Informationen vor.

Luftbilder der Kornkreisformation an der Avebury Sanctuary in Wiltshire, England | Copyright: Olivier Morel, wccsg.com

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / kornkreise-forschung.de / cropcirclesandmore.com / lucypringle.co.uk / iccra.org / bltresearch.com / wccsg.com
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